Formel 1

Formel 1 - Driver-Ranking zum Australien-GP: Weck' den Alonso in dir!

Montag, 26.03.2018 | 18:15 Uhr
Fernando Alonso fährt seit 2015 für McLaren. Zuvor war er bereits 2007 für das Team unterwegs.
© getty

Nach jedem Grand Prix der Formel 1 bewertet SPOX die Leistungen der Fahrer am vergangenen Wochenende. Teil 1 der Saison 2018: der Große Preis von Australien.

Fernando Alonso sticht zum Saisonauftakt in Melbourne besonders hervor, Lewis Hamilton fuhr besser als Rennsieger Sebastian Vettel. Außerdem: Rookie Charles Leclerc überzeugt beim Debüt und Nico Hülkenberg holt das Maximum heraus.

Platz 10, Carlos Sainz Junior:

Nico Hülkenberg hat endlich einen starken Teamkollegen! Was sich gegen Ende der Vorsaison schon andeutete, zeigte sich auch in Melbourne: Carlos Sainz Jr. ist nicht weit weg. Lediglich vier Hundertstel war der Spanier im Qualifying langsamer als Hülkenberg - eine Winzigkeit.

Im Rennen war der Unterschied dann allerdings größer, 13 Sekunden trennten beide Renault-Piloten bei der Zieleinfahrt. Warum? Nun, Sainz erwischte offenbar nicht seinen besten Tag und patzte mit einem heftigen Verbremser in Kurve 9, der ihn nicht nur in die Wiese schlittern, sondern auch noch einen Platz an Alonso verlieren ließ.

Ab Rennhalbzeit hatte er dann nochmals ordentlich zu kämpfen. Diesmal aber weniger mit seinem Gefährt als vielmehr mit seinem körperlichen Zustand. Weil das Trinksystem kaputt ging, floss immer mehr und mehr Wasser in Sainz' Bauch, sodass ihm irgendwann speiübel wurde. "Das ganze Wasser ist von Seite zu Seite geschwappt, es war ziemlich schwierig. Irgendwann unter dem Safety-Car musste ich mich beinahe übergeben", klagte der 23-Jährige.

Platz 9, Stoffel Vandoorne:

Solide. So lässt sich der Auftritt des Belgiers wohl am besten beschreiben. Er war nicht furios unterwegs und am gesamten Wochenende immer einen Tick langsamer als Stallgefährte Alonso, zeigte aber konstante Leistungen ohne größeren Patzer. Ärgerlich für ihn: Wäre er eine Runde später zum Reifenwechsel abgebogen, hätte er das Virtual Safety Car mitnehmen können und wäre wohl als Siebter oder Achter ins Ziel gekommen.

Platz 8, Kevin Magnussen:

58 Runden müssen beim Großen Preis von Australien bewältigt werden. Kevin Magnussen schaffte nur 22. Warum er trotzdem einen Platz im Ranking verdient? Weil er bis dahin einfach ein bärenstarkes Wochenende abgeliefert hat.

Schon mit Platz fünf in der Startaufstellung bestätigte er den guten Eindruck der Winter-Testfahrten. Vor Teamkollege Romain Grosjean war der Däne "Best of The Rest". Im Rennen ging's dann von Beginn an munter weiter: Weil Verstappen beim Start von den beiden Ferraris aufgehalten wurde, schlüpfte Magnussen gemütlich außen am Red Bull vorbei.

Bis sich Verstappen mit seinem Dreher irgendwann selbst aus dem Zweikampf verabschiedete, erstickte Magnussen die Angriffe des Niederländers Runde um Runde im Keim. Umso bitterer sein Ausfall: Weil die Haas-Mechaniker das linke Vorderrad nicht richtig montierten, musste er seinen Wagen vorzeitig abstellen. Ohne dieses Malheur wäre wohl das zweitbeste Resultat seiner Formel-1-Karriere drin gewesen (bestes Ergebnis: zweiter Platz beim Australien-GP 2014).

Platz 7, Charles Leclerc:

Wenn am Nachmittag das erste Qualifying deiner F1-Karriere ansteht, möchtest du dich im dritten Freien Training eigentlich einschießen, um in den Quali-Rhythmus kommen. Blöd, wenn es genau dann regnet und die Trockenübung im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fällt.

Also ging es für Charles Leclerc ohne echte Generalprobe ins Shootout. Mit dem Ergebnis: Platz 18, vorletzte Startreihe. Als Rookie in einem Sauber? Eine starke Leistung! Zumal auch nur ein Zehntel zu Teamkollege Marcus Ericsson fehlte. Im Rennen hielt sich der junge Franzose dann ebenfalls wacker und ließ Lance Stroll und Brendon Hartley hinter sich. Herzlich willkommen in der Formel 1, Charles!

Platz 6, Daniel Ricciardo:

Dass er drei Startplätze zurückgestuft wurde, hatte sich der Aussie Boy selbst zuzuschreiben. Immerhin passte er im Freien Training am Samstag nicht auf und fuhr bei Rot zu schnell durch den Albert Park. Mit diesem Handicap im Gepäck, fuhr es sich für Ricciardo in der Qualifikation offenbar nicht unbedingt leichter. Drei Zehntel hatte er Rückstand auf Verstappen.

Am Sonntag lief's dann aber besser. Mit einem beherzten Überholmanöver hievte sich Ricciardo in der Anfangsphase an Hülkenberg vorbei, anschließend profitierte er vom Rennverlauf, sodass er sogar am Podium knabberte. Und: Ricciardo hat gezeigt, dass er im Gegensatz zu Teamkollege Mad Max etwas mehr Reife am Lenkrad ausstrahlt.

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