Mittwoch, 19.02.2014

Red-Bull-Chefdesigner Newey übt Kritik

Doppelte Punkte "eine Schande"

Red-Bull-Chefdesigner Adrian Newey hat die neue Regelung der doppelten Punktzahl für das letzte Formel-1-Rennen scharf kritisiert und die TV-Zuschauer zum Protest aufgefordert. Durch die Änderung wirke der Wettbewerb künstlich und billig, die Fans könnten eine langfristige Übernahme der Regel aber verhindern.

Red Bull Chefdesigner Adrian Newey arbeitet seit 2006 für den Rennstall
© getty
Red Bull Chefdesigner Adrian Newey arbeitet seit 2006 für den Rennstall

Ab der Saison 2014 zählen beim letzten Rennen in Abu Dhabi die Punkte für die Fahrer- und die Konstrukteurswertung doppelt. So sollen Teams bis zum Schluss kompetitiv bleiben. "Es ist meine persönliche Meinung, aber ich bin davon überhaupt kein Fan", erklärte Newey gegenüber "Autosport".

Die Regel sei schlicht der falsche Weg: "Es erscheint mir sehr künstlich, dass der dritte Platz in Abu Dhabi jetzt mehr wert sein wird als der erste Platz in Monaco oder einem anderen Rennen. Es ist eine Schande, dass man so einen künstlichen Weg wählt, um den Wettbewerb bis zum Schluss am Leben zu erhalten. Für mich wirkt es so, als würde man den Sport billig machen."

Daher bezweifelt Newey, dass sich die Regeländerung über die Saison 2014 hinaus durchsetzen wird und fordert dafür die Unterstützung der Fans: "Ob es für die kommenden Jahre auch geändert wird, hängt von der öffentlichen Meinung nach der Saison ab. Wenn die Zuschauerzahlen natürlich höher sind und die Leute nicht aus Protest abschalten, wird es als Erfolg verkauft und fortgesetzt."

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Adrian Bohrdt

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