Montag, 05.01.2015

Schon wieder eine Regelumwälzung?

Nächste F1-Revolution in der Mache

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone will mehr Aggressivität und mehr Geschwindigkeit für die Königsklasse - und das alles möglichst günstig. Der Grundstein für neue Trends und Regeln könnte schon in dieser Woche gelegt werden. Unklar ist noch, wann der Neustart kommen soll, Niki Lauda warnt vor zu viel Tatendrang.

Bernie Ecclestone will die Motoren in der Formel 1 stärker, lauter und dabei billiger machen
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Bernie Ecclestone will die Motoren in der Formel 1 stärker, lauter und dabei billiger machen

Schon wieder eine Regelumwälzung in der Formel 1? Informationen von "Auto Motor und Sport" zufolge hat Ecclestone den vier Chefkonstrukteuren der Motorenhersteller für ihr Treffen am 6. Januar in Genf klare Ziele mit auf den Weg gegeben: Die Motoren sollen stärker, lauter und dabei billiger werden. Angeblich soll die 1.000-PS-Marke geknackt werden, ohne aber von den bestehenden V6-Powerunits abzuweichen.

Unter anderem könnte stattdessen die bei Fans unbeliebte Durchflussmengen-Begrenzungen aufgehoben werden, auch die Anzahl der Turbolader und der Durchmesser des Auspuff-Endrohrs stehen offenbar zur Diskussion. Um Kosten zu sparen, könnten darüber hinaus einzelne Komponenten des Hybrid-antriebs, etwa die Batterien oder die Elektromotoren, standardisiert werden.

Lauda fordert Geduld

Niki Lauda - Die Formel-1-Legende
Im Jahre 1971 bestritt der Österreicher seinen ersten Formel-1-Grand-Prix
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Im Jahre 1971 bestritt der Österreicher seinen ersten Formel-1-Grand-Prix
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Abseits der Piste war der dreifache Champion, der in Wien geboren ist, stets cool unterwegs
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Lauda feierte in 171 Rennen nicht weniger als 25 Siege in der Königsklasse des Motorsports (hier vor Alain Prost und Ayrton Senna)
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1976 verunglückte Lauda (hier beim Essen mit Jackie Stewart) auf dem Nürburgring schwer und zog sich starke Verbrennungen im Gesicht zu
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Das Unfallauto nach dem Horrorcrash sah so aus
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Dennoch setzte er seine Karriere fort und errang in den Jahren 1977 und 1984 seine WM-Titel zwei und drei
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Mit seiner ersten Ehefrau Marlene hat Niki zwei Söhne (Lukas und Mathias)
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Von 1993 bis 1995 fungierte der Luftfahrtunternehmer (hier mit Formel-1-Boss Bernie Ecclestone) als Berater von Ferrari
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Mit dem siebenfachen Weltmeister Michael Schumacher führte Lauda viele eifrige Diskussionen
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Auch auf Promiveranstaltungen lässt sich Lauda oft blicken (hier mit Verona Pooth)
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In den Jahren 2001 und 2002 war er Rennleiter und Teamchef bei Jaguar
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Von vielen Mädels eingekreist fühlt sich Niki sichtlich wohl
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Sein Sohn Mathias fuhr zwischen 2006 und 2009 für Mercedes in der DTM
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Aktuell fungiert Lauda an den Formel-1-Wochenenden als TV-Experte
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Außerdem will Ecclestone eine aggressivere Optik der Autos und mahnt bei alledem zur Eile: Breitere Reifen und weniger Anpressdruck sollen her, damit die Fahrer stärker gefordert sind und der Zuschauer wieder sieht, dass das Fahren wirkliches Können erfordert - ganz so wie in den alten Zeiten.

Niki Lauda hält allerdings dagegen: "Wir müssen das Rennauto der Zukunft erfinden und nicht eines der Vergangenheit wieder ausgraben. Die Formel 1 muss die aggressivste Fahrmaschine in Verbindung mit 1.200 PS bieten. Wenn man es richtig angeht, müssen die Autos wieder breitere Reifen haben, schneller werden und schwerer zu fahren sein."

Ein entsprechend in sich stimmiges Reglement bis 2016 zu schaffen sei daher "fast unmöglich. Etwas Vernünftiges kann eigentlich nur herauskommen, wenn wir uns bis 2017 Zeit lassen. Dann lohnen sich auch die Investitionen der Hersteller in die Antriebsquellen mehr. Honda hätte dann seinen Motor nur für eine Saison gebaut. Du brauchst eine gewisse Stabilität. Sonst wird alles irrsinnig teuer."

Der Rennkalender 2015

Adrian Franke

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