Fußball

Schiedsrichter: Runder Tisch mit Hoeneß, Allofs, Völler

SID
Mittwoch, 05.03.2008 | 15:40 Uhr
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Frankfurt/Main - Zwei Monate nach der Ankündigung wird es am 31. März in München zum ersten Mal den Runden Tisch zu Problemen mit Schiedsrichter-Entscheidungen geben.

Teilnehmen sollen neben Vertretern des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der Deutschen Fußball Liga (DFL) auch die Manager Uli Hoeneß vom deutschen Rekordmeister Bayern München, Klaus Allofs vom SV Werder Bremen, Andreas Müller vom FC Schalke 04 sowie Sportdirektor Rudi Völler von Bayer Leverkusen und der Vorstandsvorsitzende von Eintracht Frankfurt, Heribert Bruchhagen.

"Ich wünsche mir neben dem Gespräch über tagesaktuelle Fragen vor allem eine grundsätzliche Diskussion darüber, wann eine Schiedsrichter-Leistung als gut oder schlecht einzustufen ist", sagte der im DFB-Präsidium als Vizepräsident für die Schiedsrichter zuständige Rainer Koch. DFB und DFL würden alles dafür tun, um die Diskussion um Schiedsrichter-Entscheidungen gemeinsam zu versachlichen und den Austausch in den dafür zuständigen Gremien zu forcieren. "Der 'Runde Tisch' ist dazu ein ideales Forum", sagte Koch.

Merk fordert Videobeweis

Neben den fünf Vereinsvertretern werden DFB-Sportdirektor Matthias Sammer, der DFB-Schiedsrichter-Ausschussvorsitzende Volker Roth, der DFB-Kontrollausschuss-Vorsitzende Anton Nachreiner, DFB- Schiedsrichter-Lehrwart Eugen Strigel, FIFA-Referee Herbert Fandel und dessen Kollege Lutz Michael Fröhlich als weiteres Mitglied des Schiedsrichter-Ausschusses sowie Direktor Stefan Hans an dem Treffen teilnehmen. Die DFL wird durch den für den Spielbetrieb verantwortlichen Geschäftsführer Holger Hieronymus sowie Ex-Schiedsrichter Hellmut Krug vertreten sein.

Koch hatte bei der Halbzeittagung der Schiedsrichter Ende Januar in Mainz die Gründung eines solchen Gremiums angekündigt. "Man muss gemeinsam und miteinander vorgehen und Regeln erstellen. Es geht beispielsweise um die Frage, wie Emotionen nach dem Schlusspfiff aufgearbeitet werden", hatte er damals gesagt. Der designierte EURO-Schiedsrichter Fandel hatte beigepflichtet: "Es würde uns sehr freuen, wenn man erst den Gang in die Kabine antritt, eine halbe Stunde verstreichen lässt und dann etwas sagt."

Offen ist, ob bei dem Treffen beim Bayerischen Fußballverband auch die jüngsten Vorschläge von Markus Merk besprochen werden. Der ehemalige FIFA-Referee setzt sich mit Nachdruck für die Einführung des Videobeweises ein. Der DFB verwies bereits auf die Vorgaben der FIFA, die dieses technische Hilfsmittel nicht erlauben. Auch Schiedsrichter-Kollege Thorsten Kinhöfer sprach sich deutlich gegen den Videobeweis aus.

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