Mittwoch, 13.01.2016

Mercedes-Boss zufrieden

Zetsche: Hamilton/Rosberg perfekt

Der offen ausgelebten Rivalität zwischen Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton und Vize Nico Rosberg zum Trotz sind der exzentrische Brite und der bodenständige Deutsche für Daimler-Vorstand Dieter Zetsche die "absolut perfekte Paarung" beim Weltmeisterteam Mercedes. Das sagte der 62-Jährige dem britischen Magazin Auto Express.

Lewis Hamilton und Nico Rosberg lachen nur selten zusammen
© getty
Lewis Hamilton und Nico Rosberg lachen nur selten zusammen

Neben den fahrerischen Qualitäten des Duos sei ein Grund, dass sich Hamilton und der in Monaco lebende Wiesbadener Rosberg als Charaktere stark unterscheiden. "Das sind zwei Enden der Fahnenstange, und wir können uns damit glücklich schätzen", erklärte Zetsche.

Dass der 31-jährige Hamilton das Privatleben eines Rockstars führt, ist für den Daimler-Boss kein Problem, "solange Lewis Rennen gewinnt und im Einklang mit den Werten unserer Marke bleibt". Vielmehr sieht Zetsche sogar Vorteile in Hamiltons Lebensstil: "Wenn man seine Bedeutung in den sozialen Netzwerken mit zwölf Millionen Followern sieht: Was könnten wir uns mehr wünschen als einen Rockstar?"

Der 30-jährige Rosberg, seit Sommer 2015 Vater einer Tochter, ist für Zetsche der Gegenentwurf: "Gleichzeitig haben wir einen anderen Piloten, der schnell ist, aber einen ganz anderen Lebensstil mit Frau und Kind pflegt."

Zetzsche widerspricht Wolff

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hatte die Spannungen zwischen Hamilton und Rosberg im Dezember noch ausdrücklich als Gefahr für die Ziele des Werksteams bezeichnet. Die "Dynamik der Beziehung" zwischen den einstigen Jugendfreunden sei "die größte Schwäche" des Teams, hatte der Österreicher erklärt.

Für 2016 wünscht sich Zetsche mehr Spannung als in der einseitigen Saison 2015, in der Mercedes auf dem Weg zu den Titeln in der Fahrer- und Konstrukteurswertung 16 der 19 Rennen gewann und 18 Pole-Positions einfuhr. "Wir wollen gewinnen. Bestenfalls im letzten Rennen mit zwei Punkten Vorsprung", sagte Zetsche. Es sei aber "nicht unsere Aufgabe, den Abstand zu verkürzen, sondern die der Konkurrenz".

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