Mittwoch, 24.02.2016

Dritter Tag in Barcelona

Rosberg dritter - Probleme bei Ferrari

Job-Sharing beim Mercedes-Marathon: Nach einer kurzfristigen Fahrplan-Änderung durch die Teamleitung haben sich Nico Rosberg und Weltmeister Lewis Hamilton am dritten Tag der Formel-1-Tests in Barcelona das Cockpit geteilt und bei der Tagesbestzeit des Emmerichers Nico Hülkenberg im Paket erneut eine beeindruckende Rundenzahl ohne sichtbare Probleme zurückgelegt.

Nico Rosberg wurde dritter im Zwischenklassement
© getty
Nico Rosberg wurde dritter im Zwischenklassement

Rosberg schaffte in den ersten vier Stunden 74 Umläufe, Hamilton in der zweiten Hälfte 87. Wieder testeten die Mercedes viele aerodynamische Teile, fuhren vor allem Long Runs und ließen die Konkurrenz über die wahre Leistungsstärke des W07 weiter im Unklaren.

"Wir müssen das Auto pushen, um auf kleine Schwachstellen zu stoßen. Irgendwann wird etwas kaputt gehen. Diese kleinen Schwachstellen wollen wir im Moment entdecken", sagte Rosberg, der ursprünglich erst am Donnerstag wieder fahren sollte. Der Vize-Weltmeister ist sich aber "sicher", dass "das Auto sehr schnell ist".

Damit ließen die Silberpfeile auch am vorletzten Testtag womöglich ganz bewusst der Konkurrenz bei den schnellsten Rundenzeiten den Vortritt. Nach zwei Tagesbestzeiten durch Ferrari-Star Sebastian Vettel setzte am Mittwoch Hülkenberg in 1:23,110 Sekunden die deutliche Top-Zeit auf dem Circuit de Catalunya.

2,9 Sekunden Rückstand für Rosberg

Auf Medium-Reifen wurde Rosberg, der am Dienstag mit 172 Runden den bisherigen Rekordwert der Tests aufgestellt hatte, Fünfter im Tagesklassement mit 2,974 Sekunden Rückstand. Hamilton (+3,311 Sekunden) belegte Rang acht.

Platz zwei erreichte Romain Grosjean (Frankreich) für Einsteiger Haas F1 (+2,764) vor Kimi Räikkönen (Finnland/+2,867) im Ferrari, der das Cockpit vom bereits abgereisten Vettel übernahm.

Dabei offenbarte der neue Ferrari erstmals Schwächen: Nachdem Vettel mit dem SF16-H insgesamt 195 Runden gedreht hatte, konnte Räikkönen wegen Problemen mit der Benzinversorgung erst nach über drei Stunden auf die Strecke gehen. Am Ende standen für den Ex-Weltmeister dennoch 77 Runden zu Buche.

Training mehrfach unterbrochen

Wie an den vorherigen Tagen musste das Training mehrfach unterbrochen werden. Carlos Sainz jr. (Spanien/Toro Rosso) und Kevin Magnussen (Dänemark/Renault) kamen jeweils kurz nach der Boxenausfahrt zum Stehen. Rio Haryanto, Teamkollege des deutschen Neulings Pascal Wehrlein (Worndorf), drehte sich am Mittag mit seinem Manor ins Kiesbett. Der Indonesier war mit 5,139 Sekunden Rückstand auf Hülkenberg Zwölfter und Letzter im Klassement.

Parallel zu den Testfahrten stimmten die Strategiegruppe und die Formel-1-Kommission einstimmig für die Einführung eines neuen Qualifying-Modus, bei dem im Stile eines Ausscheidungsrennens nach einer Einrollphase jeweils im 90-Sekunden-Takt der schwächste Fahrer fliegt. Die Pole-Position belegt, wer wie beim Spiel "Reise nach Jerusalem" als Letzter übrig bleibt.

Wird der Vorschlag am 4. März durch den Motorsport-Weltrat ratifiziert, könnte der neue Modus bereits beim Saisonstart in Melbourne/Australien (20. März) eingesetzt werden.

Die Testfahrten enden am Donnerstag, in Barcelona wird dann erstmals Regen erwartet. Vom 1. bis 4. März stehen weitere Tests auf dem Circuit de Catalunya auf dem Programm.

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