Donnerstag, 20.10.2016

Lewis Hamilton äußert sich zu sich und dem Formel-1-Zirkus

Hamilton: "Ich bin mit mir im Reinen"

Lewis Hamilton ist nicht nur dreimaliger Formel-1-Weltmeister, er ist für viele auch der einzige echte Superstar in der Königsklasse des Motorsports. Nun verriet der Engländer, wie er mit dem Ruhm umgeht, warum er so emotional ist - und wieso ihm seine einstigen Kritiker nun Freude bereiten.

"Natürlich habe ich mir immer vorgestellt, wie es in der Formel 1 sein wird", berichtet Hamilton bei ESPN: "Aber alles ist größer, besser und anders. Als ich davon geträumt habe, Rennfahrer zu werden, habe ich nie an das Drumherum gedacht."

Hamilton, der seit 2007 in der Formel 1 aktiv ist, wurde mit seinen Leistungen und seinem ersten Titel (2008) schnell zu einem Aushängeschild seines Sports.

"Das Leben hat sich sehr verändert. Ich war ein kleines Nobody-Kind und werde nun auf der Straße erkannt. Ich habe mich von einer schüchternen, nervösen Person zu einer selbstbewussten, erfolgreichen Person entwickelt", erzählt Hamilton. Trotz dieser Veränderung sei er aber "immer noch das Kind von damals".

"Ich bin mit mir im Reinen"

Mit seiner extrovertierten Art und mit seinen Social-Media-Auftritten polarisiert Hamilton wie nur wenige in der Formel 1. Kritiker zu haben, ist für den Mercedes-Piloten jedoch nichts Neues. Schon früher zweifelten viele an ihm.

"Ich muss einfach lachen, wenn ich an all die Leute denke, die gesagt haben, dass ich nicht gut genug bin. Manchmal tauchen sie in meinem Kopf wieder auf und dann erinnere ich mich, wie ich mich wegen ihnen damals gefühlt habe - nur damit sie sich groß fühlen", so Hamilton: "Sie machten mich runter, aber jetzt, kann ich darüber lachen und bin mit mir im Reinen."

Allerdings: Auf dem Weg zum Erfolg warteten einige Stolpersteine. "In der Öffentlichkeit aufzuwachsen, ist schwierig. Es gibt viele Tücken", gibt der 31-Jährige zu und weist auf sein soziales Umfeld hin, dass ihm vor einigen Fehlern bewahrt habe. Und wenn er doch in eine Falle tritt? "Dann kümmert mich das heute weniger. Wenn es passiert, ist es eben so und ich nehme es mit Humor."

Hamilton spürt alles

Dass er nach Niederlagen - wie zuletzt in Malaysia und Japan - oft dünnhäutig wirkt, hat für Hamilton einen klaren Grund. "Immer wieder kommentieren Leute die Tatsache, dass ich emotional werde, und sogar nach Niederlagen fröhlicher sein sollte. Diese Leute vergessen, wie viel ich in diesen Sport investiert habe. Bei mir sind es 23 Jahre."

Und weiter: "Es handelt sich um eine Erweiterung meines Lebens und meines Körpers. Das ist wirklich schräg, aber ich spüre es. Ich schätze, dass ich deswegen gut darin bin, weil ich nicht nur mit meinem Kopf fahre. Ich spüre es in meinem Herzen, in meinem Brustkorb, meinen Bauchmuskeln, meinem Hintern, in meinem Nacken, ich spüre alles."

Vor dem Großen Preis der USA (alle Sessions im LIVETICKER) liegt Hamilton hinter Rivale Nico Rosberg auf Platz zwei der Fahrer-Weltmeisterschaft. Mit 33 Punkten Rückstand kann er seinen Titel vier Rennen vor Saisonende nicht mehr aus eigener Kraft verteidigen.

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