Formel 1

Räikkönen für "gefährlichere" Formel 1

Von Adrian Franke
"Iceman" Kimi Räikkönen fordert mehr Tempo und Gefahr im Kampf um die Fahrerkrone
© getty

Kimi Räikkönen will wieder mehr Tempo und mehr Spannung in der Königsklasse sehen, während McLaren schon in Österreich mit den erhofften Updates ran darf. Lewis Hamilton schwärmt indes von seinem neuen Auto und Bernie Ecclestone befürchtet keine Konsequenzen aus einer möglichen EU-Untersuchung.

Räikkönen für gefährlichere F1: Auch Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen hat in der kritischen Frage des F1-Zuschauerschwundes seine Meinung. Im Gespräch mit Canal+ erklärte er jetzt: "Als ich zum ersten Mal in die Formel 1 kam, war es für jeden spannender. Da war es wirklich die Weltspitze, aber das ist lange her. Man würde meinen, dass die Autos schneller werden - aber die Regeländerungen, die sie versuchen durchzusetzen, machen sie langsamer."

Stattdessen müsse etwas getan werden, um die Königsklasse für die Zuschauer "aufregender zu machen, um das Tempo zu schätzen und um sie etwas gefährlicher zu machen. Das ist Teil des Spiels. Wir wollen natürlich nicht, dass sich irgendwer verletzt, aber es macht die Dinge spannender."

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Für den Finnen steht gleichzeitig weiter die Frage auf der Tagesordnung, wo er selbst in der kommenden Saison fahren wird. Wie das Motorsport-Magazin berichtet, läuft am 31. Juli Ferraris Option aus. Sollte sein Vertrag bis dahin nicht verlängert worden sein, hätte er noch drei Rennen, um die Scuderia zu überzeugen. "Wie gesagt, es kommt auf die Ergebnisse an", so Teamchef Maurizio Arrivabene auf der F1-Homepage: "Wenn er das vorgegebene Ziel erreicht, warum nicht?" Valtteri Bottas und Daniel Ricciardo gelten als mögliche Nachfolger.

McLaren greift mit Update an: Der Weg ist frei für das große McLaren-Update: Die neue, verkürzte Frontnase hat den Crashtest bestanden und damit kann McLaren schon in Österreich in der kommenden Woche mit einem stark erneuerten Auto antreten. "Wir können sie ab dem Österreich-GP einsetzen", bestätigte McLaren via Twitter. Zuvor soll die neue Nase beim Crashtest mehrfach durchgefallen sein.

Neue Flügel sowie ein neuer Unterboden sollen jetzt unter anderem folgen. Jenson Button erklärte mit Blick auf die bislang enttäuschende Saison laut dem Motorsport-Magazin: "Hoffentlich werden wir bis Österreich die Probleme gelöst haben. Wir werden dort einige neue Teile dabei haben. Daher bin ich mir sicher, dass es besser laufen wird als in Kanada."

Hamilton glücklich mit dem Auto: Lewis Hamilton fährt erneut eine beeindruckende Saison. Seine simple Erklärung: Er fühlt sich in seinem jetzigen Auto noch wohler als im Weltmeister-Boliden des Vorjahres. "Ich bin glücklich mit dem Auto, insgesamt noch deutlich glücklicher als im vergangenen Jahr. Ich weiß nicht, woran das liegt, ich fühle mich einfach wohler darin", bestätigte der Brite laut Autosport.

Unter anderem aber habe es "einige Zeit gebraucht, um mit dem neuen Team zu arbeiten und das Auto so zu gestalten, wie ich es brauche. Es funktioniert wirklich gut und ich denke, ich bin schneller als im vergangenen Jahr."

Ecclestone unbesorgt wegen EU: In der Vorwoche hatte die Financial Times mit einem Bericht für Aufsehen gesorgt, wonach mehrere kleinere Teams eine Beschwerde bei der EU vorbereiten. Darin soll es um das Priorisieren der größeren Teams gehen, etwa bei der Zusammensetzung der Strategiegruppe oder der Aufteilung der Gelder aus Medien- und Sponsorenverträgen. Die EU könnte früher oder später Ermittlungen einleiten.

F1-Boss Bernie Ecclestone macht sich deshalb aber keine Gedanken. "Ich bin mir relativ sicher, dass sich in allen möglichen Geschäftsbereichen Leute aus irgendwelchen Gründen bei der europäischen Kommission beschweren. Ich bin mir sicher, dass sie die Nase voll davon haben. Aber ich kann Ihnen versichern: Hier hat niemand irgendwelche Beschwerden", ließ der F1-Pate Autosport wissen.

Sollte doch jemand unzufrieden sein, so der Brite weiter, "dann hätten sie die Verträge nicht unterschreiben sollen. Aber das haben sie getan und sie wussten, was sie da taten. Wenn also tatsächlich eine Beschwerde eingeht, hoffe ich, dass die EU geduldig genug ist um das zu klären."

Head zum Ritter geschlagen: Williams-Mitbegründer Patrick Head ist zum Ritter geschlagen worden. Head half Sir Frank Williams dabei, das Team als ernsthaften Rennstall in der Königsklasse zu etablieren. In den 70ern arbeitete er zunächst als Designer sowie anschließend als technischer Direktor.

Williams selbst lobte die Entscheidung überschwänglich: "Mein Name mag zwar über der Tür stehen, aber ich habe immer gesagt, dass die Erschaffung sowie der anschließende Erfolg von Williams das Ergebnis von Team-Arbeit waren. Mein Mitbegründer Patrick Head war ein Design-Genie, das uns vom kleinen Emporkömmling zum Weltmeister gemacht hat. Sein Ingenieurstalent spielte eine Schlüsselrolle dabei, Großbritannien als führende Kraft im weltweiten Motorsport zu etablieren. Dieser Titel ist ohne Zweifel verdient."

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