Donnerstag, 26.12.2013

Nicht immer für Red Bull

Ecclestone: Vettel bleibt nicht

Formel-1-Chefpromoter Bernie Ecclestone glaubt nicht, dass Sebastian Vettel bis zu seinem Karriereende für Red Bull fährt. Allerdings ist der 83-Jährige von einem möglichen Wechsel zu Ferrari auch nicht angetan.

Bernie Ecclestone würde einen Wechsel Vettels zu Ferrari nicht gutheißen
© getty
Bernie Ecclestone würde einen Wechsel Vettels zu Ferrari nicht gutheißen

"Er ist so jung, dass er sicher nicht das ganze Leben dort bleiben, wo er ist", erklärte Ecclestone der "Gazzetta dello Sport". Allerdings glaubt er nicht, dass der Heppenheimer sich zwangsweise zum Team aus Maranello verabschiedet: "Das Problem ist, dass alle Piloten ihre Karriere bei Ferrari beenden wollen. Das ist nicht gut."

Für Ecclestone sind die Alternativen klar. "Ich denke, dass Vettel zu einem Team wechseln muss, das ihm dabei hilft, weitere Titel zu gewinnen. Das muss nicht unbedingt Ferrari sein", so der frühere F1-Teamchef: "Es ist nicht wichtig, welches es ist. Das ist wie bei Fangio und Moss."

Beide Fahrer feierten mit den Silberpfeilen große Erfolge. Während der Argentinier Juan Manuel Fangio mit Mercedes, Alfa Romeo, Ferrari und Maserati Weltmeister wurde, verpasste der Engländer Sir Stirling Moss mit acht Teams den Titel mehrmals knapp. Mit Mercedes, Maserati und Vanwall wurde er Vizechampion.

"Vettel hat sich um 100 Prozent verbessert"

Dass Vettel zur Liga der Formel-1-Legenden gehört, ist für Ecclestone klar: "Sebastian hat Eigenschaften, die andere nicht haben. Man muss nicht nur das sehen, was er auf der Strecke leistet, sondern auch die Art und Weise, wie er sein Red-Bull-Team motiviert, und das Talent, mit dem er ein Auto für sich entwickeln kann."

Auch den Vorwurf, der Vierfachweltmeister habe zu wenig Charisma, lässt der Engländer nicht gelten. "Im letzten Jahr ist er gewachsen und hat sich um 100 Prozent verbessert. Er ist offener, spricht gerne und hat einen großartigen Sinn für Humor entwcikelt", so der 83-Jährige: "Vier Weltmeisterschaften als Kind zu gewinnen, ist nicht einfach."

"Ferrari ist richtig angepisst"

Vor allem bei Ferrari hat Ecclestone nach der dritten Vizeweltmeisterschaft von Fernando Alonso in den letzten vier Jahren Frust ausgemacht. "Sie sind richtig angepisst, weil sie dachten, dass Ferrari den Titel gewinnt. Ich kann nicht erklären, warum sie nicht wettbewerbsfähig waren. An Alonso lag es nicht, er ist gut gefahren."

Für den Geschäftsführer der Formel-1-Holding SLEC ist die Ablösung von Felipe Massa durch Kimi Räikkönen deshalb richtig. "Das ist eine klassische Paarung, wie sie Enzo Ferrari in seinem Rennstall gefallen hätte. Es wird Spaß machen mit den Beiden", erklärte Ecclestone: "Aber Ferrari braucht ein gutes Auto. Sonst gibt es nur Geschwätz."

Der WM-Stand der letzten Saison

Alexander Maack

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