Montag, 25.04.2016

Abstimmung über Reglement 2017

Dienstag wird in Genf entschieden

Schneller, breiter, lauter - die Entwürfe zum Formel-1-Reglement ab der Saison 2017 werden in der Motorsport-Königsklasse seit Monaten kontrovers diskutiert. Am Dienstag kommen die Strategiegruppe und die Formel-1-Kommission in Genf zusammen, um über die Regularien abzustimmen.

Nico Rosberg beim GP von China
© getty
Nico Rosberg beim GP von China

Bis kommenden Samstag will der Motorsport-Weltrat das Paket verabschieden. Allerdings sind vorherige selbst gesetzte Deadlines bereits mehrfach verstrichen.

Zur Abstimmung steht eine "Macho-Kur": Die Autos sollen im kommenden Jahr bulliger und schneller werden, die Reifen breiter und die Motoren lauter. Berechnungen zufolge sollen die deutlich aggressiver aussehenden Boliden dann bis zu fünf Sekunden pro Runde schneller sein, Überholmanöver sollen erleichtert werden.

Daneben stehen Entscheidungen über eine Kostensenkung bei Kundenmotoren der vier Hersteller Ferrari, Mercedes, Renault und Honda sowie eine Angleichung der Motorenpower auf der Agenda.

Festhalten an Reglement gewünscht

An vielen Punkten schieden sich in den letzten Wochen aber die Geister. Der größte Kritikpunkt einiger Teamchefs, Piloten und Ingenieure: Durch den erhöhten Anpressdruck aufgrund der veränderten Fahrzeug-Aerodynamik wird das Überholen noch schwerer, weil die Verwirbelungen für hinterherfahrende Fahrzeuge zunehmen und deren Reifen noch stärker belastet würden.

Es wächst eine Front, die sich ein Festhalten am bisherigen Reglement wünscht. "Je länger man Regeln stabil hält, desto mehr schmilzt die Performance zwischen allen zusammen. Das passiert im Moment", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.

Einigkeit bei Sicherheitsmaßnahmen

In der Vergangenheit hatten weitreichende Regel-Reformen für einen Wechsel an der Spitze gesorgt. Seit Beginn der Hybrid-Ära 2014 ist Mercedes der dominierende Rennstall mit 35 Siegen in 41 Rennen.

Weitgehende Einigkeit besteht dagegen bei der Erhöhung der Sicherheitsmaßnahmen. Allerdings hat Red Bull als Alternative zum strebenartigen Cockpitschutz Halo ("Heiligenschein") das kanzelartige Konzept Canopy ("Baldachin") entwickelt, welches mit Genehmigung des Automobil-Weltverbandes FIA im ersten Freien Training zum Großen Preis von Russland in Sotschi (Sonntag 14 Uhr im LIVETICKER) von dem österreichischen Team getestet wird.

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