Formel 1

Formel-1-Boss Carey über Grid-Girl-Kontroverse: "Geht um die Zukunft des Sports"

Von SPOX
Formel-1-Boss Carey über Grid-Girl-Kontroverse: "Geht um die Zukunft des Sports."
© getty

Nachdem die Entscheidung von Liberty Media, die Grid Girls der Formel 1 bereits für die kommende Saison abzuschaffen, zu großen Protesten geführt hatte, hat sich nun der neue CEO Chase Carey zu Wort gemeldet. Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätte man die Grid Girls behalten. Er habe jedoch an die Zukunft des Sports denken müssen.

Die Königsklasse des Motorsports wird von Liberty Media fleißig umgekrempelt: Zur neuen Saison kommt der Halo-Schutz für die Fahrer, die Zeiten der Rennstarts wurden angepasst - und die berühmten Grid Girls abgeschafft. Vor allem letzte Entscheidung hatte zu Protesten geführt.

Unter anderem hatten sich Max Verstappen, Nico Hülkenberg und Niki Lauda gegen die Entscheidung ausgesprochen. Auch die Grid Girls selbst hatten in den Medien vielerorts für ihren Job geworben.

Man habe mit dieser Reaktion gerechnet, gab Carey gegenüber Sport Bild und Auto Bild Motorsport zu. "Ich respektiere das. Wenn es allein nach mir gegangen wäre: Auch ich habe die Grid Girls gemocht!" Viele Frauen hätten den Job "mit viel Stolz" ausgeübt.

Viele empfanden den Einsatz von Grid Girls veraltet

Die Welt würde sich aber nunmal weiterdrehen, gab der Amerikaner zu bedenken: "Dann darf man nicht so stur sein, an dem festzuhalten, was vor 20 Jahren mal Sinn gemacht hat." Trotzdem würden schöne Frauen weiter zur Formel 1 gehören, "das kann ich versprechen".

Carey sprach davon, sich einer Mehrheit nicht verweigern zu können: "Für viele war das Konzept zwar ok, mehr aber auch nicht. Umso wichtiger wurden die Stimmen, die den Einsatz von Grid Girls für veraltet halten."

Es gehe um die "Zukunft des Sports. Und wenn es ein bedeutendes Klientel gibt, das der Meinung ist, Grid Girls passen nicht mehr in diese Welt, darf man sich dem nicht verschließen." Um welches Klientel es sich handelt, führte er allerdings nicht aus.

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