Fussball

DFB und DFL kontern Kritik der Polizei

SID
Beim Spiel zwischen Rostock und St. Pauli am 6. März war es zu heftigen Krawallen gekommen
© Getty

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) haben sich gegen die Kritik der Polizei an der zuletzt stark zunehmenden Gewalt von Fußballfans gewehrt.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball Liga (DFL) haben den Hooligans den Kampf angesagt und sich gleichzeitig gegen die Kritik der Polizei an der zuletzt rund um die Stadien zunehmenden Gewalt zur Wehr gesetzt.

"Es ist unstrittig, dass es zuletzt nicht zu tolerierende Fehlentwicklungen gab. Deshalb verfolgen wir die aktuelle Situation mit Sorge und Wachsamkeit. Doch wir wehren uns gegen unsachliche und pauschale Schuldzuweisungen. Wir haben immer betont, dass kriminelle Ausschreitungen ein gesellschaftliches Phänomen sind und Chaoten die Bühne des Fußballs missbrauchen", sagte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach.

Laut Niersbach seien in den Bundesliga-Stadien Stimmung und Sicherheit keine Gegensätze. Der DFB-Generalsekretär fordert einen Schulterschluss zwischen dem Verband, Politik und der Polizei: "Nur durch das weiterhin gemeinsame Engagement der Politik und der Polizei mit unseren Vereinen und Verbänden können wir es erreichen, dass wir die Problematik weder dramatisieren noch bagatellisieren und als faire Partner gemeinsam sachgemäße Lösungen finden."

Schwere Krawalle beim Spiel St. Pauli gegen Rostock

Zuletzt hatten Politik und Polizei nach den schweren Krawallen beim Punktspiel der 2. Bundesliga zwischen dem FC St. Pauli und Hansa Rostock (3:2) am Freitag vor zwei Wochen Kritik unter anderem wegen der Ansetzung des Spiels an DFB und DFL geübt.

"Diese Krawalle haben in den letzten Jahren enorm zugenommen. Von 127 Länder-Großeinsätzen im vergangenen Jahr entfielen allein 40 Prozent auf den Fußball. Das ist zu viel. Wir haben mittlerweile Engpässe bei den Polizeikräften", sagte Konrad Freiberg, Chef der Polizei-Gerwerkschaft GdP.

Nach den Krawallen in St. Pauli: Reiseverbot für Hooligans möglich

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