Mittwoch, 11.02.2015

Gleichzeitige Kritik an Königklasse

Schwarzgeld-Skandal: Briatore reagiert

Flavio Briatore hat auf die Gerüchte rund um Schwarzgeld-Konten reagiert. Im Rahmen des Skandals rund um die Großbank HSBC wurde auch Briatore als prominenter Konteninhaber genannt, 38 Konten mit rund 73 Millionen Dollar nennt er bei der Bank sein Eigen. Jetzt verteidigte sich der Italiener - und kritisierte gleichzeitig die Richtung der Königsklasse.

Flavio Briatore hat sich zu den Vorwürfen über Schwarzgeld-Konten geäußert
© getty
Flavio Briatore hat sich zu den Vorwürfen über Schwarzgeld-Konten geäußert

"Ich lebe seit einem Vierteljahrhundert im Ausland, ich habe nie etwas verborgen und stehe für alle Anfragen gerne zur Verfügung", so Briatore in einem Statement. Gegenüber dem Journalisten und Schriftsteller Leo Turrini äußerte er sich außerdem auch zur Lage der Formel 1: "Die Formel 1 ist der einzige Sport der Welt, in dem Berge von Geld ausgegeben werden, um das Spektakel zu verringern. Und das haben sie prima hingekriegt."

Der tragische Fehler dabei sei "dieser Motor. Mit diesem leisen Triebwerk ist die Emotion verloren gegangen, die Verantwortlichen haben die Formel 1 in eine technische Richtung getrieben, welche das große Publikum nicht fesselt. Und natürlich sind diese neuen Motoren sündhaft teuer."

Briatore: "Das ganze System ist falsch"

Doch daneben gebe es tiefgreifendere Probleme: "Das ganze System ist falsch. Dies sollte doch keine Weltmeisterschaft der besten Konstrukteure sein, sondern der besten Fahrer. Natürlich will auch ich keine Einheitsformel, das wäre töricht. Aber wenn du eine neue Formel 1 einführst, und eine Marke, also Mercedes, hat offensichtlich einen enormen Vorteil, dann musst du dich nicht wundern, wenn die Zuschauerzahlen zurückgehen."

Stattdessen brauche es "eine Formel 1, in welcher die Möglichkeiten der Techniker beschnitten werden. Viele ihrer technischen Teufeleien werden doch vom Publikum überhaupt nicht verstanden. Im Zentrum müssen die Fans stehen und ihre Leidenschaft für den Sport. Wir brauchen Motoren, die ordentlich Krach machen. Und solche, die sich bezahlen lassen, so dass auch kleinere Rennställe überleben können."

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Adrian Franke

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