Formel 1

Vettel droht Strafe - Rosberg vorn

SID
Sebastian Vettel wurde im 3. Freien Training von Kanada nur Achter
© getty

Formel-1-Vizeweltmeister Nico Rosberg hat im 3. Freien Training zum Großen Preis von Kanada (alle Sessions im LIVE-TICKER) für ein Ausrufezeichen gesorgt. Der deutsche Mercedes-Pilot sicherte sich im mehrfach unterbrochenen Abschlusstraining vor dem Qualifying in Montreal in 1:15,660 Minuten die Bestzeit vor Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen. Weltmeister Lewis Hamilton beendete die Session auf Platz 20.

Der Champion kämpfte die gesamte Session mit Problemen. Er klagte, dass sich seine Bremsen anders verhalten würden als noch am Freitag. So leistete er sich mehrere Ausrutscher und Verbremser und bekam keine einzige gute Runde zustande.

Das Ergebnis des 3. Freien Trainings

Sebastian Vettel kam im zweiten Ferrari nicht über Platz 8 hinaus. Schneller waren Romain Grosjean (Lotus), Valtteri Bottas (Williams), Sergio Perez (Force India), Daniil Kvyat (Toro Rosso) und Felipe Massa (Williams), die die Plätze 3 bis 7 belegten.

Auf den härteren, weichen Reifen hatte sich zu Beginn der Session Kimi Räikkönen den ersten Platz gesichert. Mit gebrauchten Slicks fuhr der Finne im Ferrari den minimalst möglichen Vorsprung von 0,001 Sekunden auf Rosberg heraus.

Vettel droht Strafversetzung

Vettel droht unterdessen eine Strafversetzung. Er überholte auf dem Weg zur Box einen Manor, während Rote Flaggen geschwenkt wurden. Das ist aus Sicherheitsgründen nur erlaubt, wenn der zu überholende Pilot den hinterherfahrenden vorbeiwinkt. Das tat der Manor-Pilot allerdings nicht. Wird Vettels Verhalten den Stewards angezeigt, müssen diese sich mit dem Vorfall beschäftigen.

Einen Schreckmoment gab es nach 47 Minuten. Das Training musste per Roter Flagge unterbrochen werden. Felipe Nasr verlor beim Zick-Zack-Fahren zum Aufwärmen seiner Reifen die Kontrolle über seinen Sauber und krachte frontal heftig in die Mauer.

Ob der unverletzte Brasilianer nach dem individuellen Fehler am Nachmittag im Qualifying starten kann, ist nun fraglich. Die gesamte Frontpartie und die Vorderrad-Aufhängung muss der Schweizer Rennstall unter immensem Zeitdruck ersetzen. Ist das Monocoque beschädigt, wird das Auto wohl erst am Sonntag zum Rennen bereit sein.

McLaren-Probleme setzen sich fort

Andere Probleme gab es bei McLaren-Honda. Das Auto von Fernando Alonso wurde während der Session komplett zerlegt, erst in der Schlussphase durfte der Spanier ins Cockpit. Der Motor ging nach dem Starten aber direkt wieder aus. Für den japanischen Motorenhersteller ein immenser Rückschlag.

Sie hatten vor dem Kanada-GP zwei Entwicklungstoken gezogen, um ihre Antriebseinheit zu verbessern. Alonsos Teamkollege Jenson Buttons konnte zwar fahren, stellte sein Auto aber sechs Minuten vor Schluss am Streckenrand ab, was zur nächsten Roten Flagge führte. Die Session wurde anschließend nicht mehr gestartet.

McLarten untersuchte das Problem anschließend und stellte ein Problem mit dem Energierückgewinnungssystem fest. Die Konsequent: Der Weltmeister des Jahres 2009 konnte nicht am Qualifying teilnehmen.

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