Donnerstag, 09.04.2015

China-GP kompakt

Malaysia on the rocks

Dritter Lauf der Formel-1-WM 2015: Der Große Preis von China (alle Sessions im LIVE-TICKER) findet außerhalb von Shanghai im Smog der Millionen-Metropole statt und fordert die Autos mit grundverschiedenen Sektoren. Eigentlich ähnelt der Kurs dem in Malaysia, doch ein entscheidender Punkt ändert die Herausforderung komplett.

Rubens Barrichello gewann 2004 den ersten China-GP für Ferrari und duschte seinen Boss Luca di Montezemolo
© getty
Rubens Barrichello gewann 2004 den ersten China-GP für Ferrari und duschte seinen Boss Luca di Montezemolo

Streckendaten:

  • Name: Shanghai International Circuit
  • Ort: Shanghai
  • Länge: 5,451 Kilometer
  • Runden: 56
  • Renndistanz: 305,256 Kilometer
  • Kurven: 9 Rechtskurven, 7 Linkskurven

Darauf kommt es an: Der Kurs in China stellt vom Layout her ähnliche Ansprüche an die Autos wie der in Malaysia - nur ohne die tropische Hitze. Es gibt einen Mix aus langsamen und schnellen Kurven mit Kräften bis zu 3,8 G bei unheimlich breiter Strecke, sowie eine mehr als einen Kilometer lange Gerade.

GP-Rechner: Jetzt den China-GP und die ganze Saison durchtippen!

Fahrerisch ist die Piste nahe Shanghai also schon im Trockenen anspruchsvoll und abwechslungsreich. Turn 1 fordert die Fahrer durch die Bodenwellen heraus und wird immer enger, weshalb die Fahrer den folgenden Linksknick noch in der "Schneckenkurve" anbremsen müssen. Im Mittelabschnitt ist statt dem Bremsverhalten dagegen durch die schnellen Kurven eine gute Balance und nach Turn 7 ein ausgezeichnetes Verhalten beim Lastenwechsel gefragt.

Dank der Breite des Kurses und der langen Gegengerade ist Überholen noch nie ein großes Problem gewesen. Kurve 14 hat in den vergangenen Jahren immer für viel Action gesorgt - gerade durch die vorangehende DRS-Zone und die schwierige, überhöhte Kurve 13, in der das Auto nervös wird. Zudem kann der Klappflügel auch auf der Start-Ziel-Geraden eingesetzt werden.

Kleines Schmankerl am Rande: Lewis Hamilton kann beruhigt schlafen: Das Kiesbett am Rande der Boxenzufahrt, in dem er 2007 den Titel wegschmiss wurde mit Asphalt aufgeschüttet.

Reifen:

Soft und Medium. China ist speziell. Während auf den meisten Strecken durch abrupte Beschleunigung der Hinterreifen stark strapaziert wird, müssen die Piloten in Shanghai auf die vorderen Slicks aufpassen. Dreiviertel der Strecke besteht aus Kurvenfahrten. Da mit dem Uhrzeigersinn gefahren wird, besteht vor allem links die Gefahr von Graining, der Blasenbildung an der Gummioberfläche. Ohne Probleme erwartet Pirelli, dass die Fahrer auf der härteren Mischung 1,2 bis 1,4 Sekunden pro Runde langsamer sind.

"Das Wetter in China ist meist schwer vorherzusagen. Gleichwohl können wir deutlich kühlere Temperaturen erwarten als in Malaysia. Während sich die Witterungsbedingungen im vergangenen Jahr als ziemlich konstant erwiesen, hatte es in den Jahren zuvor erhebliche Schwankungen gegeben. Das Wetter wird also eine beachtliche Variable sein", sagt Motorsportdirektor Paul Hembery: "Was die Strategie betrifft, erwarten wir ein Zweistopprennen."

Wetter-Prognose:

  • Freitag: bewölkt, 15 Grad, 0 Prozent Regenrisiko
  • Samstag: bewölkt, 14 Grad, 0 Prozent Regenrisiko
  • Sonntag: bewölkt, 20 Grad, 0 Prozent Regenrisiko

Die OPTA-Facts zum Rennen:

  • Pastor Maldonado fuhr in Australien und Malaysia die Grands Prix nicht zu Ende. Das ist normal: In all seinen fünf Jahren in der Formel 1 schaffte er es jeweils erst beim dritten Rennen ins Ziel.
  • Sebastian Vettel hat mit 24 Siegen mehr Rennen in Asien gewonnen als jeder andere Formel-1-Pilot. In China siegte er aber nur im Jahr 2009. Bei einem neuerlichen Triumph würde er mit 41 gewonnenen Grands Prix mit Ayrton Senna gleichziehen, dabei ist der Deutsche bei 20 Rennen weniger gestartet.
  • China ist das Territorium von Lewis Hamilton: Er holte die meisten Sieg (3), die meisten Pole Positions (4), die meisten schnellsten Rennrunden (2) und die größte Anzahl an Podiumsplätzen (6).
  • Der erfolgreichste Rennstall im Reich der Mitte ist Ferrari mit vier Siegen. Red Bull und Mercedes waren im Qualifying mit je drei Poles am erfolgreichsten, die Silberpfeile fuhren sie in den letzten Jahren in Folge ein. Davor stand Vettel drei Mal auf Startplatz 1.
  • Die Pole Position ist extrem wichtig: Michael Schumacher (2006) und Kimi Räikkönen (2009) waren bei elf Grands Prix in der Volksrepublik die einzigen Piloten, die das Rennen ohne den besten Startplatz gewannen.

Statistik:

  • Sieger 2014: Lewis Hamilton (Mercedes), 1:33:28,338 Stunden
  • Pole-Position 2014: Lewis Hamilton (Mercedes), 1:53,860 Minuten
  • Schnellste Rennrunde 2014: Nico Rosberg (Mercedes), 1:40,402 Minuten
Abu-Dhabi-GP
  • Rekordsieger: Lewis Hamilton (2008, 2011, 2014)

Zeitplan:

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