Mittwoch, 05.03.2008

Frauen-Fußball

0:1 gegen Dänemark: Erfolgsserie gerissen

Faro/Portugal - Die erfolgsverwöhnten deutschen Weltmeisterinnen sind mit ihrer ersten Niederlage nach fast einem Jahr in den Algarve-Cup gestartet. Die Mannschaft von Bundestrainerin Silvia Neid verlor in Faro überraschend, aber nicht unverdient mit 0:1 (0:0) gegen Dänemark.

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© Getty

Die erste Niederlage für das zuletzt in 15 Spielen seit dem 0:1 gegen Italien am 14. März 2007 unbezwungene DFB-Team besiegelte Mirete Pedersen mit ihrem Treffen in der 46. Minute. In ihrer zweiten Partie treffen die deutschen Frauen wiederum in Faro auf Finnland.

Silvia Neid nahm die Niederlage zum Turnierstart nicht tragisch. "Grundsätzlich hatten wir eine tolle Moral. Wir haben zum Schluss alles probiert. Mit der Niederlage können wir gut umgehen", sagte die Bundestrainerin. "Die Laufbereitschaft war da, aber die Abstimmung hat gefehlt. Viele Dinge haben noch nicht richtig gepasst", räumte Renate Lingor ein.

Rottenberg im Tor

Bei frühlingshaften Temperaturen an der portugiesischen Südküste brachten die laufstarken Däninnen die deutsche von Beginn an gehörig ins Schwitzen. Die Skandinavierinnen, die bei der WM in der Vorrunde gescheitert waren, überzeugten durch ihre gute Raumaufteilung und ihren läuferischen Einsatz.

Martina Müller (13. Minute) per Kopf und Simone Laudehr (15.) mit einem Schuss aus spitzem Winkel vergaben gegen die gut organisierte dänische Defensive die größten Möglichkeiten zur Führung. Im deutschen Tor rettete die von ihrem Kreuzbandriss genesene Silke Rottenberg bei ihrem ersten Einsatz seit 13 Monaten bei einem platzierten Schuss von Camilla Sand (16.) das torlose Remis zur Pause.

Viele Flüchtigkeitsfehler

"Das ist nun mal das Auftaktspiel. Da gibt es noch viele Dinge, die nicht so gutlaufen", sagte WM-OK-Chefin Steffi Jones in der Halbzeitpause. "Das fängt mit dem Aufbauspiel an, da findet man keine Anspielstationen. Und es gibt viele Fehlpässe."

Auch die wegen einer Oberschenkelzerrung ausgefallene Stürmerin Sandra Smisek hatte viele Flüchtigkeitsfehler bei ihren Team-Kolleginnen beobachtet: "Wir müssen ruhiger werden und nicht so kompliziert spielen."

Kalte Dusche nach der Pause

In der zweiten Spielhälfte wurde die Mannschaft um Spielführerin Birgit Prinz nach nicht einmal einer Minute gleich kalt erwischt. Mit einer präzisen Hereingabe von der linken Seite hebelten die Däninnen die deutsche Viererkette aus und Sturmspitze Mirete Pedersen ließ Rottenberg keine Chance.

Die besten Chancen zum Ausgleich vergaben Lena Goeßling (84.) mit einem Distanzschuss an die Latte und Annike Krahn per Kopfball (85.).


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