Dienstag, 18.03.2008

WM 2010

Südafrika: Mehr als drei Milliarden Euro für WM

Pretoria - Südafrika lässt sich die Ausrichtung der WM 2010 mehr als drei Milliarden Euro kosten. Sportminister Mike Stofile erklärte in Pretoria, zwei Drittel des Geldes seien bereits als Direktinvestitionen in Infrastruktur und Rahmenprogramme geflossen.

Gut 800 Tage vor dem Anpfiff von Afrikas erster WM seien bislang alle gemachten Zusagen erfüllt. Kritik gab es nach Rundfunkangaben an zu langsamen Bau-Fortschritten in den Austragungsorten Port Elizabeth und Kapstadt.

In Durban an der Ostküste des Landes waren am Vortag aus Hamburg tonnenschwere Trägerelemente für einen Bogen eingetroffen, der den dortigen Stadion-Neubau dominieren soll. Die Arbeiten an dem Neubau kommen nach Angaben der Organisatoren schneller voran als geplant.

41.000 Sicherheitsbeamte 

Beim indirekt mit der WM verwobenen Projekt einer Schnellbahn zwischen Johannesburgs OR Tambo-Flughafen, dem Vorort Sandton sowie der benachbarten Hauptstadt Pretoria (Gautrain) droht unterdessen eine Kostenexplosion.

Statt der bisher angesetzten 20 Milliarden Rand (etwa 2 Milliarden Euro) müssten nun 30 Milliarden Rand angesetzt werden, hieß es am Dienstag im Parlament. Der Gautrain soll zumindest teilweise bis 2010 fertiggestellt sein, um die WM-Touristen vom Flughafen nach Sandton zu befördern.

Nach Angaben der Zeitung "The Star" hat das WM-Gastgeberland bereits 90 Prozent seines Sicherheitsplans für 2010 vollendet. Insgesamt stünde eine Milliarde Rand (100 Millionen Euro) dafür bereit, zitiert das Blatt den zuständigen Vize-Polizeichef Andre Pruis.

Darin eingeschlossen seien allerdings die Kosten für neue Flugzeuge, Motorräder oder Helikopter. Insgesamt würden 41.000 Sicherheitsbeamte für die WM aufgeboten werden: Pruis: "Nächstes Jahr werden wir der FIFA einen detaillierten Sicherheitsplan vorlegen, der bereits zu 90 Prozent fertiggestellt ist."


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