Den nächsten Level erreicht

Montag, 24.11.2014 | 17:34 Uhr
Rosberg akzeptierte die Niederlage gegen Hamilton in Abu Dhabi ohne Murren
© mercedes amg petronas
Advertisement
International Champions Cup
Sa21.07.
Topspiele im Livestream: FCB - PSG und BVB - Liverpool
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Tag 3
Club Friendlies
Sion -
Inter Mailand
Club Friendlies
Dynamo Dresden -
Huddersfield
Bucharest Open Women Single
WTA Bukarest: Tag 4
Club Friendlies
Wolverhampton -
Ajax
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Tag 4
Club Friendlies
Blackburn -
Liverpool
MLB
Cardinals @ Cubs
Swedish Open Men Single
ATP Bastad: Viertelfinale
Bucharest Open Women Single
WTA Bukarest: Viertelfinale
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Viertelfinale
Club Friendlies
Besiktas -
Krasnodar
Club Friendlies
SV Werder Bremen -
1. FC Köln
Hall of Fame Tennis Championships Men Single
ATP Newport: Viertelfinale
MLB
Cardinals @ Cubs
Glory Kickboxing
Glory SuperFight Series: New York
MLB
Mets @ Yankees
MLB
Twins @ Royals
International Champions Cup
Man City -
Borussia Dortmund
Glory Kickboxing
Glory 55: New York
MLB
Astros @ Angels
Swedish Open Men Single
ATP Bastad: Halbfinale
CSL
Shanghai SIPG -
Guangzhou Evergrande
Bucharest Open Women Single
WTA Bukarest: Halbfinale
International Champions Cup
FC Bayern München -
PSG
Club Friendlies
TSG Hoffenheim -
QPR
Club Friendlies
Benfica -
FC Sevilla
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Halbfinale
Club Friendlies
Marseille -
Villarreal
MLB
Cardinals @ Cubs
MLB
Mets @ Yankees
World Matchplay
World Matchplay: Tag 1
Hall of Fame Tennis Championships Men Single
ATP Newport: Halbfinale
Club Friendlies
Inter Mailand -
Zenit
MLB
Red Sox @ Tigers
MLB
Astros @ Angels
J1 League
Kobe -
Shonan
J1 League
Tosu -
Sendai
Swedish Open Men Single
ATP Bastad: Finale
CSL
Hebei CFFC -
Jiangsu
World Matchplay
World Matchplay: Tag 2 -
Session 1
Allsvenskan
AIK -
Brommapojkarna
Bucharest Open Women Single
WTA Bukarest: Finale
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Finale
MLB
Twins @ Royals
MLB
Cardinals @ Cubs
World Matchplay
World Matchplay: Tag 2 -
Session 2
Hall of Fame Tennis Championships Men Single
ATP Newport: Finale
International Champions Cup
Liverpool -
Borussia Dortmund
MLB
Astros @ Angels
MLB
Mets @ Yankees
Club Friendlies
Eibar -
Basaksehir
World Matchplay
World Matchplay: Tag 3
MLB
Twins @ Blue Jays
MLB
Yankees @ Rays
MLB
Diamondbacks @ Cubs
MLB
White Sox @ Angels
World Matchplay
World Matchplay: Tag 4
MLB
Red Sox @ Orioles
MLB
Yankees @ Rays
MLB
Diamondbacks @ Cubs
MLB
White Sox @ Angels
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: 3. Tag
Club Friendlies
Leicester -
Akhisarspor
MLB
Yankees @ Rays
MLB
Dodgers @ Phillies
World Matchplay
World Matchplay: Tag 5
Club Friendlies
Huddersfield -
Lyon
Club Friendlies
Marseille -
Real Betis
MLB
Red Sox @ Orioles
International Champions Cup
Juventus -
FC Bayern München
International Champions Cup
Borussia Dortmund -
Benfica
International Champions Cup
Man City -
Liverpool
International Champions Cup
AS Rom -
Tottenham
MLB
White Sox @ Angels
International Champions Cup
AC Mailand -
Man United
Moscow Ladies Open Women Single
WTA Moskau: Tag 4
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: 4. Tag
International Champions Cup
Atletico Madrid -
Arsenal
World Matchplay
World Matchplay: Tag 6
Club Friendlies
Blackburn -
Everton
MLB
White Sox @ Angels
MLB
Royals @ Yankees
MLB
Twins @ Red Sox
MLB
Athletics @ Rangers
Copa Sudamericana
San Lorenzo -
Temuco
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: Viertelfinale
Moscow Ladies Open Women Single
WTA Moskau: Viertelfinale
BB&T Atlanta Open Men Single
ATP Atlanta: Viertelfinale
Club Friendlies
Arminia Bielefeld -
SV Werder Bremen
World Matchplay
World Matchplay: Tag 7
MLB
Royals @ Yankees
MLB
Twins @ Red Sox
MLB
Blue Jays @ White Sox
MLB
Mariners @ Angels
FIVB Beach Volleyball World Tour
Tokio: Tag 4
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: Halbfinale
J1 League
Kobe -
Kashiwa
J1 League
Tosu -
Iwata
Moscow Ladies Open Women Single
WTA Moskau: Halbfinale
CSL
Jiangsu -
Shandong Luneng
International Champions Cup
Arsenal -
PSG
Club Friendlies
FC St. Pauli -
Stoke
MLB
Royals @ Yankees
International Champions Cup
Benfica -
Juventus
World Matchplay
World Matchplay: Tag 8
International Champions Cup
Chelsea -
Inter Mailand
BB&T Atlanta Open Men Single
ATP Atlanta: Halbfinale
MLB
Cubs @ Cardinals
International Champions Cup
Man United -
Liverpool
International Champions Cup
FC Bayern München -
Man City
MLB
Twins @ Red Sox
FIVB Beach Volleyball World Tour
Tokio: Tag 5
MLB
Mariners @ Angels
International Champions Cup
FC Barcelona – Tottenham
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: Finale
CSL
Guangzhou Evergrande -
Chongqing
Moscow Ladies Open Women Single
WTA Moskau: Finale
Club Friendlies
Groningen -
SV Werder Bremen
Allsvenskan
AIK -
Kalmar
MLB
Royals @ Yankees
MLB
Twins @ Red Sox
World Matchplay
World Matchplay: Tag 9
IndyCar Series
Honda Indy 200
MLB
Mariners @ Angels
BB&T Atlanta Open Men Single
ATP Atlanta: Finale
MLB
Cubs @ Cardinals
International Champions Cup
PSG -
Atletico Madrid
MLB
Phillies @ Red Sox
MLB
Indians @ Twins
MLB
Blue Jays @ Athletics
MLB
Brewers @ Dodgers
Bank of the West Classic Women Single
WTA San Jose: Tag 2
Citi Open Women Single
WTA Washington: Tag 2
MLB
Orioles @ Yankees
MLB
Angels @ Rays
MLB
Phillies @ Red Sox

Nico Rosberg hätte sich nach dem Saisonfinale der Formel 1 beim Großen Preis von Abu Dhabi in Ausflüchte verwickeln können. Doch statt den verlorenen Kampf um die Weltmeisterschaft gegen Lewis Hamilton auf die Probleme seines Mercedes zu schieben, akzeptierte er seine Niederlage und bewies Größe.

Trotz des ersten Fahrertitels in der Fahrer-WM seit Juan-Manuel Fangio 1955 war die Stimmung beim Mercedes-Werksteam nach dem großen Showdown zumindest im ersten Moment etwas gedrückt. "Für uns persönlich ist das ein Drama", erklärte Motorsportchef Toto Wolff mit Blick auf die Probleme am Hybridsystem des Autos mit der Nummer 6: "Wir wollten beide Autos ins Ziel bringen, damit sie es auf der Strecke auskämpfen können. Das haben wir nicht geschafft."

Die Reaktion ist nachvollziehbar. Es war das einzige Ziel, das sich Mercedes für das Saisonfinale gesetzt hatte - es klappte mal wieder nicht. In der 25. Runde setzte die Kühlpumpe bei Rosbergs Hybridsystem aus, das Team musste das komplette ERS abschalten. 160 PS weniger machten den W05 zur leichten Beute für sämtliche Autos auf der Strecke.

"Ich hätte liebend gern gekämpft bis zur letzten Runde. Das konnte ich nicht. Das ist die größte Enttäuschung", berichtete der neue Vizeweltmeister. Bis zur letzten Kurve wollte er den Druck aufrecht erhalten, um Hamilton in einen Fehler zu leiten und doch noch den Titel zu holen. Stattdessen beschränkte er sich darauf, sein Auto ins Ziel zu retten. Er wollte den nötigen sechsten Platz für den Fall konservieren, dass Hamilton ausfällt.

Kampf gegen das Turboloch

Allein die Bemühung war eindrucksvoll. Rosberg stellte mal eben den kompletten Fahrstil um. "Ich musste zum Beispiel schon vor der Kurve wieder Gas geben, weil es eben ein Turboloch gab", erklärte er. Es half nichts. Trotzdem brachte er das Auto ins Ziel, auch als sein Team ihn eigentlich aus dem Rennen nehmen wollte. "Ich wollte ins Ziel kommen. Ich mag nicht aufgeben, wenn das Auto noch läuft", so der gebürtige Wiesbadener.

Rosberg hat sich in Abu Dhabi selbst auf eine neue Stufe gehoben. Nicht nur der Durchhaltewillen beeindruckte, vor allem die Reaktion nach dem Rennen hat nachträglich sogar die Bambi-Verleihung als Sportler des Jahres gerechtfertigt. Statt sich über den Defekt aufzuregen, marschierte er schnurstracks in den Warteraum, um Hamilton noch vor der Siegerehrung sportlich fair zu gratulieren.

"Er ist zu mir gekommen und hat mir gesagt, dass ich toll gefahren bin. Das war sehr professionell. Auch er war stark. Auch ich muss ihm gratulieren", zollte der neue Doppelweltmeister seinem langjährigen Partner und Rivalen Respekt. Dass Rosberg in der Niederlage Größe zeigte, hat sein Ansehen gesteigert. "Hinaufzukommen und zu gratulieren, da kann man nur die Kappe ziehen", konstatierte auch Wolff.

Zu viel Druck? Nur bei Rosberg

Die Psychospielchen der letzten Tage waren nicht aufgegangen. Er hatte selbst seinen Vorteil am Start verspielt. Hamilton ließ ihn stehen, als würde der Deutsche gerade auf den Bus warten. "Ich hatte durchdrehende Räder", räumte er freimütig seinen Fehler ein: "Es war wirklich extrem schlecht." Ausflüchte? Fehlanzeige.

Rosberg strebt nach dem größtmöglichen individuellen Erfolg, ohne dabei die Interessen seines Teams für einen Sekundenbruchteil zu vergessen. Fünf Jahre Aufbauarbeit beim Nachfolger von Brawn GP, fünf Jahre in denen er geduldig wartete, erst im medialen Schatten von Rekordweltmeister Michael Schumacher, dann mit Lewis Hamilton. Und am Ende holt der Teamkollege den Titel, weil er im entscheidenden Moment die Nerven behält.

Doch selbst die Niederlage kann das Fazit nicht trüben. Rosberg ist da angekommen, wo er nach eigenem Verständnis hingehört: In der Spitzengruppe der Formel 1. "Diese Saison war eine unglaubliche Erfahrung. Es gibt so viele positive Dinge, die ich aus diesem Jahr mitnehmen kann", resümierte der 29-Jährige: "Es war ein besonderes Jahr, es gab viele besondere Momente - auch für die persönliche Entwicklung. Ich nehme enorm viel mit.

Zu viele Fehler nach der Sommerpause

Er hat Hamilton im Qualifying entzaubert, wie es bisher niemand getan hat. Wäre Mercedes nicht derart drückend überlegen gewesen, hätte er dadurch einen weiteren Vorteil im Kampf um die WM gehabt, weil der Teamkollege von weiter hinten mehr Zeit und Punkte verloren hätte. Doch das sind Spekulationen. Rosberg verlor die WM letztlich auf der Strecke.

Italien, Russland, USA, Abu Dhabi - vier Rennen, bei denen der Deutsche am Sonntag Fehler machte, die ihm den Sieg kosteten und Hamilton die volle Punktzahl bescherten. "Über die Saison gesehen war er ein bisschen der bessere Fahrer und deswegen hat er es auch verdient. Er ist atemberaubend gefahren, war der beste Fahrer im Feld. Ich gratuliere ihm von Herzen", sagte Rosberg am Sonntag: "Ich muss mich steigern, kann mich auch noch ein bisschen steigern."

Kommentar: Dominanz schlägt Irrsinn

Die Vorbereitung auf die Saison 2015 beginnt schon am Dienstag. Nach den großen Feierlichkeiten stehen die Testfahrten auf dem Yas Marina Circuit an. Mercedes will sich wappnen, um ein Aufholen der Konkurrenz zu verhindern. Schließlich weiß bisher niemand, wie stark die neue Honda-Antriebseinheit von Honda im McLaren sein wird.

"Ich kann immer etwas lernen. Jede Runde im Auto ist wichtig, weil wir so wenig testen", versprühte Rosberg weiter Optimismus. Bedenken hatte er trotz der Titelparty: "Ich weiß aber nicht, in welchem Zustand ich sein werde." Das Level des Spitzenpiloten hat er erreicht, jetzt gilt es den letzten Schritt zu machen, um das Ziel zu erreichen: mit dem Erfolg von Vater Keke gleichzuziehen. Wie sagte doch gleich Aufsichtsratschef Niki Lauda? "Ich habe zu Nico gesagt: Nächstes Jahr bist du an der Reihe."

Endstand in der Fahrer- und Konstrukteurs-WM 2014

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung