Freitag, 28.10.2016

Freitagstrainings zum Mexiko-GP der Formel 1

Überraschung! Vettel schneller als Mercedes

Weltmeister Lewis Hamilton präsentiert sich weiter in guter Form, hat die Jagd auf seinen Mercedes-Teamrivalen Nico Rosberg noch längst nicht aufgegeben - und Sebastian Vettel bewirbt sich in diesem Titelkrimi der Formel 1 ziemlich überraschend um eine wichtige Nebenrolle. Der Ferrari-Pilot beeindruckte im freien Training zum Großen Preis von Mexiko (alle Sessions im LIVETICKER) am Freitag mit der Tagesbestzeit und verwies die Silberpfeile auf die Ränge zwei und drei.

Weltmeister Lewis Hamilton präsentiert sich weiter in guter Form, hat die Jagd auf seinen Mercedes-Teamrivalen Nico Rosberg noch längst nicht aufgegeben - und Sebastian Vettel bewirbt sich in diesem Titelkrimi der Formel 1 ziemlich überraschend um eine wichtige Nebenrolle. Der Ferrari-Pilot beeindruckte im freien Training zum Großen Preis von Mexiko am Freitag mit der Tagesbestzeit und verwies die Silberpfeile auf die Ränge zwei und drei.

In 1:19,790 Minuten umrundete Vettel den Kurs in Mexiko-Stadt, damit war er vier Tausendstel schneller als Hamilton. Trotzdem schien der Heppenheimer während des Trainings nicht wirklich zufrieden zu sein. Als McLaren-Honda-Pilot Fernando Alonso für Vettels Geschmack etwas zu langsam vor ihm her fuhr, beschimpfte er ihn als "Idioten".

Alonso selbst reagierte auf die Beleidigung aber gelassen: "Ich habe gehört, was Vettel über den Funk gesagt hat, aber ich mache kein Problem daraus. Er durchlebt im Moment eine schwierige Zeit für sich und für Ferrari, von daher müssen wir ihm vergeben."

Nach der Session zeigte sich Vettel dann wieder entspannter. Er hatte einen "guten Tag. Es ist schön, hier mal Erster zu sein, aber das heißt im Training natürlich noch gar nichts. Wir hatten aber hier auch im letzten Jahr schon einen guten Speed, vielleicht liegt uns die Strecke irgendwie."

Hamilton deutlich vor Rosberg

Hamilton machte derweil über den gesamten Tag einen starken Eindruck und distanzierte WM-Spitzenreiter Rosberg um mehr als vier Zehntel. Der Deutsche kann theoretisch schon nach dem Rennen am Sonntag (20.00 Uhr) vorzeitig Weltmeister sein - kam am Freitag aber nur langsam in Schwung.

Das Ergebnis des 2. Freien Trainings in der Übersicht

Reifen-Tests: Dicke Dinger sind Pflicht!
Dicke, fette Brocken! Mercedes darf endlich die neuen Reifen für 2017 testen. Der Unterschied zu den aktuellen Pneus ist gewaltig
© pirelli
1/14
Dicke, fette Brocken! Mercedes darf endlich die neuen Reifen für 2017 testen. Der Unterschied zu den aktuellen Pneus ist gewaltig
/de/sport/diashows/1608/formel1/pirelli/reifen-2017-test-ferrari-red-bull-mercedes.html
Die neuen Hinterreifen nehmen um 8 Zentimeter zu - von 325 auf 405 Millimeter. Und vorne? Da sind's immer 6 Zentimeter - 305 Millimeter ist dann der Standard
© pirelli
2/14
Die neuen Hinterreifen nehmen um 8 Zentimeter zu - von 325 auf 405 Millimeter. Und vorne? Da sind's immer 6 Zentimeter - 305 Millimeter ist dann der Standard
/de/sport/diashows/1608/formel1/pirelli/reifen-2017-test-ferrari-red-bull-mercedes,seite=2.html
Auch von vorne sehen die Walzen deftig breit aus
© Pirelli
3/14
Auch von vorne sehen die Walzen deftig breit aus
/de/sport/diashows/1608/formel1/pirelli/reifen-2017-test-ferrari-red-bull-mercedes,seite=3.html
Weil weder Rosberg noch Hamilton das neue Schwarze Gold testen wollten, darf Pascal Wehrlein im 2015er-Mercedes ran. Vor allem die Hinterreifen wirken mächtig!
© pirelli
4/14
Weil weder Rosberg noch Hamilton das neue Schwarze Gold testen wollten, darf Pascal Wehrlein im 2015er-Mercedes ran. Vor allem die Hinterreifen wirken mächtig!
/de/sport/diashows/1608/formel1/pirelli/reifen-2017-test-ferrari-red-bull-mercedes,seite=4.html
Nächstes Jahr sollen die Autos rund vier Sekunden schneller werden. Dicke Dinger sind da natürlich Pflicht
© pirelli
5/14
Nächstes Jahr sollen die Autos rund vier Sekunden schneller werden. Dicke Dinger sind da natürlich Pflicht
/de/sport/diashows/1608/formel1/pirelli/reifen-2017-test-ferrari-red-bull-mercedes,seite=5.html
Nachdem Vettel und Gutierrez bereits im August für Ferrari testen durften, übt sich nun auch der Iceman auf den neuen Pirellis. Steht ihm, oder?
© pirelli
6/14
Nachdem Vettel und Gutierrez bereits im August für Ferrari testen durften, übt sich nun auch der Iceman auf den neuen Pirellis. Steht ihm, oder?
/de/sport/diashows/1608/formel1/pirelli/reifen-2017-test-ferrari-red-bull-mercedes,seite=6.html
Hier macht sich Sebastian Vettel für seinen Test in Fiorano bereit. Machohaftes Desgin - das dürfte dem Traditionsliebhaber gefallen
© pirelli
7/14
Hier macht sich Sebastian Vettel für seinen Test in Fiorano bereit. Machohaftes Desgin - das dürfte dem Traditionsliebhaber gefallen
/de/sport/diashows/1608/formel1/pirelli/reifen-2017-test-ferrari-red-bull-mercedes,seite=7.html
Sebastian Vettel steuerte den Ferrari der Saison 2015 mit getuntem Heckflügel und breiten Schlappen über die hauseigene Scuderia-Strecke
© pirelli
8/14
Sebastian Vettel steuerte den Ferrari der Saison 2015 mit getuntem Heckflügel und breiten Schlappen über die hauseigene Scuderia-Strecke
/de/sport/diashows/1608/formel1/pirelli/reifen-2017-test-ferrari-red-bull-mercedes,seite=8.html
Der Flügel musste aufgepolstert werden, um das Downforce-Level der neuen Autos zu simulieren. 2017 werden die Flügel weit weniger hoch aufragen - zusammen mit den Reifen ein imposantes Bild
© pirelli
9/14
Der Flügel musste aufgepolstert werden, um das Downforce-Level der neuen Autos zu simulieren. 2017 werden die Flügel weit weniger hoch aufragen - zusammen mit den Reifen ein imposantes Bild
/de/sport/diashows/1608/formel1/pirelli/reifen-2017-test-ferrari-red-bull-mercedes,seite=9.html
Die Italiener hatten in Monaco am Samstag vor der Quali erstmals gezeigt, wie die Autos 2017 ungefähr aussehen
© pirelli
10/14
Die Italiener hatten in Monaco am Samstag vor der Quali erstmals gezeigt, wie die Autos 2017 ungefähr aussehen
/de/sport/diashows/1608/formel1/pirelli/reifen-2017-test-ferrari-red-bull-mercedes,seite=10.html
Richtig dicke Schlappen an der Hinterachse - richtig dicke! Da läuft jedem Formel-1-Fan das Wasser im Mund zusammen
© pirelli
11/14
Richtig dicke Schlappen an der Hinterachse - richtig dicke! Da läuft jedem Formel-1-Fan das Wasser im Mund zusammen
/de/sport/diashows/1608/formel1/pirelli/reifen-2017-test-ferrari-red-bull-mercedes,seite=11.html
Pirelli hatte die neuen Reifen nicht einfach an ein aktuelles Auto geschraubt, sondern die Abmessungen aller Teile ans 2017er Reglement angelehnt
© xpb
12/14
Pirelli hatte die neuen Reifen nicht einfach an ein aktuelles Auto geschraubt, sondern die Abmessungen aller Teile ans 2017er Reglement angelehnt
/de/sport/diashows/1608/formel1/pirelli/reifen-2017-test-ferrari-red-bull-mercedes,seite=12.html
Eine Meinung dazu: Danke! Das sieht endlich wieder nach echten Formel-1-Reifen aus
© pirelli
13/14
Eine Meinung dazu: Danke! Das sieht endlich wieder nach echten Formel-1-Reifen aus
/de/sport/diashows/1608/formel1/pirelli/reifen-2017-test-ferrari-red-bull-mercedes,seite=13.html
Selbst Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene und Kompagnon Gene Haas wollten sich diesen Anblick nicht entgehen lassen. Verständlich!
© getty
14/14
Selbst Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene und Kompagnon Gene Haas wollten sich diesen Anblick nicht entgehen lassen. Verständlich!
/de/sport/diashows/1608/formel1/pirelli/reifen-2017-test-ferrari-red-bull-mercedes,seite=14.html
 

"Solange mein Herz schlägt und es noch eine Chance auf den Titel gibt, werde ich darum kämpfen", hatte Hamilton vor dem Training gesagt. Rosberg weigerte sich indes weiterhin, über die WM zu sprechen. "Natürlich spüre ich Anspannung - wie vor jedem anderen Grand Prix auch", sagte er lediglich.

Nico Hülkenberg im Force India wurde starker Sechster. Die hochgehandelten Red Bulls hatten dagegen zum Auftakt Probleme, ihre Reifen auf Temperatur zu bringen. Der Australier Daniel Ricciardo wurde letztlich Fünfter, der niederländische Teenager Max Verstappen belegte Rang sieben. Eigentlich galt Red Bull als größter Herausforderer von Mercedes, nach den Eindrücken vom Freitag ist in Mexiko aber auch mit Ferrari zu rechnen. Pascal Wehrlein (Worndorf) holte im Manor den ordentlichen 17. Platz.

Ausgangslage im WM-Duell

Die Ausgangslage im WM-Duell ist indes klar: Gewinnt Rosberg am Sonntag und Hamilton wird höchstens Zehnter - im Klartext also: Hamilton scheidet aus - dann ist der Deutsche Weltmeister. Andersherum würde allerdings auch ein Ausfall Rosbergs am Sonntag die Uhren zwei Rennen vor Schluss quasi auf null stellen.

Eine gewisse Sorge vor einem solchen Szenario bei Mercedes ist daher momentan greifbar. Niemand will, dass die WM so kurz vor Schluss durch mangelnde Zuverlässigkeit entschieden wird.

Auf dem Autodromo Hermanos Rodríguez sind Autos und Ingenieure ohnehin in besonderer Weise gefordert: Der Kurs in Mexiko-Stadt liegt rund 2200 Meter über dem Meeresspiegel, er ist damit der mit Abstand höchstgelegene im Kalender. In der dünnen Luft ist es "schwierig für das Auto, das ist definitiv am Limit", sagte Rosberg.

Hamilton als gebranntes Kind

Vor allem Hamilton sieht sich in dieser Hinsicht als gebranntes Kind. "Ich hoffe und bete, dass mein Auto in den verbleibenden Rennen stabil ist", sagte der Engländer. Vor allem im Qualifying hatte die Technik Hamilton in diesem Jahr des öfteren im Stich gelassen, in Malaysia nahm ihm zudem ein Motorschaden den sicheren Sieg. "Mir ist mehr passiert als auf der anderen Seite der Garage", sagt Hamilton, und die Angst vor weiteren Defekten begleite ihn nun ständig: "Das hört nicht auf, das wird bis zum Zielstrich in Abu Dhabi weitergehen."

Allerdings könnte schon an diesem Wochenende auch das Wetter eine große Rolle im WM-Duell spielen. Außentemperaturen von nur 16 Grad und ein wolkenverhangener Himmel am Freitagvormittag gaben schon mal einen Vorgeschmack - für den Rennsonntag ist Regen nicht unwahrscheinlich.

Formel 1: Kalender und WM-Stand 2016 im Überblick

SID/SPOX

Diskutieren Drucken Startseite
Trend

Breitere Reifen, breitere Autos. Wir die Formel 1 durchs neue Reglement spannender?

Michael Schumacher wurde 1997 mit einem zwei Meter breiten Ferrari Weltmeister in der Formel 1
Ja
Nein
Interessiert mich nicht

www.performgroup.com

Copyright © 2016 SPOX. Alle Rechte vorbehalten.