Mittwoch, 13.11.2013

Trennung steht bevor

Perez kritisiert McLaren

Die Wege von Sergio Perez und dem Formel-1-Rennstall McLaren werden sich aller Voraussicht nach zum Ende der Saison trennen. Der Mexikaner zeigte sich nun enttäuscht vom Saisonverlauf. Daran sei auch das Team Schuld, das die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit verkenne.

Sergio Perez wird sich wohl ein neues Team suchen müssen
© getty
Sergio Perez wird sich wohl ein neues Team suchen müssen

"Wenn deine Ziele viel höher sind, als es die Ergebnisse widerspiegeln, dann wird man enttäuscht. Das gilt für beide Seiten", zitiert das Portal "formel1.de" Aussagen des Mexikaners auf einer Sponsorenveranstaltung. "Ich bin sehr enttäuscht", so Perez über sein erstes und vermutlich letztes Jahr im McLaren.

Der 23-Jährige sparte nicht mit Kritik am Rennstall aus Woking, dem er sich nach zwei Jahren als Sauber-Pilot zur Saison 2013 angeschlossen hatte. Zwar sei McLaren "ein großartiges Team" und "sehr fähig". "Aber es fehlte die Organisation und die Demut, die Realität anzuerkennen", so Perez.

Der britische Rennstall habe lange gebraucht, die Wirklichkeit anzuerkennen. "Die lautete, an einem guten Wochenende Punkte zu holen. Und nicht, Rennen zu gewinnen", führte der Nachfolger des zu Mercedes abgewanderten Ex-Weltmeisters Lewis Hamilton aus.

"Viele Dinge, die nicht gut genug waren"

McLaren belegt in der Konstrukteurswertung nach 17 Rennen nur Rang fünf - mit 202 Punkten Rückstand auf das viertplatzierte Team Lotus. Teamchef Whitmarsh habe das Team zwar "gut geführt". Aber es hänge "nicht nur von der Führung ab, sondern von vielen Dingen, die nicht gut genug waren. Das sieht man vor allem dieses Jahr", so Perez.

Der Mexikaner wird höchstwahrscheinlich im kommenden Jahr durch Kevin Magnussen ersetzt, der beim Young-Driver-Test überzeugte. Trotzdem will sich Perez weiter in der Königsklasse des Motorsports behaupten: "Ich versuche, die bestmögliche Option für die Zukunft zu finden. Wichtiger ist aber, dass ich mein Land vertrete - das treibt mich voran."

Marco Nehmer

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