Samstag, 08.03.2008

Fußball

Platini: Fünf Schiedsrichter und begrenzte Gehälter

Hamburg - Michel Platini hat sich für fünf Schiedsrichter auf dem Fußballplatz ausgesprochen. Der Präsident der Europäischen Fußball-Union UEFA wandte sich zugleich gegen zu viel Technologie.

fußball, platini
© DPA

"Der Fußball soll menschlich bleiben. Aber zwei weitere Schiedsrichter könnten den Hauptschiedsrichter unterstützen, zum Beispiel im Torbereich", sagte der Franzose in einem Interview mit dem "Hamburger Abendblatt".

"Jetzt, mit nur drei Leuten auf dem Platz, haben wir eine Menge Probleme. Sie können nicht alles sehen! Wenn du 34 Kameras rund ums Spielfeld hast, sehen die anderen alles."

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Die Linienrichter sollen sich nach Ansicht des 52-Jährigen um die Abseitsentscheidungen kümmern: "Das ist ihr wichtigster Job".

Keine Gehaltsobergrenzen

Zwar lehnte Platini Gehaltsobergrenzen ab, will aber künftig nur noch einem gewissen Prozentsatz der Vereinsumsätze für Gehaltszahlungen zulassen.

"Wenn Real Madrid einen Umsatz von 300 Millionen Euro erzielt, dürften sie nur 52 Prozent in die Gehälter aller Spieler stecken - um den Klub zu schützen. Viele Klubs geben mehr Geld aus, als sie haben."

Der Europameister von 1984 kündigte an, "intensiv" mit den Klubs über über das Lizenzierungssystem und die Regularien zu reden.

"Das wird kommen"

"Das wird kommen. Wenn wir es nicht tun, besorgen das die Politiker", betonte Platini.

Auch die Regelhüter des internationalen Fußballs haben sich für zwei zusätzliche Schiedsrichter-Assistenten im Tor-Bereich, aber vorerst gegen den Chip-Ball und eine Torkamera ausgesprochen.

Das International Football Association Board (IFAB), ein Entscheidungs-Gremium für alle Regelfragen, beschloss im schottischen Perthshire, alle technologischen Experimente erstmal zu stoppen.

FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke meinte, es gebe Befürchtungen, die Einführung der Torkamera und des Chip-Balles könnten weitere technische Hilfsmittel nach sich ziehen.

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