GP von Spanien, Analyse zum Rennen in Barcelona

Verstappen siegt! Silber schießt sich ab

Von Dominik Geißler
Sonntag, 15.05.2016 | 15:45 Uhr
Verstappen feierte seinen ersten Formel-1-Sieg
© getty
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Max Verstappen hat beim den Großen Preis von Spanien für eine Sensation gesorgt und das erste Formel-1-Rennen seiner Karriere gewonnen. Der Red-Bull-Pilot profitierte dabei von einer Kollision zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton in der Startphase. Kimi Räikkönen kam knapp hinter Verstappen ins Ziel, Sebastian Vettel komplettierte das Podium.

Rosberg setzte sich nach dem Start gegen Hamilton durch, der Weltmeister versuchte sofort zu kontern. Weil der WM-Führende die Tür zuschmiss, musste Hamilton ins Gras ausweichen. Hamilton verlor die Kontrolle über seinen Boliden und drehte sich in Rosberg rein.

Somit gingen die Red Bulls und Ferraris in Führung. Das Quartett lieferte sich einen Strategiepoker, bei dem Verstappen und Räikkönen das bessere Ende für sich hatten. Daniel Ricciardo erlitt in der vorletzten Runde ein Reifenplatzer, sodass er seinen vierten Platz nur noch verwalten konnte.

Die Top 10 komplettierten Valtteri Bottas im Williams, Carlos Sainz Jr. im Toro Rosso sowie Sergio Perez, Felipe Massa, Jenson Button und Daniil Kvyat. Nico Hülkenberg schied mit einem Motorschaden frühzeitig aus. Pascal Wehrlein wurde im unterlegenden Manor 16.

In der Weltmeisterschaft zog Räikkönen an Hamilton vorbei. Der Finne steht jetzt bei 61 Punkten, der amtierende Champion bei 57. Dahinter folgen Vettel und Ricciardo (beide 48) sowie Verstappen (38). Rosberg trohnt mit 100 Zählern weiter ganz oben.

Die Reaktionen:

Max Verstappen (Red Bull): "Es ist fühlt sich unglaublich an! Es war ein super Rennen, ich muss dem Team danken. Es ist toll, dass sie mir gleich im ersten Rennen so ein Auto hingestellt haben."

Kimi Räikkönen (Ferrari): "Ich freue mich für Max. Wir haben unser Bestes gegeben, ich war schnell, kam aber nicht nah genug ran. Ich hab es immer wieder versucht, aber es sollte nicht sein. Das ist Racing."

Sebastian Vettel (Ferrari): "Herzlichen Glückwunsch an Max. Klar wären wir gerne näher dran gewesen. Wir haben eine alternative Strategie probiert, das ist leider nicht aufgefallen. Heute ist Max' Tag!"

Der Spielfilm:

Vor dem Start: Nach zwei Qualifying-Debakel lief es für Hamilton am Samstag perfekt. Er geht von der Pole ins Rennen, hinter ihm stehen Rosberg und die beiden Red Bull. Von Strafen bleibt das gesamte Fahrerfeld diesmal verschont.

Start: Rosberg saugt sich im Windschatten an Hamilton heran und zieht außen in Kurve eins vorbei. Stark! Doch dann kommt Hamilton besser aus Kurve drei heraus und will sich innen danebenquetschen. Rosberg macht die Tür zu, Hamilton muss aufs Gras, kommt ins Schleudern - und rutscht in Rosberg rein! Doppelausfall! Beide Mercedes-Piloten sind raus! Unglaublich... Erinnerungen an Spa 2014 kommen hoch.

Runde 1: Safety Car! Die beiden Red Bull profitieren vom "Krieg der Sterne", Ricciardo führt vor Verstappen. Sainz erwischt einen Wunder-Start und rückt auf Platz drei vor. Dahinter Vettel und Räikkönen.

Runde 3: Das Safety Car kommt rein. Alle erwischen einen guten Restart - keine Positiovsveränderungen an der Spitze.

Runde 5: Vettel kommt nicht an Sainz vorbei, sodass die beiden Red Bull sich Stück für Stück entfernen können. Riecht verdammt noch einem österreichischen Doppelsieg!

Runde 7: Erste Attacke von Vettel! Doch Sainz blockt den viermaligen Weltmeister in Kurve eins ab.

Runde 8: Vettel saugt sich mit DRS an den Toro Rosso heran, fährt Zickzack, um dann innen vorbeizugehen! Viel Risiko, aber stark gemacht! Währenddessen muss Kvyat seine Position an Hülkenberg zurückgeben - der Russe hatte den Emmericher in der Safety-Car-Phase überholt.

Runde 9: Räikkönen versucht es außen in Kurve eins bei Sainz, doch der hält dagegen - Kimi muss in die Auslaufzone.

Runde 11: Einige Fahrer holen sich bereits neue Reifen. Sainz, Massa, Hülkenberg - sie alle waren schon drin. Jetzt kommt auf Ricciardo. Der Red-Bull-Pilot wird seine Führung damit natürlich erst einmal abgeben.

Runde 12: Verstappen liegt auf Platz eins. Der 18-Jährige ist damit der erste Niederländer, der Führungsrunden sammelt. Nun muss aber auch er in die Box. Er reiht sich wieder hinter seinen Teamkollegen ein.

Runde 15: Vettel kommt als Letzter der Führungsgruppe in die Box und holt sich ebenfalls weiße Gummis. Die alternative Taktik bringt ihm bisher nichts, er reiht sich wieder hinter den beiden Red Bull ein.

Runde 20: Im Vergleich zum Qualifying läuft der Ferrari gut. Vettel macht Meter für Meter Boden auf das Red-Bull-Duo gut. Wir dürfen uns auf einen spannenden Kampf einstellen! Dahinter fährt Räikkönen, Bottas, Sainz und Perez.

Runde 22: Hülkenberg brennt! Zumindest sein Force India. Der Deutsche muss auf Position 11 liegend das Rennen beenden. Vettel hält rund eine Sekunde Abstand zu Verstappen und schaut sich das Geschehen erst einmal an.

Runde 26: Das Spitzen-Trio liegt immer noch knapp beinander, doch einen Angriff wagt niemand. Währenddessen kommt Massa, der sich nach seiner verpatzten Quali schon auf Platz 10 vorgearbeitet hat, zum zweiten Stopp.

Runde 28: Ricciardo kommt an die Box, diesmal holt er sich die gelben Reifen. Sieht nach einer klaren Drei-Stopp-Strategie aus. Eine Runde später kontert Vettel mit derselben Taktik. Verstappen und Räikkönen bleiben draußen.

Runde 35: Verstappen besucht seine Mechaniker, wechselt wie erwartet auf weiß. Kann der Niederländer durchfahren? Räikkönen folgt mit der selben Idee einen Umlauf später.

Runde 37: Ferraris Mechaniker rücken mit neuen Reifen aus der Garage, täuschen einen erneuten Boxenstopp aber nur vor. Laut FIA ist das verboten.

Runde 38: Jetzt kommt Vettel aber wirklich rein! Er holt sich frische weiße Reifen - interessante Taktik. Ob sie aufgeht?

Runde 44: Ricciardo kommt an die Box und fällt deutlich hinter Vettel zurück. Die Frage ist, ob die Reifen des Heppenheimers bis zum Ende ihr Niveau halten können?

Runde 46: Räikkönen schließt zu Verstappen auf, zum Überholmanöver kann er aber nicht ansetzen. Gewinnt hier etwa wirklich der Youngster? Alonso muss seinen Wagen beim Heimspiel währenddessen abstellen - mal wieder ein Motorschaden.

Runde 51: Ricciardo klopft langsam aber sicher bei Vettel an. Wir haben also ein doppeltes Red-Bull-Ferrari-Duell, nur jeweils mit anderen Vorzeichen.

Runde 54: Der Iceman hängt immer noch hinter Verstappen. Der Ferrari-Pilot scheint schneller zu können, doch Verstappen kommt immer wieder gut aus der letzten Kurve heraus und vereitelt damit alle Überholmanöver.

Runde 56: Ein kurzer Überblick, wie es hinter dem Führungsquartett aussieht: Bottas hält den fünften Rang, dahinter folgen Sainz, Perez und Gutierrez.

Runde 59: Ricciardo attackiert Vettel am Ende der Startziel! Der Australier bremst sehr spät, quetscht sich neben den Ferrari, kriegt die Kurve aber nicht ganz. Vettel bleibt vorne und beschwert sich über das riskante Manöver seines Kontrahenten.

Runde 65: Bitter! Daniel Ricciardo wird langsamer - Reifenschaden! Er bleibt aber immerhin Vierter.

Ziel: Sensation! Nach 66 Runden gewinnt Verstappen vor Räikönen. Vettel komplettiert das Podium.

Mann des Rennens: Max Verstappen. Der 18-Jährige zeigte sich von allem Druck, der auf ihm lastet, unbeeindruckt. Vielmehr bewies er, warum Red Bull ihn ins A-Team zog. Fehlerlos absolvierte er die 66 Runden und ließ sich auch von dem hinter ihm fahrenden Räikkönen nicht aus der Ruhe bringen. Jüngster Grand-Prix-Sieger aller Zeiten!

Flop des Rennens: Mercedes. Kaum kommt es zum Duell zwischen Hamilton und Rosberg, kracht es. Die Schuldfrage ist noch nicht final zu beantworten, denn Rosberg machte sehr spät die Tür zu, während Hamiltons Attacke etwas kopflos wirkte. Von einem dreimaligen Weltmeister und einem Fahrer, der WM-Ambitionen hat, sollte man mehr erwarten dürfen. Der Krieg der Sterne kostete Mercedes wohl 43 Punkte.

Das fiel auf:

  • Red Bull und Ferrari zeigten einen Strategiepoker der Extraklasse. Ricciardo und Vettel gingen klar auf drei Stopps, Verstappen und Räikkönen auf zwei. Vettel überraschte dabei mit einem frühen dritten Stopp - ein extremer Undercut, der sich am Ende aber nicht als die beste Lösung herausstellte.
  • Im Vergleich zum Qualifying ging der Ferrari wieder besser. Die etwas niedrigeren Streckentemperaturen dürften den Roten in die Karten gespielt haben.
  • Verstappen war zwar theoretisch langsamer als Räikkönen, nutzte aber die starke Traktion und den Topspeed des Red Bulls, um vor dem Finnen zu bleiben. Entscheidend war dabei, dass der Youngster über das gesamte Rennen fehlerlos blieb.

Die Formel-1-WM 2016 im Überblick

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