Donnerstag, 02.10.2014

Ferrari-Chef strebt einvernehmliche Lösung an

Trennung von Alonso?

Die Spekulationen um einen Abschied des früheren Formel-1-Weltmeisters Fernando Alonso von Ferrari haben vor dem Großen Preis von Japan (So., 8.00 Uhr im LIVE-TICKER) neue Fahrt aufgenommen, und auch der Spanier trug mit seinen ausweichenden Aussagen am Donnerstag dazu bei.

Fernando Alonso steht vor einer Trennung von Ferrari
© getty
Fernando Alonso steht vor einer Trennung von Ferrari

"Ich stelle immer die Interessen des Teams in den Vordergrund", sagte der 33-Jährige in Suzuka: "Wenn es also in Zukunft etwas zu besprechen gibt, wenn es etwas gibt, das besser für Ferrari ist, dann werde ich das machen."

Alonsos Vertrag läuft noch bis Ende 2016. Auf die Frage, ob er ausschließen könne, dass er innerhalb der kommenden zwei Jahre für McLaren oder Red Bull fahre, sagte der Asturier jedoch lediglich: "Die Frage ist sehr schwierig zu beantworten. Ich werde das tun, was für Ferrari am besten ist." Zuletzt hatte Alonso sich stets recht deutlich zur Scuderia bekannt.

Ferrari-Chef strebt Trennung an

Laut der "Gazzetta dello Sport" vom Donnerstag arbeitet der angehende Ferrari-Chef Sergio Marchionne, der ab 13. Oktober den zurückgetretenen Konzernpräsidenten Luca di Montezemolo ersetzt, nun aber an einer einvernehmlichen Trennung vom Starpiloten. Marchionne suche nach einem Weg, schon zum Jahresende den Vertrag mit dem Spanier aufzulösen.

Die Beziehungen zwischen Ferrari-Teamchef Marco Mattiacci und Alonso seien demnach angespannt, Ferrari sei wegen Alonsos Kritik an den Leistungen des Autos verärgert. Auch Corriere dello Sport berichtet, dass Alonso immer stärker seinen Wunsch signalisiere, das erfolglose Team zu verlassen.

Di Montezemolo befeuerte die Gerüchte. Bei einem Termin in Paris sagte er am Donnerstag: "In diesem Moment bespricht Alonso in Japan seine Zukunft bei Ferrari. Ich bin sicher, wir finden die beste Lösung für Ferrari - wie auch immer diese aussieht."

Als Kandidat auf einen Platz bei Ferrari wird seit Jahren auch Sebastian Vettel gehandelt, der Weltmeister betonte zuletzt jedoch seine Treue zu Red Bull. Force-India-Pilot Nico Hülkenberg (Emmerich) hatte im vergangenen Jahr lange aussichtsreich auf einen Wechsel zur Scuderia gehofft.

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