Formel 1

Formel 1, Driver-Ranking zum Kanada-GP: Max Verstappen - das achte Weltwunder

Max Verstappen fährt seit 2016 für Red Bull in der Formel 1.
© getty

Nach jedem Grand Prix der Formel 1 bewertet SPOX die Leistungen der Fahrer am vergangenen Wochenende. Teil 7 der Saison 2018: der Große Preis von Kanada. Sebastian Vettel freut sich über einen "Klick-Moment" und zeigt eine hervorragende Leistung. Ähnlich stark ist Max Verstappen unterwegs, der endlich mal ein rundes Wochenende erlebt. Außerdem: Daniel Ricciardo überzeugt im Rennen und Kimi Räikkönen muss sich wegen Youngster Charles Leclerc langsam Sorgen machen.

Platz 10, Carlos Sainz Junior:

Mit den Force-India-Piloten wird Sainz wohl keine tiefe Freundschaft mehr schließen. Zunächst machte ihn Sergio Perez für die gemeinsame Kollision nach dem Restart verantwortlich, dann bezichtigte ihn Esteban Ocon, durch Abkürzen in der letzten Runde ein Überholmanöver verhindert zu haben.

In beiden Fällen darf man Sainz guten Gewissens in Schutz nehmen. Die Berührung mit Perez war ein klassischer Rennunfall und das Abkürzen in der zweiten Schikane verhinderte auch keinen Angriff von Ocon, dafür war der Force India zu weit weg.

In Sachen Pace war Sainz solide unterwegs, zu Teamkollege Nico Hülkenberg fehlte aber sowohl in der Quali als auch im Rennen immer ein bisschen. Daher reicht es nicht für eine der vorderen Platzierungen.

Platz 9, Esteban Ocon:

Perez fuhr an diesem Wochenende nicht in Topform. Also war es an Ocon, die rosafarbenen Force-India-Flaggen hochzuhalten - und der 21-Jährige lieferte. Platz neun und zwei Punkte sind eine solide Ausbeute, die noch größer hätte ausfallen können, hätte der hintere Wagenheber beim Stopp ordnungsgemäß funktioniert. So aber verlor er nicht nur wertvolle Sekunden, sondern auch gleich zwei Plätze an die beiden Renaults.

Platz 8, Pierre Gasly:

Laut Medienberichten ist Brendon Hartley bei Toro Rosso angezählt. Doch derjenige, der diesmal eine schwache Qualifikation ablieferte, war Gasly. Allerdings: Der Franzose fuhr mit einer alten Motoreinheit, das Verpassen von Q2 war damit kein Weltuntergang. Zumal Toro Rosso ohnehin den Antrieb austauschte, sodass Gasly von Rang 19 ins Rennen gehen musste. Hier machte der Junior seine Sache aber stark und verpasste nur um wenige Sekunden die Punkteränge.

Platz 7, Romain Grosjean:

Einen ähnlichen Wochenendverlauf erlebte auch Landsmann Grosjean. Mit dem Unterschied, dass der Ferrari-Motor direkt bei der ersten Ausfahrt im Qualifying in die Luft ging und dem Haas-Piloten somit den letzten Startplatz einbrockte. Mit kluger Strategie und einer Menge Reifenflüstererei - Grosjean fuhr geschlagene 48 Runden auf seinen Supersofts - machte er aber am Sonntag reichlich Boden gut. Dann noch vor Teamkollege Magnussen ins Ziel zu kommen, verdient Anerkennung.

Platz 6, Daniel Ricciardo:

In der Qualifikation war der Monaco-Triumphator nicht ganz auf der Höhe, im Rennen dafür dann umso besser. Zunächst nutzte er den Hypersoft als besseren Startreifen, um in der zweiten Kurve Kimi Räikkönen zu kassieren. Mit einem Overcut und damit der clevereren Strategie fand Ricciardo anschließend einen Weg an Hamilton vorbei.

Diesen hielt er bis zur karierten Flagge gekonnt hinter sich. Ricciardo erwischte den Ausgang aus der Haarnadel immer wieder perfekt, sodass er die entscheidenden Meter auf den hinter ihm lauernden Hamilton gut machte und eine Attacke verhinderte. Gegen Rennende profitierte er zudem von Überrundungen, die immer wieder eine Lücke zum amtierenden Weltmeister rissen.

Übrigens: Die schnellste Rennrunde hätte Ricciardo eigentlich auch noch verbucht - wäre da nicht Model Winnie Harlow gewesen, das das Geschehen zu früh abwinkte. Als der Australier das im Sky-Interview erfuhr, war ihm seine Verwunderung buchstäblich ins Gesicht geschrieben.

Seite 1: Doppelte Aufholjagd und ein cooler Hund namens Daniel Ricciardo

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