Formel 1

Ecclestone: "Gerne 100 Hamiltons"

Von SPOX
Lewis Hamilton erfreut sich bei Bernie Ecclestone größter Beliebtheit
© getty

Während Formel 1-Boss Bernie Ecclestone von Lewis Hamilton schwärmt, warnt der Routinier Jenson Button die Youngster vor zu viel Ehrgeiz und glaubt nicht an deren lange Karrieren. Sebastian Vettel freut sich über seinen neuen Chef-Ingenieur und Renault sieht für 2017 schon schwarz.

Ecclestone: "Hätte gerne 100 Hamiltons" Während manche Fahrer in der Königsklasse echte Medienprofis sind, ist Lewis Hamilton einer der wenigen Fahrer, die noch polarisieren. Das bisweilen extravagante Auftreten des Briten und seine Vorliebe fürs Feiern sind manchem seiner Kritiker ein Dorn im Auge. In Schutz genommen wird er aber von höchster Stelle. Gegenüber La Gazzetta dello Sport tat Bernie Ecclestone die Vorwürfe über Hamiltions Auftretenals "Unsinn" ab. "Wenn er das alles tragen will, dann soll er das auch tun. Ich hätte gerne 100 von diesen Fahrern in der Formel 1. Solange er schnell ist, kann er alles machen, was er möchte." Auch die Proffessionalität des Champions stellt der 85-Jährige nicht in Frage: "Ich kenne ihn. Lewis nimmt alles sehr ernst. Er würde seine Vorbereitung nicht gefährden, nur um zu einem Event zu gehen."

Button greift Youngster an: Wenn man über polarisierende Persönlichkeiten spricht, kommt man an Jenson Button nicht vorbei. Einst als Playboy verschrien, gibt der Brite den selbstbewussten Youngstern wie Max Verstappen nun Tipps. Etwa den, dass die Außendarstellung für Fahrer extrem wichtig sei. "Das müssen die neuen Kids schnell lernen", sagte er Sky Sports F1. Insofern glaubt der seit drei Jahren sieglose Button auch nicht an eine sehr lange Verweildauer der Neuen in der Formel 1: "Ich wäre überrascht, sollte ein 18- oder 19-Jähriger, der jetzt in die Formel 1 kommt, eine 17 Saisons währende Karriere vor sich haben." Sein eigenes Erfolgsrezept beschreibt Button indes durch eine Veränderung auf der Strecke: "Nach dem Einsteigen in das Auto bin ich eine ganz bestimmte Person. Ich gebe alles und ich habe das Gefühl, es gäbe dann auf ein Rennwochenende gesehen keinen Besseren als mich."

Vettel froh über neuen Ingenieur: Erst seit rund drei Monaten arbeitet Jock Clear nach der Entlassung des früheren Chefingenieurs Pat Fry offiziell für Ferrari - ganz zur Freude von Sebastian Vettel. "Er ist klar, sehr strukturiert und mit sehr viel Erfahrung gepaart auf jeden Fall eine Bereicherung für das Team und wird uns sehr helfen", so der Deutsche. Gegenüber Motorsport-Total.com beschreibt Clear seine Rolle ganz pragmatisch:"Wir müssen abliefern, was uns die Jungs aus der Fabrik vorgeben." Besonders wichtig sei dabei aber, nicht die menschliche Ebene zu vergessen.

Pirelli-Vertrag noch unsicher? Die Reifen von Pirelli sorgten nicht erst seit dem Melbourne-Rennen für Aufregung in der Formel 1. Da die Italiener zwar mit Bernie Ecclestone, nicht jedoch mit der FIA, einen Vertrag für 2017 bis 2019 abgeschlossen haben, gab es zuletzt Gerüchte, der Deal könnte noch platzen. Pirelli-Motorsportdirektor Paul Hembery wiegelt im Gespräch mit Motorsport-Total.com aber ab. "Nein, ich denke nicht. Der aktuelle Vertrag läuft immer noch ein Jahr." Auch Formel-1-Rennleiter Charlie Whiting zeigt sich optimistisch: "Wir haben Pirelli eine Liste mit Anforderungen für 2017 gegeben. Sie sind zuversichtlich, dass sie diese Anforderungen erfüllen können." Falls das wider Erwarten nicht der Fall sei, habe man aber auch noch keine Lösung parat.

Renault pessimistisch für 2017: Die neue Saison hat kaum begonnen, da macht man sich bei Renault angesichts der neuen Regeln für 2017 schon Gedanken über die nächste Saison. Das Konzept für die Neuerungen soll bis Ende April stehen. Geht es nach Renault-Technikchef Bob Bell, sollen die eigenen Planungen ebenfalls möglichst früh beginnen. "Ganz ehrlich: Das Team, das mit der Entwicklung vor sechs Monaten begonnen hat, wird 2017 die Nase vorn haben", sagte er gegenüber ESPN und ergänzte: "Es gibt Teams, die bereits seit dieser Zeitspanne daran arbeiten, wenn nicht sogar länger." Insofern will Bell, der die neuen Regeln im Übrigen sehr begrüßt, sich auch verstärkt auf die Folgesaison fokussieren und weniger auf die Weiterentwickung des aktuellen Boliden: "Sonst werden wir auch im nächsten Jahr hinterherhinken", so Bell.

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