Schumi ist das Maß aller Dinge

SID
Für die SPOX-User ist Michael Schumacher (M.) der beste Fahrer aller Zeiten
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Platz 4, Juan Manuel Fangio: 161 Punkte

Der Argentinier ist die Legende in Person. Für Alfa Romeo trat er 1950 beim allerersten F1-Rennen in Großbritannien an. Insgesamt fuhr der Krummbeinige 24 Siege bei 51 Starts ein - bis heute hat kein Fahrer eine so hohe Gewinnquote.

Dabei hinderte den Mittvierziger sein hohes Alter nicht daran, der jüngeren Konkurrenz davonzufahren. "Eines der besten Mittel gegen das Altwerden ist das Dösen am Steuer eines fahrenden Autos", erklärte Fangio.

Zwischen 1951 und 1957 gewann er mit vier verschiedenen Herstellern fünf WM-Titel. Eine Bestmarke, die bis zu Michael Schumachers Triumphen Bestand hatte. Dabei war sein Erfolgsmittel ganz simpel: "Ich bin immer nur etwas schneller gefahren als der Zweitplatzierte."

Platz 5, Fernando Alonso: 163 Punkte

Die Alonsomania brach im zuvor eher Formel-1-fremden Spanien erstmals aus, als der Asturier 2003 als damals jüngster Fahrer den ersten Grand Prix gewann. Danach war Alonso nicht mehr zu stoppen und sicherte sich 2005 und 2006 mit Renault seine Doppelweltmeisterschaft.

Als er danach zu McLaren wechselte, zoffte sich Alonso mit Newcomer Lewis Hamilton um die teaminterne Vorherrschaft. Beim Qualifying zum Ungarn-GP blockierte der Spanier den Teamkollegen in der Box und wurde strafversetzt. Das Ego der beiden McLaren-Piloten kostete sie am Saisonende die Weltmeisterschaft, weil Kimi Raikkönen sich im letzten Rennen den Sieg sicherte und damit Hamilton und Alonso mit je einem Pünktchen auf die Plätze verwies.

Alonso revanchierte sich nach seiner einjährigen Rückkehr zu Renault und ersetzte den Finnen bei Ferrari. Ein weiterer Titel gelang ihm bisher zwar nicht, zuletzt sprangen zwei Vizetitel heraus. Weil Alonso dabei mit unterlegenem Material zurechtkommen musste, gilt er noch trotzdem noch immer als der kompletteste Pilot im aktuellen Fahrerfeld.

Platz 6, Nelson Piquet: 157 Punkte

Engel und Teufel in einer Person - der Brasilianer wurde in den 1980ern dreimal Weltmeister und war besonders für die intensiven Grabenkämpfe mit seinen Konkurrenten bekannt. Sie fanden ihren Höhepunkt, als Piquet und Nigel Mansell gemeinsam für Williams-Honda starteten: Egal ob es um die Ehefrau oder die fahrerische Klasse ging, für eine Attacke war sich der dreimalige Weltmeister nie zu schade.

Mansell war aber nicht Piquets einziger Widersacher: Auch die Beziehung zu Landsmann Ayrton Senna war von bösem Blut geprägt. In Spa 1987 soll Piquet nur von Mechanikern daran gehindert worden sein, den Brasilianer in der Boxengasse zu verprügeln.

Dabei war Piquets fahrerisches Können unbestritten. Seinen Weltmeistertitel 1987 gewann er durch konstantes Punkten, während sich Mansell und Senna immer wieder mit riskanten Manövern selbst abschossen. "Das ist der Sieg des Glücks über die Dummheit", schoss Piquet gegen die Konkurrenten. Weil er das Rasen auch nach der aktiven Karriere nicht aufgab, musste Piquet 2007 schließlich wegen wiederholter Verkehrsverstöße nochmal zurück in die Fahrschule.

Platz 7, Jackie Stewart: 144 Punkte

Sir John Young Stewart wuchs mit einer starken Dyslexie auf. Er hatte Probleme mit dem Lesen und Verstehen von Wörtern. Die Störung belastete den jungen Schotten: "Wenn du damals eine Lernbehinderung hattest, wurdest du erniedrigt und hattest kein Selbstvertrauen." Besser wurde es erst, als Jackie beim Tontaubenschießen und im Motorsport sein Talent bewies.

Stewart fuhr sein erstes Rennen 1965 beim Großen Preis von Südafrika und sicherte sich direkt den ersten WM-Punkt. Zwischen 1969 und 1973 folgten drei WM-Titel. Nach seinem letzten Triumph hängte er seinen Helm für immer an den Nagel: Er hatte es seiner Frau versprochen.

Anschließend versuchte Stewart für mehr Sicherheit in der Formel 1 zu sorgen. "Da war niemals Ärger wenn jemand starb, nur Traurigkeit", begründete er sein Engagement: "Wir haben zwischen vier und acht Fahrer im Jahr umgebracht. Wenn du fünf volle Saisons gefahren bist, hattest du eine 2/3-Chance zu sterben. Das war lächerlich."

Stewart ist zudem der einzige der Toppiloten, der mit seinem eigenen Rennstall einen Sieg feierte: 1999 gewann Johnny Herbert auf dem Nürburgring. Die Truppe aus Milton Keynes arbeitet heute unter dem Namen Red Bull. 2001 wurde Stewart schließlich für seine Verdienste um den Motorsport in den Adelsstand erhoben.

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