Bundestrainerin Neid: Keine Garantie für Lingor

SID
Mittwoch, 23.04.2008 | 14:46 Uhr
fußball, frauen, neid, lingor
© Getty
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Frankfurt/Main - Bundestrainerin Silvia Neid hofft auf den Einsatz von Nationalspielerin Renate Lingor bei den Olympischen Spielen. Doch droht der 141-maligen Auswahlakteurin, die sich einer Schulteroperation unterziehen muss, die Zeit davonzulaufen.

"Ich habe die Hoffnung, dass Renate wieder völlig gesund wird. Aber es wird auf jeden Fall eng. Ich nehme nur fitte Spielerinnen mit", sagte Neid. Lingor hatte sich beim 5:1-Sieg im DFB-Pokalfinale gegen den 1. FC Saarbrücken im Berliner Olympiastadion eine Schultereckgelenksprengung zugezogen.

Schon vor dem operativen Eingriff im Frankfurter Rot-Kreuz-Krankenhaus kündigte die 32-Jährige an, dass sie ihre Karriere spätestens nach Olympia beenden will.

"Sie wird eine große Lücke hinterlassen, die man nicht so einfach schließen kann", sagte Bundestrainerin Neid. "Renate ist für die Mannschaft sehr wichtig." Den Plan, mit den Olympischen Spielen in Peking aufzuhören, gebe es aber schon länger, erklärte Neid.

Verein stärkt Lingor den Rücken

Volle Unterstützung für den Plan, ihre Karriere nach zwei Weltmeistertiteln, drei EM-Erfolgen, derzeit zwei UEFA-Cup-Triumphen und sechs deutschen Meistertiteln sowie sieben Pokalsiegen mit dem 1. FFC Frankfurt bei Olympia zu beenden, wurde Lingor auch vom Verein zugesichert.

"Nach der Operation werden wir uns darüber unterhalten, wie sie auch nach der Bundesliga-Saison bis Olympia weiter bei uns trainieren kann", kündigte FFC-Manager Siegfried Dietrich an.

"Es ist bitter, dass sie am Ende ihrer großen Karriere so ein Schicksal erleiden muss." Lingors Vertrag mit den Frankfurterinnen läuft am 30. Juni aus. "Wir wollen Renate aber so gut wie möglich helfen, dass sie nach Peking kommt", versicherte Dietrich.

Lingor bleibt DFB erhalten

Dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) bleibt Lingor auf alle Fälle erhalten. Beim weltgrößten Sportfachverband arbeitet sie in der neugegründeten Abteilung für Schulfußball.

Ihre aktive Karriere hatte Lingor, die 2004 bei den Olympischen Spielen in Athen Bronze holte, 1981 beim SV Blankenloch begonnen, ehe sie zum Karlsruher SC und zu den Bundesligisten SC Klinge Seckach und SG Praunheim wechselte. Die Spielgemeinschaft wurde dann in 1. FFC Frankfurt umbenannt.

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