Dienstag, 15.11.2016

Ron Dennis ist nicht mehr Chef von McLaren

Ron Dennis muss McLaren verlassen

Der Brite Ron Dennis ist als Chef des traditionsreichen Formel-1-Rennstalls McLaren abgesetzt worden. Das bestätigte der 69-Jährige am Dienstag im Anschluss an eine Vorstandssitzung der McLaren Technology Group, damit findet eine der längsten und erfolgreichsten Ehen in der Königsklasse des Motorsports ein unrühmliches Ende.

Dennis war seit 1981 bei McLaren in unterschiedlichen Funktionen am Gewinn von sieben Konstrukteurs-Weltmeisterschaften und zehn Fahrer-Titeln beteiligt.

Dennis drückte in einer ersten Reaktion seine "Enttäuschung" aus und nannte die Gründe für seine Absetzung "völlig unberechtigt". Schon seit einigen Wochen hatte es in der Konzernspitze gegärt, Dennis kämpfte um seinen Job, die Absetzung kommt nun aber nicht mehr überraschend. Am Dienstag hätten ihn die übrigen Anteilseigner erneut dazu gedrängt, seine Ämter als Vorsitzender und Geschäftsführer der McLaren-Group aufzugeben, daraufhin legte er diese nieder.

Dennis bleibt Anteilseigner

SPOX Livescore App

Er wolle jedoch bis auf Weiteres Mitglied des Vorstands sowie Anteilseigner bleiben. Dennis hält 25 Prozent der Konzern-Anteile, weitere 25 Prozent sind im Besitz des saudi-arabischen Geschäftsmannes Mansour Ojjeh, der bahrainische Investmentfonds Mumtalakat hält 50 Prozent.

Laut Medienberichten hatte Dennis vor wenigen Tagen dem Vorstand ein Übernahmeangebot einer chinesischen Investorengruppe in Höhe von umgerechnet rund 1,9 Milliarden Euro unterbreitet. Dieser Interessent habe Dennis zugesichert, dessen im Januar 2017 auslaufenden Vertrag im Verkaufsfall zu verlängern. Dies habe die weiteren Vorstandsmitglieder dazu veranlasst, Dennis zu suspendieren.

Schon in den vergangenen Tagen hatten sie an einer sofortigen Ablösung des langjährigen Teamchefs (1981 bis 2009) gearbeitet. Gegen diese versuchte Dennis in der vergangenen Woche gerichtlich vorzugehen, blieb dabei aber erfolglos.

Alle Mehrsport-News in der Übersicht

Das könnte Sie auch interessieren
Sebastian Vettel ist optimistisch, was die neue Saison betrifft

Vettel: "Ferrari viel weiter, als viele Leute glauben"

Paul Di Resta fuhr bislang 58 Rennen in der Formel 1

Di Resta bleibt Ersatzfahrer bei Williams

Niki Lauda (l.) und Toto Wolff sind die Macher bei Mercedes

Bestätigt! Mercedes-Bosse verlängern Verträge


Diskutieren Drucken Startseite
Trend

Breitere Reifen, breitere Autos. Wir die Formel 1 durchs neue Reglement spannender?

Michael Schumacher wurde 1997 mit einem zwei Meter breiten Ferrari Weltmeister in der Formel 1
Ja
Nein
Interessiert mich nicht

www.performgroup.com

Copyright © 2017 SPOX. Alle Rechte vorbehalten.