Mittwoch, 28.07.2010

Deutschland-GP: Driver-Ranking

Unwürdige Sieger

Auch in der Formel-1-Saison 2010 beurteilt SPOX-Redakteur Alexander Mey nach jedem Rennwochenende in seinem Driver-Ranking die Leistungen aller Fahrer - unabhängig von der Stärke ihrer Autos. Ausgabe 11: Der Deutschland-GP in Hockenheim.

Das Podium beim Deutschland-GP: Felipe Massa, Fernando Alonso und Sebastian Vettel (v.l.)
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Das Podium beim Deutschland-GP: Felipe Massa, Fernando Alonso und Sebastian Vettel (v.l.)

Zum Deutschland-GP ist in den vergangenen Tagen schon eine Menge geschrieben worden, das wenig mit dem Rennen an sich zu tun hatte. Die Teamorder-Debatte ist sehr schädlich für den Sport und macht es mir darüber hinaus unglaublich schwer, ein vernünftiges Driver-Ranking aufzustellen. So unwohl wie diesmal habe ich mich dabei noch nie gefühlt.

Vettel wird Weltmeister? Jetzt die ganze Saison durchtippen!

Meine Wertung für den Deutschland-GP:

Platz 1, Fernando Alonso: Ich denke, dass es ganz schlechter Stil von Alonso war, das Team durch seine Schimpftiraden über Funk nach dem ersten Duell mit Massa unter Druck zu setzen. Ebenso schlechter Stil war es, nach dem Rennen bei Fragen nach der Teamorder so peinlich herumzudrucksen. Von daher ist Alonso kein würdiger Sieger des Rankings, aber ich setze ihn trotzdem auf Rang eins, weil er über das ganze Wochenende hinweg für mich der beste Fahrer war. In den Trainings immer vorne dabei, im Qualifying eine tolle Runde gedreht. Und dann das Rennen, bei dem er einen guten Start hatte und wohl nur nicht in Führung ging, weil er von Vettel abgedrängt wurde. Auf den harten Reifen war er definitiv schneller als Massa und hätte ihn wahrscheinlich auch regulär überholen können. Schade, dass uns dieser Zweikampf verwehrt wurde.

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Platz 2, Felipe Massa: Wie bei Alonso zwinge ich mich auch bei ihm, rein auf die fahrerische Leistung zu schauen. Denn bei der Ansage des Teams so zu schmollen und durch das offensichtliche Vorbeilassen von Alonso das Risiko einer drakonischen Strafe für das Team zu erhöhen, ist vielleicht menschlich nachvollziehbar, aber nicht sehr professionell. Handwerklich hat Massa ansonsten seinen Job sehr gut gemacht. Hockenheim war sogar sein bestes Rennen der Saison. Aber sowohl in den Trainings als auch im Qualifying war er einen Tick langsamer als Alonso. Das galt auch für die zweite Hälfte des Rennens. Sein Start war großartig, trotzdem habe ich seinen Ferrari-Kollegen einen Tick vorne gesehen.

Platz 3, Sebastian Vettel: Ich habe lange überlegt, ob ich das Ferrari-Duo abstrafen und stattdessen Vettel auf Rang eins setzen sollte. Aber er hat es nach dem zweiten grottenschlechten Start in Folge schlichtweg nicht verdient, ganz oben zu stehen. Sein Qualifying war wie fast immer grandios, aber was helfen ihm Pole-Positions in Massen, wenn er sie gleich am Start wieder herschenkt? Im Rennen war er solide unterwegs, konnte gegen die Ferrari-Piloten aber nichts ausrichten.

Platz 4, Jenson Button: Bei ihm hat mich ausnahmsweise einmal das Qualifying restlos überzeugt. Beeindruckend, was er auf eine Runde aus dem wahrlich nicht perfekt abgestimmten McLaren rausgeholt hat. Nachdem er dann im Rennen den Start gegen Hamilton verloren hatte, war der vierte Rang zwar dahin, aber immerhin kam er noch an Webber vorbei. Ein gutes Wochenende des Weltmeisters.

Platz 5, Robert Kubica: Der Pole hat in Hockenheim Renault zur vierten Kraft gemacht und Mercedes überholt. Unter anderem durch seine Nervenstärke bei seiner Boxenausfahrt im Rennen, als es gegen Schumacher ziemlich knapp wurde. Ansonsten war sein Rennen unauffällig, aber das muss ja nicht schlecht sein. Im Gegenteil.

Platz 6, Lewis Hamilton: Er hat sich selbst um die Chance gebracht, das neue Auto besser auf die Strecke abzustimmen. Durch seinen Unfall am Freitag im Regentraining hat er eine Menge wichtige Entwicklungszeit verloren. Dazu die überraschende Niederlage im Qualifying gegen Button. Da ist trotz des guten Starts im Rennen und des Überholmanövers gegen Webber in der ersten Runde kein besserer Platz drin. Hamilton hat die Ansprüche an sich selbst sehr hoch geschraubt.

Gridgirls: Die Schönheiten Hockenheims
Die schönsten Gridgirls vom Deutschland-GP in Hockenheim
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Platz 7, Nico Rosberg: Eine grundsolide Vorstellung mit einem Auto, in dem Rosberg vor den eigenen Fans einfach nicht glänzen konnte. Er hat mal wieder das Beste daraus gemacht und sich im Qualifying immerhin ganz knapp in die Top Ten gerettet.

Platz 8, Mark Webber: Absolut chancenlos gegen Teamkollege Vettel. Mit einem Red Bull unter dem Hintern darf Webber vor allem im Qualifying nicht so langsam sein. Dass er im Rennen von den beiden pfeilschnellen McLaren aufgeschnupft wird, ist fast schon die logische Konsequenz. Immerhin noch Rang sechs im Rennen, aber insgesamt kein Ruhmesblatt für den Australier.

Platz 9, Witali Petrow: Nach einiger Zeit war der Russe wieder einmal relativ dicht an Kubica dran. Im Qualifying hat es dann zwar doch nicht für die Top Ten gereicht - worauf man nach dem Training hätte spekulieren können. Doch im Rennen hat sich Petrow in die Punkteränge gearbeitet.

Platz 10, Michael Schumacher: Ein Pünktchen noch für Schumi, weil er das ganze Wochenende über recht dicht an Rosberg dran war. Im Rennen hat er wieder einmal von einem seiner exzellenten Starts profitiert, konnte den aber nicht umsetzen, weil das Timing beim Boxenstopp zum wiederholten Male nicht optimal gepasst hat.

Härtefall, Sakon Yamamoto: Mag ja sein, dass der Japaner wichtige Sponsorengelder ins HRT-Team bringt. Aber fahrerisch hat er in der Formel 1 wenig verloren. Er ist unglaublich langsam und fällt sogar gegen die auch nicht gerade in Hochform fahrenden Senna und Chandhok negativ auf. Bitter, wenn man weiß, dass ein ebenso erfahrener wie solider Pilot wie Christian Klien vergeblich auf einen Einsatz wartet, weil ihm das nötige Kleingeld fehlt. Er würde alle anderen HRT-Piloten locker in die Tasche stecken.

Meine Punkte für das Hockenheim-Wochenende:

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