Formel 1: Wie Sebastian Vettel den Australien-GP vor Lewis Hamilton gewonnen hat

Sonntag, 25.03.2018 | 12:58 Uhr
Sebastian Vettel gewann beim Großen Preis von Australien sein 48. Formel-1-Rennen.
© getty
Advertisement
International Champions Cup
Sa21.07.
Topspiele im Livestream: FCB - PSG und BVB - Liverpool
Bucharest Open Women Single
Live
WTA Bukarest: Tag 4
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
Live
ATP Umag: Tag 4
Club Friendlies
Live
Blackburn -
Liverpool
MLB
Cardinals @ Cubs
Swedish Open Men Single
ATP Bastad: Viertelfinale
Bucharest Open Women Single
WTA Bukarest: Viertelfinale
Club Friendlies
Besiktas -
Krasnodar
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Viertelfinale
Club Friendlies
SV Werder Bremen -
1. FC Köln
Hall of Fame Tennis Championships Men Single
ATP Newport: Viertelfinale
MLB
Cardinals @ Cubs
Glory Kickboxing
Glory SuperFight Series: New York
MLB
Mets @ Yankees
MLB
Twins @ Royals
International Champions Cup
Man City -
Borussia Dortmund
Glory Kickboxing
Glory 55: New York
MLB
Astros @ Angels
Swedish Open Men Single
ATP Bastad: Halbfinale
CSL
Shanghai SIPG -
Guangzhou Evergrande
Bucharest Open Women Single
WTA Bukarest: Halbfinale
International Champions Cup
FC Bayern München -
PSG
Club Friendlies
TSG Hoffenheim -
QPR
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Halbfinale
Club Friendlies
Benfica -
FC Sevilla
Club Friendlies
Marseille -
Villarreal
MLB
Cardinals @ Cubs
MLB
Mets @ Yankees
World Matchplay
World Matchplay: Tag 1
Hall of Fame Tennis Championships Men Single
ATP Newport: Halbfinale
Club Friendlies
Inter Mailand -
Zenit
MLB
Red Sox @ Tigers
MLB
Astros @ Angels
J1 League
Kobe -
Shonan
J1 League
Tosu -
Sendai
Swedish Open Men Single
ATP Bastad: Finale
CSL
Hebei CFFC -
Jiangsu
World Matchplay
World Matchplay: Tag 2 -
Session 1
Allsvenskan
AIK -
Brommapojkarna
Bucharest Open Women Single
WTA Bukarest: Finale
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Finale
MLB
Twins @ Royals
MLB
Cardinals @ Cubs
World Matchplay
World Matchplay: Tag 2 -
Session 2
Hall of Fame Tennis Championships Men Single
ATP Newport: Finale
International Champions Cup
Liverpool -
Borussia Dortmund
MLB
Astros @ Angels
MLB
Mets @ Yankees
Club Friendlies
Eibar -
Basaksehir
World Matchplay
World Matchplay: Tag 3
MLB
Twins @ Blue Jays
MLB
Yankees @ Rays
MLB
Diamondbacks @ Cubs
MLB
White Sox @ Angels
World Matchplay
World Matchplay: Tag 4
MLB
Red Sox @ Orioles
MLB
Yankees @ Rays
MLB
Diamondbacks @ Cubs
MLB
White Sox @ Angels
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: Tag 3
Club Friendlies
Leicester -
Akhisarspor
MLB
Yankees @ Rays
MLB
Dodgers @ Phillies
World Matchplay
World Matchplay: Tag 5
Club Friendlies
Huddersfield -
Lyon
Club Friendlies
Marseille -
Real Betis
MLB
Red Sox @ Orioles
International Champions Cup
Juventus -
FC Bayern München
International Champions Cup
Borussia Dortmund -
Benfica
International Champions Cup
Man City -
Liverpool
International Champions Cup
AS Rom -
Tottenham
MLB
White Sox @ Angels
International Champions Cup
AC Mailand -
Man United
Moscow Ladies Open Women Single
WTA Moskau: Tag 4
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: Tag 4
International Champions Cup
Atletico Madrid -
Arsenal
World Matchplay
World Matchplay: Tag 6
Club Friendlies
Blackburn -
Everton
MLB
White Sox @ Angels
MLB
Royals @ Yankees
MLB
Twins @ Red Sox
MLB
Athletics @ Rangers
Copa Sudamericana
San Lorenzo -
Temuco
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: Viertelfinale
Moscow Ladies Open Women Single
WTA Moskau: Viertelfinale
BB&T Atlanta Open Men Single
ATP Atlanta: Viertelfinale
Club Friendlies
Arminia Bielefeld -
SV Werder Bremen
World Matchplay
World Matchplay: Tag 7
MLB
Royals @ Yankees
MLB
Twins @ Red Sox
MLB
Blue Jays @ White Sox
MLB
Mariners @ Angels
FIVB Beach Volleyball World Tour
Tokio: Tag 4
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: Halbfinale
J1 League
Kobe -
Kashiwa
J1 League
Tosu -
Iwata
Moscow Ladies Open Women Single
WTA Moskau: Halbfinale
CSL
Jiangsu -
Shandong Luneng
International Champions Cup
Arsenal -
PSG
Club Friendlies
FC St. Pauli -
Stoke
MLB
Royals @ Yankees
International Champions Cup
Benfica -
Juventus
World Matchplay
World Matchplay: Halbfinale
International Champions Cup
Chelsea -
Inter Mailand
BB&T Atlanta Open Men Single
ATP Atlanta: Halbfinale
MLB
Cubs @ Cardinals
International Champions Cup
Man United -
Liverpool
International Champions Cup
FC Bayern München -
Man City
MLB
Twins @ Red Sox
FIVB Beach Volleyball World Tour
Tokio: Tag 5
MLB
Mariners @ Angels
International Champions Cup
FC Barcelona – Tottenham
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: Finale
CSL
Guangzhou Evergrande -
Chongqing
Moscow Ladies Open Women Single
WTA Moskau: Finale
Club Friendlies
Groningen -
SV Werder Bremen
Allsvenskan
AIK -
Kalmar
MLB
Royals @ Yankees
MLB
Twins @ Red Sox
World Matchplay
World Matchplay: Finale
IndyCar Series
Honda Indy 200
MLB
Mariners @ Angels
BB&T Atlanta Open Men Single
ATP Atlanta: Finale
MLB
Cubs @ Cardinals
International Champions Cup
PSG -
Atletico Madrid
MLB
Phillies @ Red Sox
MLB
Indians @ Twins
MLB
Blue Jays @ Athletics
MLB
Brewers @ Dodgers
Bank of the West Classic Women Single
WTA San Jose: Tag 2
Citi Open Women Single
WTA Washington: Tag 2
MLB
Orioles @ Yankees
MLB
Angels @ Rays
MLB
Phillies @ Red Sox
International Champions Cup
Man United -
Real Madrid
MLB
Indians @ Twins
International Champions Cup
Tottenham -
AC Mailand
International Champions Cup
FC Barcelona -
AS Rom
J1 League
Cerezo Osaka -
Vissel Kobe
MLB
Orioles @ Yankees
MLB
Indians @ Twins
Bank of the West Classic Women Single
WTA San Jose: Tag 3
UEFA Champions League
Graz -
Ajax
Citi Open Women Single
WTA Washington, D.C.: Tag 3
Club Friendlies
Southampton -
Celta Vigo
International Champions Cup
Arsenal -
Chelsea
International Champions Cup
Benfica -
Lyon
MLB
Angels @ Rays

Lewis Hamilton sah beim Großen Preis von Australien schon wie der sichere Sieger aus. Dann kam das Virtual Safety Car und plötzlich führte Sebastian Vettel den Saisonauftakt der Formel 1 bis zum Ende an. Wie genau hat Mercedes also das Rennen an Ferrari verloren?

Mauricio Arrivabene strahlte und nahm eifrig Glückwünsche entgegen. Man habe eine "hervorragende Strategie" gewählt, brüstete sich Ferraris Teamchef, als er schnellen Schrittes durch die Boxengasse ging, um Sebastian Vettel bei der Siegerehrung zuzujubeln.

Der wiederum ordnete die Geschehnisse bei seinem 100. Besuch auf einem Formel-1-Podium etwas realistischer ein. "Wir hatten Glück mit dem Safety Car, das war für uns der Schlüssel zum Sieg", erklärte Vettel und verwies damit auf die Ereignisse rund um die 26. Runde herum.

Was war passiert? Romain Grosjean kehrte nach seinem Reifenwechsel gerade auf die Strecke zurück, als er seinen Haas plötzlich im ersten Sektor abstellte. Linkes Vorderrad lose, Weiterfahren unmöglich. Weil der geparkte Bolide direkt neben dem fließenden Verkehr stand, aktivierte die Rennleitung das Virtual Safety Car. Heißt: Alle Piloten müssen im Schleichtempo den Kurs umrunden, das Rennen wird quasi eingefroren.

Wer jetzt an die Box geht, um sich neue Reifen aufzuziehen, verliert entsprechend weniger Zeit. Das Boxenstopp-Delta - also die Dauer, die für Boxen-Einfahrt bis -Ausfahrt benötigt wird - schrumpft von über 20 auf gut zehn Sekunden. Diesen Vorteil nutzte Vettel aus.

Ferrari splittet Strategie - mit Erfolg

Der Heppenheimer profitierte dabei von Ferraris Taktik. Um Spitzenreiter Hamilton unter Druck zu setzen, holte die Scuderia Kimi Räikkönen früh an die Box. Mercedes reagierte, rief seinen Fahrer eine Runde später zum Reifenwechsel und entging so einem Undercut des Finnen. Gleichwohl gab man Vettel so aber die Chance, mit einem längeren ersten Stint die Führung zu übernehmen.

Was es aus Sicht der Roten nun brauchte, um den überlegenen Hamilton zu düpieren: ein Safety Car. "Ich betete, dass es eins geben würde", gab Vettel nach dem Sieg zu. Der Renngott erhörte ihn. Haas patzte beim Stopp, Grosjean fiel aus. Der Rest ist Geschichte.

Reifenstrategie beim Australien-GP:

FahrerBoxenstopp-RundeReifen vor dem StoppReifen nach dem Stopp
Sebastian Vettel26UltrasoftSoft
Lewis Hamilton19UltrasoftSoft
Kimi Räikkönen18UltrasoftSoft

Toto Wolff: Software schuld an Niederlage

Wenn auch das Ergebnis im Nachgang logisch erscheint, wurde Mercedes doch von dem Führungswechsel überrascht. "Habe ich etwas falsch gemacht?", fragte Hamilton perplex im Teamradio, als er plötzlich Vettels "Loria" vor sich sah. "Wir dachten, wir seien auf der sicheren Seite", funkte Renningenieur Peter Bonnington wenig aufschlussreich zurück.

Nach Rennschluss versuchte Motorsportchef Toto Wolff eine Erklärung für das Malheur zu finden. "Wir glaubten, dass wir die Szenarien für eine Safety-Car-Phase und ein virtuelles Safety Car so abgedeckt hätten, dass Sebastian nicht an die Box gehen und vor Lewis wieder herauskommen könnte", berichtete der Österreicher. Und obwohl Vettel fünf Sekunden schneller als Hamilton durch den ersten Sektor fuhr, weil er an der kritischen Stelle bereits vorbei war, als Gelb geschwenkt wurde, "leuchtete immer das grüne Licht. Unsere Software hat uns vier Sekunden Spielraum angezeigt."

Ein Trugschluss. Denn statt der 15 Sekunden, die das Programm fälschlicherweise errechnete, "waren es in Wirklichkeit nur elf", führte Wolff weiter aus: "Dann sahen wir plötzlich im TV-Bild, wie Vettel vor uns auf die Strecke fuhr." Zwar sei es bei einem Virtual Safety Car normal, dass man mal profitiere und mal etwas verliere, aber hier gebe es "eindeutig ein Problem auf unserer Seite".

Dieser Meinung war auch Ex-Mercedes-Pilot und heutiger RTL-Experte Nico Rosberg: "Mercedes lag um mehrere Sekunden daneben. Das sind Welten in diesem Sport. Da lief also irgendetwas massiv falsch. Das hat ganz klar den Sieg gekostet."

Mercedes vertraut seit fünf Jahren auf die Software. Und es ist nicht das erste Mal, dass sie scheinbar falsche Daten ausspielt. Schon beim Großen Preis von Monaco 2015 gab sie in einer ähnlichen Situation falsche Abstände an und klaute Hamilton so den Sieg. Der Profiteur damals: Nico Rosberg. Kein Wunder also, dass Wolff ankündigte, den Fehler "analysieren, verstehen und beheben" zu wollen.

Mercedes und Lewis Hamilton zeigen wahren Speed

Nichtsdestotrotz muss man Ferraris - und vor allem Vettels - Leistung anerkennen. Immerhin schaffte es der viermalige Weltmeister vor seinem Boxenstopp, die Lücke auf Hamilton groß genug zu gestalten. Und: Er hielt dem Druck des Engländers 24 Runden lang Stand - obwohl dieser im eindeutig schnelleren Fahrzeug saß.

"Wir sind noch nicht ganz da, wo wir sein wollen. Wir sind noch nicht auf einem Level mit Mercedes, Lewis war der schnellste Mann da draußen", sagte Vettel richtigerweise auf der Pressekonferenz. Denn während Hamilton zu Rennbeginn seinen Vorsprung auf die Ferraris zu verwalten schien, zeigte er im Schlussstint das wahre Potenzial seines Silberpfeils: Nachdem der amtierende Champion nach einem Ausritt ins Gras plötzlich mehrere Sekunden Rückstand auf Vettel hatte, eilte er binnen weniger Runden wieder ans Heck des Ferraris heran. Ein für die Konkurrenz wohl erschreckendes Bild.

Doch Vettel behielt die Nerven. Er umkurvte den Albert Park fehlerlos und ließ Hamilton auch dank des starken Topspeeds nicht attackieren. Was ihm zusätzlich half: Sobald der Mercedes im Windschatten des Ferraris war, lief der Motor zu heiß und Hamilton musste wieder Abstand nehmen. Auch die Luftverwirbelungen machten das Leben für den Pole-Rekordhalter nicht einfacher.

"Man muss Ferrari Respekt aussprechen", lobte Wolff den großen Rivalen: "Wir haben drei Teams gesehen, die sehr konkurrenzfähig sind. Uns wurde heute und gestern ins Gesicht geschlagen."

Ein Schlag, der nach Hamiltons überragender Qualifying-Runde am Samstag saß. "Ich kann immer noch nicht glauben, was da passiert ist", zeigte sich der 33-Jährige ratlos. Ebenfalls ratlos, nur deutlich aggressiver äußerte sich dann noch Wolff zur Niederlage: "Ich würde gerne irgendwen erwürgen, ich weiß aber noch nicht wen."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung