Olympia-Test gegen England

Lingor vor Comeback

SID
Dienstag, 15.07.2008 | 14:47 Uhr
fußball, frauen, neid, lingor
© Getty
Advertisement
Erlebe
deinen Sport
live
J1 League
Sa12:00
Kawasaki -
Kobe
CSL
Sa13:35
Jiangsu Suning -
Shanghai SIPG
Allsvenskan
Sa16:00
Malmö -
Eskilstuna
CSL
So13:35
Tianjin Quanjian -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So21:00
Flamengo -
Sao Paulo
Serie A
Di01:00
Fluminense -
Chapecoense
J1 League
Mi12:00
Kawasaki -
Urawa
J1 League
Sa12:00
Vissel Kobe -
Vegalta Sendai
CSL
Sa13:35
Beijing Guoan -
Guangzhou Evergrande
Serie A
So00:00
Corinthians -
Ponte Preta
J1 League
So11:30
Urawa -
Nigata
CSL
So13:35
Tianjin -
Shandong
Serie A
So21:00
Cruzeiro -
Palmeiras
Serie A
Mo00:00
Santos -
Sao Paulo
Allsvenskan
Mo19:00
Göteborg -
Halmstad

Oberhaching - Deutschlands Weltmeisterinnen haben Olympia-Gold im Visier - der große Peking-Traum wird für sieben Spielerinnen aber schon drei Wochen vor den Sommerspielen platzen.

Der Olympia-Test gegen England am 17. Juli in Unterhaching ist für zahlreiche Wackelkandidatinnen das Spiel der letzten Chance, denn anschließend muss Bundestrainerin Silvia Neid den 25-köpfigen Olympia-Kader auf 18 Spielerinnen reduzieren.

"Das werden schwierige Situationen, den Spielerinnen unter vier Augen zu sagen, du bist nicht dabei", bekannte Neid am Dienstag: "Aber wer führen will, muss auch verletzen können. Das gehört zum Job dazu."

"Die Schulter macht mit" 

Verschont bleibt beim Streichkonzert "7 aus 25" Renate Lingor, der die Bundestrainerin trotz einer langwierigen Verletzung bereits zwei Tage vor dem vorletzten Testspiel das Ticket nach Peking zusicherte.

Die 32 Jahre alte Weltmeisterin vom 1. FFC Frankfurt soll drei Monate nach der im DFB-Pokal-Finale erlittenen Schultereckgelenks-Sprengung gegen England ihr Comeback feiern.

"Renate wird spielen. Sie braucht Spielpraxis. Sie ist total hergestellt, die Schulter macht mit", sagte Neid, die keine Zweifel am Stellenwert Lingors aufkommen ließ: "Renate ist unheimlich wichtig, sie ist für uns eine Waffe."

Angerer Nummer eins

Den 18-köpfigen Kader hat Neid schon weitgehend im Kopf, letzte Gewissheit soll das Spiel gegen die "starken Engländerinnen" ergeben. Nach dem Rücktritt von Silke Rottenberg hat sich Neid im Tor bereits für Weltmeisterin Nadine Angerer (Djurgardens IF) als Nummer eins und Ursula Holl (SC Bad Neuenahr) als Reservistin entschieden.

Die jungen Alisa Vetterlein (VfL Sindelfingen) und Lisa Weiß (SG Essen- Schönebeck) werden nicht mit nach Peking reisen. Für die fünf Feldspielerinnen, die sie streichen muss, habe sie einen Kreis von sieben Kandidatinnen im Kopf, die sie aber nicht offenbaren wollte.

"Vielleicht macht eine noch ein bombastisches Spiel", meinte Neid.

Mission Gold

Kein Geheimnis macht sie aus der Zielsetzung für Olympia. "Unser Ziel ist die Goldmedaille. Deswegen fahren wir nach China. Die muss jetzt mal die unsere sein", sagte Neid nach bislang zweimal Bronze.

Nach der Partie gegen England folgt am 23. Juli noch die Olympia-Generalprobe in Sandefjord gegen Norwegen. "Mit England und Norwegen treffen wir jetzt auf sehr starke Gegner, das ist genau richtig im Hinblick auf die Olympischen Spiele", betonte Abwehrchefin Ariane Hingst, die in Unterhaching ihr 150. Länderspiel bestreiten soll. Am 30. Juli fliegt der 18-köpfige DFB-Kader nach China.

Die Mission Gold wird kein Spaziergang. Schon im Auftaktspiel am 6. August in Shenyang kommt es zur Neuauflage des WM-Endspiels gegen Brasilien. Weitere Gruppengegner sind Nigeria (9.8.) und Nordkorea (12.8.). Ab dem Viertelfinale geht es im K.o.-System weiter.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung