
Fußball
Regionalligist SC Verl suspendiert Spieler
Im Zuge des Wett- und Manipulationsskandals im Fußball stehen zwei Spiele des SC Verl unter Verdacht. Der Regionalligist suspendierte unterdessen zwei Spieler.

Regionalligist SC Verl hat im Zuge der Ermittlungen im Wettskandal als erster Klub zwei Spieler suspendiert.
Wie Verls Vereinsboss Peter Mankartz dem "SID" bestätigte, hat der Verein Patrick Neumann und Tim Hagedorn vom Spiel- und Trainingsbetrieb ausgeschlossen.
Zu den Gründen wollte sich Mankartz aber nicht äußern.
Zwei Spiele unter Manipulationsverdacht
"Weitere Angaben kann ich derzeit nicht machen. Wir stehen bei den Ermittlungsbehörden im Wort", sagte Mankartz. Derzeit stehen zwei Spiele des Viertligisten unter Manipulationsverdacht.
Der Drittligist SV Sandhausen hatte im Zuge der Ermittlungen gegen den Spieler Marcel Schuon eine Schutzsperre ausgesprochen, da sich der Spieler aufgrund der Anschuldigungen gegen ihn nicht auf den Sport konzentrieren könne.
Spieler des SC Verl sollen 20.000 Euro für die 0:1-Niederlage gegen den 1. FC Köln II am letzten Spieltag der abgelaufenen Saison erhalten haben.
Niederlage gegen Verabredung?
Das Spiel gegen Borussia Mönchengladbach II (4:3) am 33. Spieltag der vergangenen Saison in der Regionalliga West ging angeblich entgegen der ursprünglichen Verabredung mit den Wettbetrügern zugunsten von Verl aus.
Dabei konnte die U23 der Borussia nach 0:3-Pausenstand zunächst zum 3:3 ausgleichen, ehe sie eine Minute vor Schluss den vierten Treffer hinnehmen musste.
"Das ist eine ganz schwere Situation für uns", sagte Verls Trainer Reimund Bertels zu "RevierSport": "Es ist so, dass wir auf der Liste stehen, auch wenn wir noch keine konkreten Informationen von der Staatsanwaltschaft oder der DFL bekommen haben."
Am vergangenen Freitag hatte die Staatsanwaltschaft Bochum den größten Wettskandal in Europa publik gemacht. 200 Spiele, darunter 32 in Deutschland, sollen von den Betrügereien betroffen sein.
















