Freitag, 04.01.2008

Sportpolitik

Bierhoff ehrt Sieger des Integrationspreises

Sindelfingen - Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff hat die Sieger des erstmals vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) vergebenen Integrationspreises geehrt.

Der ehemalige Fußball-Profi überreichte im Rahmen des internationalen U19-Hallenturnier in Sindelfingen die Auszeichnung des DFB und seines Generalsponsors Mercedes-Benz in drei Kategorien.

Bierhoff würdigte Projekte des Vereins Türkiyemspor Berlin, der St. Norbert-Schule in Vreden (Münsterland) und des Sportkreises Frankfurt/Main. "Der Sport hat mit Sicherheit sehr viel Kraft. Fußball kann ein gutes Mittel zur Integration sein", sagte Bierhoff.

Integration durch Fußball 

Mit dem Preis werden Projekte, die sich für die Integration von Kindern und Jugendlichen durch Fußball einsetzen, geehrt. Aus den Händen von Bierhoff nahmen die Erstplatzierten im Sindelfinger Glaspalast jeweils die Schlüssel für einen Transporter entgegen. Mehr als 200 Projekte hatten sich für den Preis beworben.

Türkiyemspor Berlin e. V., der bekannteste türkisch-stämmige Verein in Deutschland mit ausgeprägter multiethnischen Mitgliederstruktur, baute in Zusammenarbeit mit Schulen, Jugendclubs und Moscheen ein Netzwerk aus Projekten gegen Rassismus auf. Zudem fördert der Klub den Mädchenfußball.

Die katholische Grundschule in Vreden, an der jeder fünfte Schüler einen Migrationshintergrund hat, unterstützt die Integration unter anderem mit einem Fußballkurs.

An der Initiative nehmen zweimal wöchentlich etwa 250 Kinder teil. Der Sportkreis Frankfurt wurde für sein Gallus-Kooperationsprojekt "NEIN zu Rassismus" mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Der Sportkreis hilft, Jugendliche in den Arbeitsmarkt zu integrieren, und motivierte sie, den örtlichen Fußballvereinen beizutreten.


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