Samstag, 26.01.2008

Africa Cup

Nigeria beim Afrika-Cup vor dem Aus

Accra/Ghana - Berti Vogts steht mit seinen "Super Eagles" beim Afrika-Cup vor dem Aus. Nach dem enttäuschenden torlosen Unentschieden gegen Mali in Sekondi (Ghana) belegt die Mannschaft des ehemaligen Fußball-Bundestrainers mit nur einem Punkt den dritten Platz in der Gruppe B hinter der Elfenbeinküste.

Africa Cup, Nigeria, Fußball
© Getty

Den Ivorern gelang gegen das von Reinhard Fabisch trainierte Team von Benin mit einem 4:1 (2:0) der zweite Sieg im zweiten Spie. Mit sechs Punkten ist die Elfenbeinküste bereits weiter, Mali folgt mit vier Zählern und hat die besten Karten, als zweites Team ins Viertelfinale einzuziehen.

Nigeria kann dieses Ziel aus eigener Kraft nicht mehr erreichen: Die Vogts-Truppe muss im letzten Gruppenspiel gegen Benin unbedingt gewinnen und ist auf Schützenhilfe der Ivorer gegen Mali hoffen. Dann würde das Torverhältnis über den zweiten Gruppenplatz entscheiden.

Schon jetzt haben die als Mitfavoriten gehandelten Nigerianer für einen Negativ-Rekord gesorgt: Erstmals gelang ihnen in den ersten zwei Afrika-Cup-Spielen kein Tor. Und das, obwohl Vogts seine Elf nach der Start-Niederlage auf drei Positionen umstellte.

"Noch sind wir im Turnier" 

"Ich weiß, dass es nicht genug ist, nur einen Punkt nach zwei Spielen zu haben. Wir haben jetzt nur noch eine Hoffnung und die ist die Elfenbeinküste und Gott", sagte Vogts noch dem mageren 0:0. Und ergänzte: "Noch sind wir im Turnier und deswegen müssen wir einfach sehen, was passiert."

Beinahe trotzig antworte er bei der folgenden Pressekonferenz auf die Frage nigerianischer Journalisten, ob er zurücktreten werde, wenn sein Team die zweite Runde nicht erreiche: "Warum sollte ich das tun? Ich habe einen Vertrag bis zur WM 2010 und den werde ich erfüllen."

England-Legionär John Mikel Obi vom FC Chelsea, dem es auch nicht gelang, Malis starke Abwehr zu durchbrechen, bleibt ebenfalls nichts anderes übrig, als auf das Weiterkommen zu hoffen: "Wir haben gut gespielt, viele Chancen herausgespielt, aber einfach nicht verwertet. Wir müssen gegen Benin unbedingt treffen und dann auf einen Sieg der Elfenbeinküste hoffen."

Für Benin bedeutet die zweite Niederlage das frühe Turnier-Aus. Schon vor dem Spiel gegen die Elfenbeinküste hatte Fabisch angekündigt, dass er sofort nach dem letzten Spiel zurück nach Deutschland reisen werde. In der Heimat will er sich überlegen, ob er als Nationaltrainer Benins weitermachen wird.


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