Formel 1

Todt: Vettel kann Schumacher knacken

Von SPOX
Jean Todt könnte Sebastian Vettel in den nächsten Jahren noch das ein oder andere mal auszeichnen
© getty

Jean Todt traut Sebastian Vettel den ganz großen Coup zu. Da passt es gut, dass Ferrari die angeblichen Motorenprobleme während der Testfahrten in Barcelona dementiert. Dieter Zetsche wundert sich über Bernie Ecclestones "Verkaufsstrategie".

Todt: Vettel kann Schumacher übertrumpfen

Nicht nur Fiat-Chef Sergio Marchionne erhöht dieser Tage den Druck auf Sebastian Vettel, auch Jean Todt gibt den Hoffnungen der Tifosi neue Nahrung. "Sebastian ist ein Teamleader und ein großartiger Rennfahrer, vor allem aber ist er noch sehr jung. Wenn er motiviert bleibt, kann er gut und gerne auch neun WM-Titel holen", schwärmte der FIA-Präsident gegenüber Auto Bild motorsport.

Abgesehen von Talent und Nationalität möchte der ehemalige Ferrari-Teamchef aber keine Parallelen zu Michael Schumachers Karriere bei den Italienern ziehen: "Als ich damals zu Ferrari gekommen bin, war das Team auf einer Skala von eins bis zehn bei drei. Als Sebastian zu Ferrari gewechselt ist, war es bei sieben - und hat schnell weitere Fortschritte gemacht."

Zetsche kritisiert Ecclestones "Verkaufsstrategie"

Mit seinem neuerlichen Rundumschlag in den britischen Medien hat sich Bernie Ecclestone einmal mehr wenig Freunde in der Königsklasse gemacht. Ecclestone bezeichnete die Formel 1 dabei als "schlecht wie nie" und behauptete, er würde niemals Geld ausgeben, um mit seiner Familie ein Rennevent zu besuchen.

Daimler-Konzernchef Dieter Zetsche kritisierte diese Äußerungen nun aufs Schärfste: "Ich wäre nie auf die Idee gekommen, mich beim Genfer Automobilsalon auf die Bühne zu stellen und zu sagen, dass ich nie einen Mercedes fahren würde und den Kunden auch noch empfehle, sich keinen zu kaufen. Ich verstehe nicht, wie jemand, der ja nicht nur Geschäftsführer, sondern auch selbst Anteilseigner eines Produkts ist, so über sein eigenes Produkt reden kann."

Ecclestone hatte in selbigem Interview die Macht von Ferrari und Mercedes in den Gremien der Strategiegruppe mit den Machenschaften in einem Kartell verglichen. Zetsche empfahl im Rahmen einer Mercedes-Präsentation in Estoril: "Wenn er schon so denkt, dann sollte das intern diskutiert werden, aber es ist keine gute Verkaufsstrategie."

Ferrari bestreitet Motorenprobleme

Im Rahmen von Ferraris Testfahrten in Barcelona sprach Auto Bild motorsport von starken Vibrationen der neuen Antriebseinheit 059/5 und berichtete, dass die Kurbelwelle dafür verantwortlich wäre. Sky-F1-Reporter Ted Kravitz sprach von mindestens neun Problemen, die in Zusammenhang mit der neuen Antriebseinheit bei Ferrari und den Kundenteams Sauber und Haas aufgetreten seien.

Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene trat etwaigen Meldungen nun entschieden entgegen: "Das Auto ist neu und es ist ganz normal, dass es Bereiche gibt, die noch weiterentwickelt werden müssen. Ich kann versichern, dass unser Motor in Ordnung ist."

Neben dem bestätigten Austausch der Benzinpumpe kommunizierte Haas in der zweiten Woche einen Schaden des Turboladers. Da Ferrari die Probleme offenbar nicht mit den Kundenteams bespricht, können sich Haas und Co. nur durch eine Aussage von Kimi Räikkönen trösten: "Beim Testen geht es darum, das Auto ans Limit zu bringen - und wenn du das Limit erreichst, geht halt was kaputt."

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