Samstag, 28.05.2016

Formel 1: Entscheidung des Automobilweltverbands steht fest

Beschluss: Halo statt Red-Bull-Kanzel

Der Automobilweltverband hat seine Entscheidung getroffen: Zur Saison 2017 führt die Formel 1 das sogenannte Halo-System ein, um den Kopf des Fahrers besser zu schützen. Die von Red Bull entwickelte Variante mit einer Plexiglaskanzel fand keine Unterstützung.

Kimi Räikkönen testete das neue Halo-System bereits im März
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Kimi Räikkönen testete das neue Halo-System bereits im März

Die technischen Deligierten der Teams hatten sich am Rande des Großen Preis von Monaco mit FIA-Technikchef Charlie Whiting getroffen, um über den Kopfschutz zu beraten. Laut Autosport fand Red Bulls Aeroscreeen keine Mehrheit, weil die Teams Zeitdruck monierten. Die Deadline für die Entscheidung, welche Variante ab der kommenden Saison gefahren wird, war auf den 1. Juli 2016 gelegt worden.

Die Gründe für die Entscheidung sind vielfältig. Das Halo-Device, bei dem eine Stange mittig vor dem Fahrerkopf aus der Nase des Autos herausragt, sich in zwei Streben teilt und bis zur Motorabdeckung reicht, beeinflusst die Aerodynamik der Autos weit weniger als die Cockpitkanzel mit ihrer Scheibe.

Kopfschutz: Red Bull Canopy oder Halo der FIA
Hoher Besuch am Donnerstag vor dem GP von Russland in der Red-Bull-Box: FIA-Rennleiter Charlie Whiting guckte sich das Auto an
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Hoher Besuch am Donnerstag vor dem GP von Russland in der Red-Bull-Box: FIA-Rennleiter Charlie Whiting guckte sich das Auto an
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Der Grund: Red Bull testet im Freien Training erstmals sein "Canopy", mit dem ab der Saison 2017 der Fahrerkopf geschützt werden soll
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Der Grund: Red Bull testet im Freien Training erstmals sein "Canopy", mit dem ab der Saison 2017 der Fahrerkopf geschützt werden soll
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Daniel Ricciardo stand zur Sitzprobe bereit und benutzte die Cockpitkanzel gleich als Einstiegshilfe
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Daniel Ricciardo stand zur Sitzprobe bereit und benutzte die Cockpitkanzel gleich als Einstiegshilfe
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Der Helm wurde Daniel Ricciardo erst nach dem Einsteigen überreicht - nicht ungewöhnlich
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Der Helm wurde Daniel Ricciardo erst nach dem Einsteigen überreicht - nicht ungewöhnlich
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Sicher ungewöhnlich: Der Anblick des gläsernen Kopfschutzes vor dem Fahrerhelm, echte Windschutzscheiben sind in der Formel 1 lange verschwunden
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Sicher ungewöhnlich: Der Anblick des gläsernen Kopfschutzes vor dem Fahrerhelm, echte Windschutzscheiben sind in der Formel 1 lange verschwunden
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Von oben betrachtet wird klar, dass der Fahrer bei aufrechtem Fahrzeug weiter ohne Probleme aussteigen kann, sollte er auf der Strecke stehenbleiben
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Von oben betrachtet wird klar, dass der Fahrer bei aufrechtem Fahrzeug weiter ohne Probleme aussteigen kann, sollte er auf der Strecke stehenbleiben
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Kritische Blicke nach der Sitzprobe. Eine Frage dürfte sein: Können die Zuschauer die Fahrer überhaupt noch sehen? Gerade bei Flutlicht könnten Reflexionen blenden
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Kritische Blicke nach der Sitzprobe. Eine Frage dürfte sein: Können die Zuschauer die Fahrer überhaupt noch sehen? Gerade bei Flutlicht könnten Reflexionen blenden
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Dann ist es endlich so weit. Die Neuerung ist erstmals in Action zu erleben
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Dann ist es endlich so weit. Die Neuerung ist erstmals in Action zu erleben
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Wie sollen wir das optisch finden?
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Wie sollen wir das optisch finden?
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Zuvor hatte Red Bull die Kanzel als Reaktion auf den FIA-Vorschlag "Halo" schon als Computergrafik präsentiert
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Zuvor hatte Red Bull die Kanzel als Reaktion auf den FIA-Vorschlag "Halo" schon als Computergrafik präsentiert
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Die gläserne, halboffene Kuppel mit zwei Stützstreben am seitlichen Rand reicht um dem Fahrerkopf
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Die gläserne, halboffene Kuppel mit zwei Stützstreben am seitlichen Rand reicht um dem Fahrerkopf
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Der Nachteil: Es ist nach vorn geschlossen. Kommt also etwa Öl drauf, muss der Fahrer wohl an die Box. Und wie ist die Sicht bei Regen?
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Der Nachteil: Es ist nach vorn geschlossen. Kommt also etwa Öl drauf, muss der Fahrer wohl an die Box. Und wie ist die Sicht bei Regen?
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Sehen Sie mich? Sehe ich was? Der Heiligenschein der Formel-1-Fahrer ist da!
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Sehen Sie mich? Sehe ich was? Der Heiligenschein der Formel-1-Fahrer ist da!
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Kimi Räikkönen probierte das von der FIA favorisierte Halo-System beim zweiten Pre-Season-Test zur Saison 2015 in Barcelona am Ferrari aus
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Kimi Räikkönen probierte das von der FIA favorisierte Halo-System beim zweiten Pre-Season-Test zur Saison 2015 in Barcelona am Ferrari aus
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Eingeführt werden die Schutzstreben um den Helm erst zur Saison 2017
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Eingeführt werden die Schutzstreben um den Helm erst zur Saison 2017
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Ist der Blick frei geradeaus? Stark behindernd wirkt die einzelne Strebe vor dem Gesicht zumindest nicht
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Ist der Blick frei geradeaus? Stark behindernd wirkt die einzelne Strebe vor dem Gesicht zumindest nicht
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Positiver Nebeneffekt: Der Sponsor freut sich und das Dreieck könnte auch als Sonnenblende dienen
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Positiver Nebeneffekt: Der Sponsor freut sich und das Dreieck könnte auch als Sonnenblende dienen
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Wichtiger ist der Sicherheitsaspekt: Herumfliegende Großteile wie ein Reifen können den Kopf kaum mehr treffen
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Wichtiger ist der Sicherheitsaspekt: Herumfliegende Großteile wie ein Reifen können den Kopf kaum mehr treffen
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Praktisch: Die Stangen eignen sich auf den ersten Blick auch bestens, um das Auto zurück in die Box zu schieben
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Praktisch: Die Stangen eignen sich auf den ersten Blick auch bestens, um das Auto zurück in die Box zu schieben
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Zudem will die FIA angeblich den Aeroscreen nicht. Ein Grund könnte sein, dass er im Vergleich zum Halo teurer ist. Der Automobilweltverband plant allerdings, den Kopfschutz in den kommenden Jahren von der Formel 1 auf die Nachwuchsserien auszuweiten.

Das Halo-System hatte Ferrari bei den Wintertests in Barcelona erstmals ans Auto geschraubt. Seitdem wurde es weiterentwickelt. Die Sicherheit der neuen, stromlinienförmigeren Version soll am 24. Juni 2016 überprüft werden. Besteht das System die Tests, könnte seine Einführung beim nächsten Treffen bezüglich der technischen F1-Regularien am 6. Juli 2016 endgültig beschlossen werden.

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