Der Iceman: ein zu langsames Strategieopfer

Sonntag, 09.07.2017 | 22:43 Uhr
Kimi Räikkönen fährt seit 2014 für Ferrari in der Formel 1
Advertisement
International Champions Cup
Sa21.07.
Topspiele im Livestream: FCB - PSG und BVB - Liverpool
CSL
Shandong Luneng -
Shanghai SIPG
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Tag 2
Club Friendlies
Besiktas -
Reading
MLB
All-Star Game: National League -
American League
Copa Sudamericana
Lanus -
Junior
J1 League
Hiroshima -
Gamba Osaka
J1 League
Nagasaki -
Kobe
CSL
Guangzhou Evergrande -
Zhicheng
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Tag 3
Club Friendlies
Sion -
Inter Mailand
Club Friendlies
Dynamo Dresden -
Huddersfield
Bucharest Open Women Single
WTA Bukarest: Tag 4
Club Friendlies
Wolverhampton -
Ajax
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Tag 4
Club Friendlies
Blackburn -
Liverpool
MLB
Cardinals @ Cubs
Swedish Open Men Single
ATP Bastad: Viertelfinale
Bucharest Open Women Single
WTA Bukarest: Viertelfinale
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Viertelfinale
Club Friendlies
Besiktas -
Krasnodar
Club Friendlies
SV Werder Bremen -
1. FC Köln
Hall of Fame Tennis Championships Men Single
ATP Newport: Viertelfinale
MLB
Cardinals @ Cubs
Glory Kickboxing
Glory SuperFight Series: New York
MLB
Mets @ Yankees
MLB
Twins @ Royals
Glory Kickboxing
Glory 55: New York
International Champions Cup
Man City -
Borussia Dortmund
MLB
Astros @ Angels
Swedish Open Men Single
ATP Bastad: Halbfinale
CSL
Shanghai SIPG -
Guangzhou Evergrande
Bucharest Open Women Single
WTA Bukarest: Halbfinale
International Champions Cup
FC Bayern München -
PSG
Club Friendlies
TSG Hoffenheim -
QPR
Club Friendlies
Benfica -
FC Sevilla
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Halbfinale
Club Friendlies
Marseille -
Villarreal
MLB
Cardinals @ Cubs
MLB
Mets @ Yankees
World Matchplay
World Matchplay: Tag 1
Hall of Fame Tennis Championships Men Single
ATP Newport: Halbfinale
Club Friendlies
Inter Mailand -
Zenit
MLB
Red Sox @ Tigers
MLB
Astros @ Angels
J1 League
Kobe -
Shonan
J1 League
Tosu -
Sendai
Swedish Open Men Single
ATP Bastad: Finale
CSL
Hebei CFFC -
Jiangsu
World Matchplay
World Matchplay: Tag 2 -
Session 1
Allsvenskan
AIK -
Brommapojkarna
Bucharest Open Women Single
WTA Bukarest: Finale
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Finale
MLB
Twins @ Royals
MLB
Cardinals @ Cubs
World Matchplay
World Matchplay: Tag 2 -
Session 2
Hall of Fame Tennis Championships Men Single
ATP Newport: Finale
International Champions Cup
Liverpool -
Borussia Dortmund
MLB
Astros @ Angels
MLB
Mets @ Yankees
Club Friendlies
Eibar -
Basaksehir
World Matchplay
World Matchplay: Tag 3
MLB
Twins @ Blue Jays
MLB
Yankees @ Rays
MLB
Diamondbacks @ Cubs
MLB
White Sox @ Angels
World Matchplay
World Matchplay: Tag 4
MLB
Red Sox @ Orioles
MLB
Yankees @ Rays
MLB
Diamondbacks @ Cubs
MLB
White Sox @ Angels
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: 3. Tag
Club Friendlies
Leicester -
Akhisarspor
MLB
Yankees @ Rays
MLB
Dodgers @ Phillies
World Matchplay
World Matchplay: Tag 5
Club Friendlies
Huddersfield -
Lyon
Club Friendlies
Marseille -
Real Betis
MLB
Red Sox @ Orioles
International Champions Cup
Juventus -
FC Bayern München
International Champions Cup
Borussia Dortmund -
Benfica
International Champions Cup
Man City -
Liverpool
International Champions Cup
AS Rom -
Tottenham
MLB
White Sox @ Angels
International Champions Cup
AC Mailand -
Man United
Moscow Ladies Open Women Single
WTA Moskau: Tag 4
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: 4. Tag
International Champions Cup
Atletico Madrid -
Arsenal
World Matchplay
World Matchplay: Tag 6
Club Friendlies
Blackburn -
Everton
MLB
White Sox @ Angels
MLB
Royals @ Yankees
MLB
Twins @ Red Sox
MLB
Athletics @ Rangers
Copa Sudamericana
San Lorenzo -
Temuco
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: Viertelfinale
Moscow Ladies Open Women Single
WTA Moskau: Viertelfinale
BB&T Atlanta Open Men Single
ATP Atlanta: Viertelfinale
Club Friendlies
Arminia Bielefeld -
SV Werder Bremen
World Matchplay
World Matchplay: Tag 7
MLB
Royals @ Yankees
MLB
Twins @ Red Sox
MLB
Blue Jays @ White Sox
MLB
Mariners @ Angels
FIVB Beach Volleyball World Tour
Tokio: Tag 4
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: Halbfinale
J1 League
Kobe -
Kashiwa
J1 League
Tosu -
Iwata
Moscow Ladies Open Women Single
WTA Moskau: Halbfinale
CSL
Jiangsu -
Shandong Luneng
International Champions Cup
Arsenal -
PSG
Club Friendlies
FC St. Pauli -
Stoke
MLB
Royals @ Yankees
International Champions Cup
Benfica -
Juventus
World Matchplay
World Matchplay: Tag 8
International Champions Cup
Chelsea -
Inter Mailand
BB&T Atlanta Open Men Single
ATP Atlanta: Halbfinale
MLB
Cubs @ Cardinals
International Champions Cup
Man United -
Liverpool
International Champions Cup
FC Bayern München -
Man City
MLB
Twins @ Red Sox
FIVB Beach Volleyball World Tour
Tokio: Tag 5
MLB
Mariners @ Angels
International Champions Cup
FC Barcelona – Tottenham
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: Finale
CSL
Guangzhou Evergrande -
Chongqing
Moscow Ladies Open Women Single
WTA Moskau: Finale
Club Friendlies
Groningen -
SV Werder Bremen
Allsvenskan
AIK -
Kalmar
MLB
Royals @ Yankees
MLB
Twins @ Red Sox
World Matchplay
World Matchplay: Tag 9
IndyCar Series
Honda Indy 200
MLB
Mariners @ Angels
BB&T Atlanta Open Men Single
ATP Atlanta: Finale
MLB
Cubs @ Cardinals
International Champions Cup
PSG -
Atletico Madrid
Club Friendlies
SV Werder Bremen -
Venlo
MLB
Phillies @ Red Sox

Kimi Räikkönen erlebte beim Großen Preis von Österreich erneut ein durchwachsenes Formel-1-Wochenende. Erst fehlte ihm die nötige Geschwindigkeit, dann fiel er wegen Sebastian Vettel der Ferrari-Strategie zum Opfer. Es ist ein Bild, das sich wiederholt - und bald für neue Spekulationen um seine Zukunft sorgen könnte.

Dass Kimi Räikkönen auch 2017 den Ferrari neben Sebastian Vettel pilotiert, dürfte viele verwundern. Zumindest diejenigen, die den Finnen in den Vorjahren bereits abgeschrieben hatten. Immer wieder sollte die jeweils laufende Saison auch die letzte von Räikkönen in der Formel 1 sein. Immer wieder galt sein Aus in der Königsklasse quasi als besiegelt.

Doch Räikkönen strafte seine Kritiker Lügen. Er schaffte es Jahr für Jahr, seinen italienischen Arbeitgeber zu überzeugen und fährt mittlerweile seine vierte Ferrari-Saison in Folge. Nun, nachdem die erste Halbzeit fast um ist, stellen sich einige Betrachter allerdings erneut die Frage: Wie lange fährt der Iceman noch im roten Renner?

An den bisherigen neun GP-Wochenenden konnte Räikkönen schließlich nur bedingt Plus- und vor allem WM-Punkte sammeln. Während Vettel die Weltmeisterschaft mit 171 Zählern anführt, liegt der Schweiger aus Espoo mit 83 Punkten lediglich auf dem fünften Rang. In jedem Rennen sah Vettel die Zielflagge zuerst und auch in der Quali-Statistik hat Räikkönen das Nachsehen (2:7).

Schon im Frühling zählte Ferrari-Boss Sergio Marchionne seinen Piloten bei motorsport.com öffentlich an, als er ein klärendes Gespräch forderte: "Vielleicht sollten sich Maurizio (Arrivabene, Teamchef; Anm. d. Red) und er einmal an einen Tisch setzen und darüber reden."

Der Rapport soll in der Folge tatsächlich stattgefunden haben. Wirklich geholfen hat er jedoch nicht. Räikkönen fährt Vettel nach wie vor hinterher, mit dem WM-Kampf hat er nichts zu tun und selbst ein GP-Sieg würde in diesen Tagen einer größeren Sensation gleichen.

Kimi Räikkönen ohne Tempo, aber mit viel Pech

Die Gründe dafür sind vielschichtig - und liegen nicht alle in Räikkönens Händen. Ja, dem 37-Jährigen fehlt es oft genug an der nötigen Pace. Meist sind es ein paar Zehntel im Vergleich zu Vettel. Ob er mit zunehmendem Alter schlicht zu langsam ist oder ob der SF70H mehr auf Vettel zugeschnitten ist, kann man dabei nur mutmaßen.

Fakt ist aber auch, dass Räikkönen - wie so oft in seiner Karriere - das nötige Glück fehlt. Beispiel Spanien, wo er am Start von Valtteri Bottas abgeschossen wurde. Beispiel Kanada, wo ihm kurz vor Rennende die Bremsen versagten. Und Beispiel Aserbaidschan, wo er erneut von Bottas getroffen wurde.

Hinzu kommt, dass Ferrari aus Sicht des Weltmeisters von 2007 nicht immer die klügsten Strategie-Entscheidungen trifft. In Österreich gelang es den Ingenieuren beispielsweise nicht, den Undercut vom dicht dahinter fahrenden Lewis Hamilton zu verhindern. Weil der Mercedes-Pilot auf neuen Ultrasofts dann gleich die schnellste Runde in den Asphalt brannte, musste man Räikkönen draußen lassen.

Dies tat die Scuderia bis in Runde 44 hinein. Nicht aber, weil es der schnellste Plan B gewesen wäre. Sondern, weil der Kommandostand die Chance sah, dass man so den eigentlich führenden Bottas blocken und damit Vettel zum Sieg verhelfen könnte.

Der Österreich-GP als Paradebeispiel

Das Rennen in Spielberg ist damit symptomatisch für den Teufelskreis, in den Räikkönen immer wieder hineingezogen wird. Zunächst fehlen ihm - nach einem schwachen Qualifying oder einer schlechten Startphase - eine gute Track Position und ausreichende Rennpace, dann fällt er den Ferrari-Strategen zum Opfer, die ihren Fokus auf Vettel richten.

"Im ersten Abschnitt hatten wir Probleme mit der Balance am Auto", erklärte Räikkönen nach dem Rennen auf dem Red-Bull-Ring die Schwierigkeiten: "Im letzten Stint war der Speed dann gut, aber wir waren zu diesem Zeitpunkt schon zu weit weg, um noch irgendetwas rauszuholen."

In Monaco war es ähnlich, auch wenn hier der Over- und nicht der Undercut zum Erfolg führte. Damals führte Kimi das Rennen an und bog als Erster in die Box ab. Bei freier Fahrt legte Vettel dahinter dann zu und war nach seinem Stopp plötzlich in Front. Wieder war Räikkönen im entscheidenden Moment nicht schnell genug, wieder verpasste er aufgrund der Strategie ein Top-Ergebnis.

Was Räikkönen aus diesen Rennen lernen kann? Wahrscheinlich nicht viel. Ihm dürfte klar sein, dass er in den entscheidenden Momenten schneller fahren muss, damit er Ferrari gar nicht erst die Möglichkeit gibt, ihn als Schachfigur zu nutzen. Und viel wichtiger: Damit er auch für das nächste Jahr einen neuen Vertrag bekommt - wenn er denn will.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung