Schiedsrichter-Affäre

Hoyzer will Zahlung "zu gegebener Zeit" erfüllen

SID
Montag, 07.04.2008 | 16:05 Uhr
Robert Hoyzer
© DPA
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Berlin - Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer will seinen in einem Vergleich festgelegten Zahlungsverpflichtung gegenüber dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) "zu gegebener Zeit" nachkommen. Das erklärte Hoyzers Anwalt Thomas Hermes im Namen seines Mandanten.

"Herr Hoyzer hat den in den Verhandlungen mit dem DFB erzielten Ergebnissen zugestimmt, um unter die Vergangenheit auch zivilrechtlich einen Schlussstrich zu ziehen", heißt es in dem Schreiben. Derzeit sitzt Hoyzer im Gefängnis Berlin-Hakenfelde seine Haftstrafe ab.

Der Vergleich sieht einen Schadensersatz in Höhe von 750.000 Euro vor. Tatsächlich muss Hoyzer, der wegen seiner Beteiligung an der größten Wett- und Spielmanipulation im deutschen Fußball zu zwei Jahren und fünf Monaten Haft verurteilt worden war, 126.000 Euro an den DFB zahlen.

700 Euro pro Monat 

Die Ratenzahlungen von 700 Euro pro Monat sollen spätestens im Jahr 2010 beginnen, Hoyzer müsste 15 Jahre zahlen.

Durch den Vergleich, den das Landgericht Berlin noch bestätigen muss, könnte Hoyzer nach seiner Haftentlassung im Oktober 2009 "eine Lebensperspektive" besitzen und "Planungssicherheit für den Aufbau einer Existenz" haben, heißt es in der Mitteilung seines Anwalts.

Zugleich wurde auf die große Belastung für Hoyzer verwiesen: "Er hofft, die gegenüber dem DFB eingegangenen Zahlungsverpflichtungen zu gegebener Zeit erfüllen zu können." Ursprünglich hatte der Verband den Ex-Referee sogar auf 1,8 Millionen Euro Schadenersatz verklagt.

Abschließende Erklärung 

Hoyzer muss sich nach Beendigung des Rechtsstreits noch einmal vollständig und abschließend gegenüber dem DFB zum Wett- und Manipulationsskandal erklären.

Der Ex-Schiedsrichter, der auf Lebenszeit aus dem DFB ausgeschlossen worden war, soll vor allem eingegangene Verpflichtungen gegenüber Medien oder anderen Vertragspartnern offen legen.

Damit soll verhindert werden, dass Hoyzer aus dem Manipulations-Skandal noch weiteren wirtschaftlichen Nutzen zieht.

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