Formel 1

Surtees kritisiert Hamilton

Von SPOX
Lewis Hamilton hält das neue Sicherheitsystem für überflüssig
© getty

Lewis Hamilton ätzt gegen ein Sicherheitssystem und erntet dafür Kritik von John Surtees, der an seinen verstorbenen Sohn erinnert. Sauber hat seine Rechnungen beglichen. Monza steht weiterhin auf der Kippe und Christian Horner hofft auf schnellere Autos ab 2017.

Surtees kritisiert Hamilton: Das Halo-System spaltet die Formel-1-Welt. Weltmeister Lewis Hamilton betonte vor kurzem, dass er das neue Sicherheitssystem nicht freiwillig auf seinen Boliden schrauben werde, zudem sei es die "schlimmste Modeerscheinung in der F1-Geschichte."

Dem entgegnete jetzt Ex-Weltmeister John Surtees gegenüber Press Association Sport und erinnerte dabei an seinen 2009 verunglückten Sohn: "Ich habe Henry auf tragische Weise verloren. Durch solch eine neue Entwicklung hätte das verhindert werden können." Henry Surtees wurde bei einem Formel-2-Rennen in Brands Hatch von einem Reifen am Kopf getroffen und verstarb im Alter von 18 Jahren.

"Lewis sollte vielleicht ein bisschen mehr über Halo nachdenken. Als Weltmeister hat er eine gewisse Verantwortung. Er könnte es zumindest in Erwägung ziehen und sich einbringen", fordert der Weltmeister von 1964, "manchmal müssen Veränderungen geschehen. Henry wurde von einem Rad, das 28 Kilogramm gewogen hat, getroffen. Er würde nun wahrscheinlich noch leben."

Sauber bezahlt seine Mitarbeiter: Krise abgewendet: Sauber hat die ausstehenden Lohn-Zahlungen für den Monat Februar überwiesen und alle seine Mitarbeiter bezahlt. Damit steht ein Start beim Australien-GP nichts im Weg. Das bestätigte das Team am Mittwoch.

Sauber hatte aufgrund von Cashflow-Problemen die Gehälter nicht vollständig bezahlen können. Grund sei ein Problem bei der Überweisung "eines großen Sponsoringbetrages aus dem Ausland" gewesen, wie Teamchefin Monisha Kaltenborn dem Blick erklärte. Für dieses Problem wurde nun aber eine Lösung gefunden.

Bauernopfer für Monza?: Monza steht weiter auf der Kippe. Noch immer wurde der 2016 auslaufende Vertrag mit der Formel 1 nicht verlängert, dem traditionsreichen Italien-GP droht das Aus. Neuer Streitpunkt ist nun die Betreiberfirma SIAS, die für die Piste verantwortlich ist.

In Bernie Ecclestones Augen konzentrieren sich die Streckenbetreiber zu wenig auf die Königsklasse. Anstatt zum Beispiel Geld in die Erneuerung der Infrastruktur zu stecken, würde sich SIAS zu sehr in Nebenprojekten wie der Superbike-WM oder der Formel E verzetteln. Um dem nun entgegenzuwirken, soll ACI-Chef Angelo Sticchi Damiani angeblich versuchen, die SIAS-Verantwortlichen zu stürzen.

SIAS-Präsident Andrea Dell'Orto wehrte sich gegenüber der Gazzetta dello Sport umgehend gegen die Vorwürfe: "Ecclestone kann mich ja anrufen und mich nach meinen Beweggründen fragen. Wir versuchen lediglich, unsere Strecke zu modernisieren und für den Motorradsport fit zu machen. Wir haben 2015 einen Verlust von 1,5 Millionen Euro geschrieben. Auch deshalb, weil der Formel-1-GP weniger eingebracht hat als erwartet."

Horner: "Die Männer aus den Jungs hervorheben": Cristian Horner glaubt, dass die Formel 1 die Chance hat, mit den neuen Regularien für die Saison 2017 Autos zu bauen, "die eine echte Herausforderung für die Fahrer sind. Sie würden die Männer von den Jungs hervorheben. Sie müssten ihr Geld hart verdienen, es wäre spektakulär, etwas, das alle sehen wollen", wie Horner Autosport erzählt.

Horner und sein Red-Bull-Team sind großer Befürworter der Regeländerungen, die die Boliden bis zu sechs Sekunden pro Runde schneller machen könnten, befindet sich dabei aber in der Unterzahl. Die Frist, bis die Regeländerungen beschlossen werden müssen, wurde bis zum 30. April verlängert.

"Hoffentlich ergibt sich bis dahin eine Möglichkeit, ein Konzept für 2017 zu erstellen, das den Kriterien entspricht. Andernfalls würde die Serie eine große Möglichkeit verpassen", so Horner.

Der Rennkalender der Formel 1

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