Der blinde Passagier

Von Andreas Lehner
Mittwoch, 19.03.2008 | 11:46 Uhr
Borussia, Dortmund, BVB
© Getty
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München - Da standen sie nun, die Spieler von Borussia Dortmund, vor der riesigen Südtribüne und sprangen wie wild durcheinander.

Pogo nennt sich das Ganze. Ein Tanz, der ursprünglich aus der Punk-Szene stammt, sich aber mittlerweile auch in den deutschen Stadien flächendeckend verbreitet hat.

In Dortmund hatten sie in dieser Saison bisher jedoch wenig Anlass zu pogen. Denn der BVB spielt in der Bundesliga unterdurchschnittlich und liegt nur auf Platz 13. Kein Wunder also, dass der Verein wie auch die Fans im DFB-Pokal den letzten Strohhalm sahen. "Eine Niederlage hätte uns niemand verziehen - weder die Fans noch wir uns selber", berichtete Mats Hummels.

Kein spielerischer Befreiungsschlag

Deshalb zelebrierten die Fans auch während des Spiels schon den Klassiker "Oh, wie ist das schön". Man merkt, dass das Dortmunder Publikum nach Erfolgen lechzt. Normalerweise würde ein klarer Heimerfolg gegen einen Zweitligisten keine solchen Jubelstürme hervorrufen.

Doch der BVB, seit 2002 ohne Titel und seit 1989 ohne Endspielteilnahme im DFB-Pokal, steckt weiter in der Krise. Denn spielerisch war die Partie gegen den Zweitligavorletzten erneut ein Offenbarungseid.

Selbst die frühe Führung durch Tinga (13.) brachte keine Sicherheit ins Spiel und Jena war über weite Strecken überlegen. Kein Wunder also, dass nicht der BVB sondern Carl Zeiss das Spiel durch die Rote Karte von Jan Simak (51.) quasi selbst entschied.

Durch die Saison gequält

Die Dortmunder quälten sich also durch ihr "Spiel des Jahres" wie sie sich schon durch die komplette Saison quälen. Bereits zum Ende der Hinrunde erklärte Thomas Doll "Wir sind nicht auf Augenhöhe mit den Top 6 der Liga."

Folgerichtig holte der BVB fünf seiner acht Saisonsiege auch gegen Cottbus, Rostock und Bielefeld. Dass sich das Team trotzdem nicht mit Abstiegssorgen herumschlagen muss, ist allein der Schwäche der letzten vier zuzuschreiben.

Mit Glück in den UEFA-Cup

Und auch im DFB-Pokal erhielt der BVB Unterstützung von Fortuna. Nach der 1. Runde bescherte das Glück den Dortmundern vier Heimspiele in Serie sowie im Viertel- und Halbfinale jeweils einen Zweitligisten.

Im Finale können die Dortmunder darauf nun nicht mehr hoffen. Im Berliner Olympiastadion heißt der Gegner Bayern München - der ist dem BVB spielerisch ein gutes Stück voraus.

Dennoch freute man sich in Dortmund diebisch über den 2:0-Sieg der Münchner über den VfL Wolfsburg. Denn doch den Finaleinzug der Bayern, haben sich die Dortmunder trotz schwacher Leistungen fast schon sicher in den UEFA-Cup gemogelt - als blinder Passagier gleichsam, denn der BVB und die europäische Bühne wollen beim derzeitigen Leistungsstand der Gelbschwarzen nicht recht zusammenpassen.

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