Sonntag, 01.03.2015

Erinnerungen an Michael Schumacher werden wach

Ferrari-Chef schwärmt von Vettel

Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene (57) hat seinen neuen Starpiloten Sebastian Vettel (27) kurz vor dem Saisonstart der Formel 1 in den höchsten Tönen gelobt. Der Heppenheimer erinnere ihn in seiner Arbeitsweise sogar an Rekordweltmeister Michael Schumacher.

Sebastian Vettels neuem Ferrari-Teamchef imponiert seine akribische Abreitsweise
© getty
Sebastian Vettels neuem Ferrari-Teamchef imponiert seine akribische Abreitsweise

"Sebastian ist super professionell, super konzentriert und verbeißt sich wirklich in jedes Detail - sehr beeindruckend", sagte Arrivabene am Rande der abschließenden Testfahrten in Barcelona und geriet regelrecht ins Schwärmen: "Er ist großartig und erinnert mich an einen anderen Deutschen." Damit spielte Arrivabene auf Schumacher an, der zwischen 2000 und 2004 mit der Scuderia fünf WM-Titel in Serie gewinnen konnte.

Vettel war nach sechs Jahren bei Red Bull zu dieser Saison zu dem Traditionsrennstall gewechselt. Der Ex-Weltmeister soll die Italiener mit aller Macht wieder zurück an die Spitze führen. "Ich bin nicht überrascht, dass er schon vier WM-Titel gewonnen hat, nachdem ich gesehen habe, wie er arbeitet", sagte Arrivabene.

Schon nach nur wenigen Wochen im neuen Team sei Vettel bereits voll integriert. "Er ist zu 100 Prozent Teil der Ferrari-Familie", sagte Arrivabene und verriet, dass der Blondschopf seinen neuen Chef auch schon ordentlich aufs Korn nimmt.

"Vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League zwischen Juventus Turin und Dortmund hat er mir gesagt, dass er BVB-Fan sei. Und dann haben wir uns geneckt, weil ich Juve-Anhänger bin", sagte Arrivabene: "Und dann meint er plötzlich, dass er eigentlich Fan von Eintracht Frankfurt ist."

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Mercedes bei den Tests überlegen

Trotz der Überlegenheit des Mercedes-Duos Lewis Hamilton und Nico Rosberg bei den letzten Tests hält Arrivabene weiter an seinem Saisonziel fest, mindestens zwei Rennen in dieser Saison gewinnen zu wollen. "Das ist sehr ambitioniert, aber wir verbessern uns kontinuierlich", sagte der Manager, der auch auf den einen oder anderen Ausfall der Silberpfeile spekuliert: "Wir wünschen ihnen nichts Schlechtes, aber wer weiß."

Ferrari war in der völlig verkorksten Vorsaison erstmals seit 1993 ohne Grand-Prix-Sieg geblieben. Letztmals gewann Vettels Vorgänger Fernando Alonso (Spanien) ein Rennen für die Roten: 2013 bei seinem Heimspiel in Barcelona.

Der Saisonauftakt in der Formel 1 steigt am 15. März in Australien, die Teams bestritten bis Sonntag die letzten Tests.

Alle Formel-1-Rennen der neuen Saison in der Übersicht


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