Donnerstag, 26.02.2015

Nach heftigem Unfall in Spanien

Alonso bangt um Saisonstart

Formel-1-Star Fernando Alonso (33) bangt nach seinem mysteriösen Unfall um seinen Start beim Saisonauftakt in Australien (15. März). "Wenn er sich richtig erholt hat und die Ärzte uns sagen, dass alles in Ordnung ist, dann wird er wieder mit Arbeiten anfangen", sagte Alonsos Manager Luis Garcia Abad.

Nach seinem Unfall wurde Fernando Alonso mit dem Helikopter abtransportiert
© getty
Nach seinem Unfall wurde Fernando Alonso mit dem Helikopter abtransportiert

Abad ließ offen, ob Alonso in gut zwei Wochen für sein neues Team McLaren-Honda an den Start gehen kann: "Wir denken über den Grand Prix in Abu Dhabi nach, der der wichtigste ist, wenn man die Weltmeisterschaft gewinnen möchte." Eine Aussage, die für Verwunderung sorgt, da das Rennen in Abu Dhabi erst im November steigt.

McLaren-Geschäftsführer Ron Dennis zeigte sich am Donnerstag optimistischer. "Ich sehe keinen Grund, warum er in Australien nicht starten könnte", sagte der Brite in Barcelona. Aber die letzte Entscheidung liege bei den Ärzten. Alle Fahrer werden vom Weltverband FIA vor dem ersten Rennen medizinisch untersucht.

Alonso hatte nach drei Nächten im Krankenhaus nach seinem Unfall vom vergangenen Sonntag am Mittwoch das Hospital General de Cataluna in Barcelona wieder verlassen.

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Alonso verpasst Testfahrten

Der Spanier soll sich im Haus seiner Eltern weiter von den Folgen des Crashs erholen und verpasst damit die abschließenden Testfahrten vor Saisonbeginn in den nächsten Tagen in Barcelona. Alonso wird stattdessen von Ersatzfahrer Kevin Magnussen vertreten. Der Däne wird sich mit dem britischen Stammpiloten Jenson Button die Arbeit teilen.

Um die Umstände des Unfalls ranken sich weiter die Spekulationen. Alonso sei rund zehn Minuten bewusstlos gewesen, er habe einen Stromschlag erlitten, hieß es zwischendurch. McLaren sprach stattdessen lapidar von einem normalen Unfall - obwohl Alonso am Sonntag mit dem Helikopter in die Klinik gebracht wurde und dort drei Tage lang durchgecheckt wurde.

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Dennis widerspricht McLaren-Stellungnahme

Nun interessiert sich auch der Automobil-Weltverband FIA genauer für die Unfallursache und leitete eine Untersuchung ein. McLaren machte eine ungewohnt heftige Windböe für den Unfall verantwortlich. Alonso trug letztendlich "nur" eine Gehirnerschütterung davon. "Er ist okay. Er spricht, lacht, isst und macht alles, was auch normale Leute tun", sagte Abad.

Laut Dennis sei Alonso körperlich sogar in einem perfekten Zustand. "Er hat keinerlei Verletzungen, nicht einmal eine Gehirnerschütterung", sagte Dennis und widersprach damit einer McLaren-Stellungnahme nach dem Unfall.

"Er ist ganz klar, normal und wollte schon wieder testen. Aber wir haben ihn mit den Eltern nach Hause geschickt. Wir wollen keinerlei Risiko eingehen." Zudem wies Dennis Darstellungen "kategorisch" zurück, wonach ein Stromschlag oder ein anderer technischer Defekt den Unfall ausgelöst habe.

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