Klinsmann schließt Bundesliga-Engagement aus

SID
Mittwoch, 02.12.2009 | 12:27 Uhr
Jürgen Klinsmann wurde nach zehn Monaten als Trainer des FC Bayern entlassen
© Getty
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Der ehemalige Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat einen Trainerjob in der Bundesliga kategorisch ausgeschlossen. Der Nationalelf traut der 45-Jährige in Südafrika den WM-Titel zu.

Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat sieben Monate nach seinem Rauswurf bei Bayern München eine Rückkehr in die Bundesliga ausgeschlossen. "Ich werde hier kein Trainer-Engagement mehr in Angriff nehmen. Für uns ist relativ klar, dass wir uns auf ein neues Abenteuer Bundesliga nicht einlassen werden", sagte Klinsmann in einem "Bild-Interview". Nach der WM 2010 in Südafrika, bei der er als TV-Experte im Einsatz sein wird, "werde ich möglicherweise irgendwo anders tätig sein", fügte der 45-Jährige an.

Zuletzt war der Weltmeister von 1990 nicht nur mit seinem Heimatklub VfB Stuttgart, sondern auch mit dem FC Liverpool in Verbindung gebracht worden. Schon zuvor hatte es einige Male Spekulationen über ein Engagement Klinsmanns in der englischen Premier League gegeben. "Gerüchte gibt's immer", sagte er dazu nur.

"Ich habe viel gelernt"

Seine wenig erfreuliche Zeit beim FC Bayern, wo er Ende April nach nicht einmal zehn Monaten entlassen worden war, habe er für sich aufgearbeitet, "um zu verstehen, warum gewisse Dinge passiert sind. Ich habe viel gelernt", erklärte Klinsmann. Welche Erkenntnisse er dabei gewinnen konnte, wollte der frühere Torjäger jedoch nicht verraten: "Die behalte ich für mich. Deckel drauf, erledigt."

Deshalb wollte Klinsmann auch nicht nachkarten. "Die Vereinsführung hat nun einmal so entschieden, das ist ihr gutes Recht. Wir hatten einfach gegensätzliche Meinungen im Klub. Deshalb ist es besser, man geht dann auch getrennte Wege", sagte er.

Klinsmann traut DFB-Auswahl den Titel zu

Der deutschen Nationalelf traut Klinsmann bei der WM in Südafrika durchaus den Titel zu: "Ich denke, dass sie aufgrund der Erfahrung der EM 2008 gereift ist. Die jungen Wilden sind mit der WM 2006 richtig durchgestartet. Qualitativ gute Fußballer wie Özil und Trochowski sind dazugekommen. Mit der Mannschaft ist auch der Titel machbar, wenn sie bereit ist, über ihr Limit zu gehen. Sich für den Erfolg komplett hinzugeben. Und das können wir Deutschen einfach."

Klinsmann selbst wird bei der WM als Experte des Kölner TV-Senders "RTL"" im Einsatz sein. An der Seite von Florian König wird er die neun "RTL"-Spiele vor Ort analysieren. Er wolle seine neue Aufgabe "mit sehr viel Dynamik und Spaß" angehen.

"RTL" hält an insgesamt neun Spielen der WM 2010 - darunter sind sechs Vorrunden- und zwei Achtelfinalspiele sowie eine Viertelfinal-Begegnung - die exklusiven Free-TV-Rechte. Neben Klinsmann hat "RTL" auch den Dortmunder Coach Jürgen Klopp für eine Zusammenarbeit gewinnen können. Klopp wird die Übertragungen aus Deutschland zusammen mit Moderator Günther Jauch präsentieren.

"Klinsmann ist kein Trainer"

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