Die totale Resignation

Von Alexander Maack
Montag, 09.09.2013 | 00:16 Uhr
Fernando Alonso war mit seinem Wochenende in Monza zufrieden, obwohl er nicht siegfähig ist
© getty
Advertisement
International Champions Cup
Sa21.07.
Topspiele im Livestream: FCB - PSG und BVB - Liverpool
Bucharest Open Women Single
WTA Bukarest: Tag 4
Club Friendlies
Wolverhampton -
Ajax
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Tag 4
Club Friendlies
Blackburn -
Liverpool
MLB
Cardinals @ Cubs
Swedish Open Men Single
ATP Bastad: Viertelfinale
Bucharest Open Women Single
WTA Bukarest: Viertelfinale
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Viertelfinale
Club Friendlies
Besiktas -
Krasnodar
Club Friendlies
SV Werder Bremen -
1. FC Köln
Hall of Fame Tennis Championships Men Single
ATP Newport: Viertelfinale
MLB
Cardinals @ Cubs
Glory Kickboxing
Glory SuperFight Series: New York
MLB
Mets @ Yankees
MLB
Twins @ Royals
International Champions Cup
Man City -
Borussia Dortmund
Glory Kickboxing
Glory 55: New York
MLB
Astros @ Angels
Swedish Open Men Single
ATP Bastad: Halbfinale
CSL
Shanghai SIPG -
Guangzhou Evergrande
Bucharest Open Women Single
WTA Bukarest: Halbfinale
International Champions Cup
FC Bayern München -
PSG
Club Friendlies
TSG Hoffenheim -
QPR
Club Friendlies
Benfica -
FC Sevilla
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Halbfinale
Club Friendlies
Marseille -
Villarreal
MLB
Cardinals @ Cubs
MLB
Mets @ Yankees
World Matchplay
World Matchplay: Tag 1
Hall of Fame Tennis Championships Men Single
ATP Newport: Halbfinale
Club Friendlies
Inter Mailand -
Zenit
MLB
Red Sox @ Tigers
MLB
Astros @ Angels
J1 League
Kobe -
Shonan
J1 League
Tosu -
Sendai
Swedish Open Men Single
ATP Bastad: Finale
CSL
Hebei CFFC -
Jiangsu
World Matchplay
World Matchplay: Tag 2 -
Session 1
Allsvenskan
AIK -
Brommapojkarna
Bucharest Open Women Single
WTA Bukarest: Finale
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Finale
MLB
Twins @ Royals
MLB
Cardinals @ Cubs
World Matchplay
World Matchplay: Tag 2 -
Session 2
Hall of Fame Tennis Championships Men Single
ATP Newport: Finale
International Champions Cup
Liverpool -
Borussia Dortmund
MLB
Astros @ Angels
MLB
Mets @ Yankees
Club Friendlies
Eibar -
Basaksehir
World Matchplay
World Matchplay: Tag 3
MLB
Twins @ Blue Jays
MLB
Yankees @ Rays
MLB
Diamondbacks @ Cubs
MLB
White Sox @ Angels
World Matchplay
World Matchplay: Tag 4
MLB
Red Sox @ Orioles
MLB
Yankees @ Rays
MLB
Diamondbacks @ Cubs
MLB
White Sox @ Angels
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: 3. Tag
Club Friendlies
Leicester -
Akhisarspor
MLB
Yankees @ Rays
MLB
Dodgers @ Phillies
World Matchplay
World Matchplay: Tag 5
Club Friendlies
Huddersfield -
Lyon
Club Friendlies
Marseille -
Real Betis
MLB
Red Sox @ Orioles
International Champions Cup
Juventus -
FC Bayern München
International Champions Cup
Borussia Dortmund -
Benfica
International Champions Cup
Man City -
Liverpool
International Champions Cup
AS Rom -
Tottenham
MLB
White Sox @ Angels
International Champions Cup
AC Mailand -
Man United
Moscow Ladies Open Women Single
WTA Moskau: Tag 4
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: 4. Tag
International Champions Cup
Atletico Madrid -
Arsenal
World Matchplay
World Matchplay: Tag 6
Club Friendlies
Blackburn -
Everton
MLB
White Sox @ Angels
MLB
Royals @ Yankees
MLB
Twins @ Red Sox
MLB
Athletics @ Rangers
Copa Sudamericana
San Lorenzo -
Temuco
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: Viertelfinale
Moscow Ladies Open Women Single
WTA Moskau: Viertelfinale
BB&T Atlanta Open Men Single
ATP Atlanta: Viertelfinale
Club Friendlies
Arminia Bielefeld -
SV Werder Bremen
World Matchplay
World Matchplay: Tag 7
MLB
Royals @ Yankees
MLB
Twins @ Red Sox
MLB
Blue Jays @ White Sox
MLB
Mariners @ Angels
FIVB Beach Volleyball World Tour
Tokio: Tag 4
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: Halbfinale
J1 League
Kobe -
Kashiwa
J1 League
Tosu -
Iwata
Moscow Ladies Open Women Single
WTA Moskau: Halbfinale
CSL
Jiangsu -
Shandong Luneng
International Champions Cup
Arsenal -
PSG
Club Friendlies
FC St. Pauli -
Stoke
MLB
Royals @ Yankees
International Champions Cup
Benfica -
Juventus
World Matchplay
World Matchplay: Tag 8
International Champions Cup
Chelsea -
Inter Mailand
BB&T Atlanta Open Men Single
ATP Atlanta: Halbfinale
MLB
Cubs @ Cardinals
International Champions Cup
Man United -
Liverpool
International Champions Cup
FC Bayern München -
Man City
MLB
Twins @ Red Sox
FIVB Beach Volleyball World Tour
Tokio: Tag 5
MLB
Mariners @ Angels
International Champions Cup
FC Barcelona – Tottenham
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: Finale
CSL
Guangzhou Evergrande -
Chongqing
Moscow Ladies Open Women Single
WTA Moskau: Finale
Club Friendlies
Groningen -
SV Werder Bremen
Allsvenskan
AIK -
Kalmar
MLB
Royals @ Yankees
MLB
Twins @ Red Sox
World Matchplay
World Matchplay: Tag 9
IndyCar Series
Honda Indy 200
MLB
Mariners @ Angels
BB&T Atlanta Open Men Single
ATP Atlanta: Finale
MLB
Cubs @ Cardinals
International Champions Cup
PSG -
Atletico Madrid
MLB
Phillies @ Red Sox
MLB
Indians @ Twins
MLB
Blue Jays @ Athletics
MLB
Brewers @ Dodgers
Bank of the West Classic Women Single
WTA San Jose: Tag 2
Citi Open Women Single
WTA Washington: Tag 2
MLB
Orioles @ Yankees
MLB
Angels @ Rays
MLB
Phillies @ Red Sox
International Champions Cup
Man United -
Real Madrid
International Champions Cup
Tottenham -
AC Mailand
International Champions Cup
FC Barcelona -
AS Rom
MLB
Orioles @ Yankees
MLB
Indians @ Twins
Bank of the West Classic Women Single
WTA San Jose: Tag 3
UEFA Champions League
Graz -
Ajax
Citi Open Women Single
WTA Washington, D.C.: Tag 3
Club Friendlies
Southampton -
Celta Vigo
International Champions Cup
Arsenal -
Chelsea
International Champions Cup
Benfica -
Lyon
MLB
Angels @ Rays

Es kann nur einen geben und der heißt Sebastian Vettel. Der Red-Bull-Pilot wird 2013 zum vierten Mal in Folge Weltmeister werden, wenn nichts Außergewöhnliches passiert. Davon ist nach dem Großen Preis von Italien selbst die gesamte Konkurrenz überzeugt. Sogar der ewig kampfbereite Fernando Alonso hat seinen angepeilten ersten Titel für Ferrari schon nach zwölf von 19 WM-Läufen abgeschrieben.

Die letzte Minute der Pressekonferenz nach dem Rennen in Monza hatte Kultcharakter. Ein italienischer Journalist fragte den deutschen Dreifachweltmeister, warum er sich per Funk über das rote Rücklicht an Sebastian Vettels Auto beschwert hatte. Der Angesprochene reagierte verwundert: "Ich?"

Selbst Alonso war verwirrt: "War die Frage für mich? Also...", begann der Spanier, der sich wirklich bei seinem Team über das eigentlich nur bei Regen blinkende Rücklicht aufgeregt hatte. Er wurde jedoch unterbrochen. "Hörst du mir zu? Du beschwerst dich über das rote Licht?", fragte der Deutsche seinen Dauerrivalen.

Alonso bejahte: "Es ist schließlich ein sehr starkes Licht, wenn es nicht regnet." Der Spanier stieß damit auf Unverständnis: "Es ist sogar hier drin schlimmer", so Vettel, dem Alonso anschließend seine Ablenkung durch das Dauerblinken erklärte. "Sebastian ist nicht daran gewöhnt, ein Auto vor sich zu haben, deshalb weiß er nicht, wie sich das anfühlt."

Alonso schreibt WM-Titel ab

Neben der wohl eher scherzhaften Meinungsverschiedenheit hat der Italien-GP aber auch andere Erkenntnisse gebracht. "In Bezug auf die Weltmeisterschaft müssen wir realistisch sein", konstatierte Alonso, nachdem er im königlichen Park von Monza vom fünften Startplatz auf Rang zwei gefahren war: "Wir haben nicht mehr genug Rennen und aktuell wohl auch nicht die Geschwindigkeit, um einige Rennen in Folge zu gewinnen."

Mit anderen Worten: Schon nach dem Ferrari-Heimrennen steckt der Spanier im WM-Kampf auf. Aktuell trennen ihn 53 Punkte von Vettel, der als erster Pilot 2013 zwei Rennen nacheinander gewinnen konnte. Sieben Grands Prix stehen noch aus. Selbst wenn Alonso jedes Rennen gewinnt, kann er wohl nicht mehr aus eigener Kraft den Titel holen.

Hamilton: "Das war's mit der Meisterschaft"

Doch der Ferrari-Pilot ist nicht der einzige Formel-1-Pilot, der zur Überzeugung gekommen ist, dass er sich beim Italien-GP aus dem Rennen um die Weltmeisterschaft verabschiedet hat. "Das war's mit der Meisterschaft", erklärte Lewis Hamilton nach seinem neunten Platz und nur zwei Punkten: "Insgesamt ein Desaster-Wochenende."

Der Einschätzung stimmt Mercedes-Sportchef Toto Wolff uneingeschränkt zu. "Es sind noch ein paar Rennen zu fahren und viele Dinge können sich ändern. Doch es ist im Moment ziemlich unrealistisch, die Meisterschaft anzustreben", sagte der 41-jährige Österreicher.

Wann zieht Sebastian Vettel mit Juan Manuel Fangio gleich?

Mittlerweile dürften auch die letzten Zweifel gestorben sein, dass Vettel am Ende der Saison 2014 mit Juan Manuel Fangio gleichzieht. Der Argentinier gewann von 1954 bis 1958 mit Maserati, Mercedes und Ferrari viermal in Folge die WM. Lediglich Michael Schumacher kam zwischen 2000 und 2005 auf einen mehr.

BLOG Monza: Wo die F1-Welt noch in Ordnung ist

"Ich versuche daran nicht zu viel zu denken", betont Vettel und schließt sich damit der Meinung seines Teamchefs an. "Unser Hauptgegner ist Fernando Alonso. Bei den Fahrern sind noch 175 Punkte zu vergeben und bei den Konstrukteuren noch viel mehr", begründete Christian Horner die Zurückhaltung: "Wir schauen jetzt nicht auf die Wertung, sondern gehen es Rennen für Rennen an. Es geht in Singapur weiter."

Selbst der oftmals forsche Motorsportberater des Brausekonzerns gibt sich zurückhaltend. Alonso sei weiterhin der erste Widersacher. "Er ist der Konstanteste. Aber es wäre uns schon lieb, wenn Räikkönen und und Hamilton wieder mit im Spiel wären", sagte Helmut Marko: "Ich glaube, das wird auch wieder passieren, wenn sich die Streckencharakteristiken ändern."

BLOG Schumis kleine Sternstunde in Monza: Der schnellste LKW der Welt

Doch selbst Vettel gibt zu, dass sich in den letzten Rennen etwas verändert hat. Durch den Monza-Triumph hat er die Hälfte der zwölf bisherigen Saisonrennen gewonnen. Die Grundvoraussetzung für die aktuelle Hochform ist dabei die Ausrichtung des Setups auf das Qualifying, in dem Mercedes nicht mehr mithalten kann.

Verbesserungen im Qualifying

"Gestern haben wir unsere erste Pole-Position im Trockenen geholt", freute sich der Dreifachweltmeister deshalb noch nach dem Rennen: "Da haben wir anscheinend einen Fortschritt gemacht." Am Sonntag habe sein Team schon vorher die eigene Stärke bewiesen: " Zusammen mit Ferrari waren wir im Schnitt wohl die schnellsten im Rennen."

Vettel könnte sich aktuell sogar zwei Ausfälle leisten und wäre unabhängig vom Ergebnis der Rennen noch immer in Führung. Trotzdem spekuliert Alonso genau darauf: "Wir brauchen ein paar Ausfälle von Seb oder irgendwas in der Art, um die Weltmeisterschaft zu gewinnen", erzählte Alonso über seine einzig verbliebene Hoffnung.

Dabei müsste das Ergebnis dem Spanier eigentlich eher Angst machen. Red-Bull-Technikdirektor Adrian Newey hatte noch beim letzten Rennen in Belgien bestätigt, dass die Strecke seinem RB9 wegen der Hochgeschwindigkeitscharakteristik eigentlich nicht liegt.

Sieg statt geplanter Schadensbegrenzung

"Auf dem Weg zum Podium meinte er: 'Ich dachte, es geht an diesem Wochenende um Schadensbegrenzung'", berichtete Vettel nach dem Rennen: "Ich sagte zu ihm: 'Wenn das Schadensbegrenzung ist, dann möchte ich für den Rest der Saison viel Schadensbegrenzung betreiben'."

Die Dominanz von Red Bull erinnert immer mehr an die Saison 2011, als das Team seinen bisher einzigen Sieg in Monza feiern konnte. "Wir haben auf allen Strecken gewonnen, wo wir normalerweise Schwierigkeiten haben", freute sich Temchef Christian Horner: "Wir haben in Montreal gewonnen, in Spa und hier in Monza." 2011 fehlte zu dem Triple noch der Sieg in Kanada.

Damals gewann Red Bull im Anschluss an den Italien-GP fünf der sechs ausstehenden Rennen. Viermal stand Vettel auf dem obersten Podestplatz und sicherte sich mit 122 Punkten seine zweite Weltmeisterschaft.

Marko über Pfiffe: "Es ist der Neid"

In Monza war der 26-Jährige 2013 sogar unschlagbar, obwohl er im ersten Stint nach einem Fehler in der ersten Kurve einen Bremsplatten hatte und in den letzten 15 Runden seine Geschwindigkeit drosseln musste. "Wir wussten nicht, wie schlimm das Problem ist. Wir werden es wohl erst wissen, wenn wir nächste Woche das Auto auseinanderbauen und in das Getriebe reinschauen", erklärte Vettel.

Dass Vettel anschließend von den Tifosi ausgebuht wurde, war ihm egal. "Eigentlich ist es schön, weil es beweist, dass du einen guten Job gemacht und die Jungs in Rot geschlagen hast", lächelte der Weltmeister. Sein langjähriger Förderer Helmut Marko hat eine andere Erklärung: "Es ist der Neid."

Der Stand in der Fahrer- und Konstrukteurs-WM

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung