Formel 1

Jenson Button strebt Auftaktsieg in Melbourne an

Von Alexander Maack
Andere dämpfen die Erwartungen - Jenson Button spricht lieber Kampfansagen aus
© getty

Während die meisten Formel-1-Teams die Erwartungshaltung vor dem Australien-Grand-Prix dämpfen, ist Jenson Button optimistisch. Zwar sei der McLaren auf Verbesserungen während der ganzen Saison ausgelegt, dennoch will er in Melbourne gewinnen.

"Einige Teams nutzen mit kleinen Änderungen ein Auto, das sie in Brasilien für das letzte Rennen des vergangenen Jahres verwendet haben", verdeutlichte Button den Unterschied zur Konkurrenz.Für den Saisonauftakt biete dies Vorteile. "Aber sie können sich nicht über das Jahr hinweg weiterentwickeln", so Button.

Bei McLaren sei die stetige Verbesserung dagegen Teil des Konzepts, was bei den Wintertests noch zu Problemen geführt hatte. Während Button am ersten Testtag im spanischen Jerez noch die beste Rundenzeit fuhr, kämpften er und Teamkollege Sergio Perez später mit dem Setup des MP4-28. Erst am letzten Tag in Barcelona war ein Aufwärtstrend erkennbar.

"Wir wollten ein Auto bauen, das über das ganze Jahr stark ist. Darum haben wir so viele Änderungen vorgenommen, was das Äußere betrifft", erklärte der Weltmeister von 2009 die Probleme.

Stetige Weiterentwicklung über das Jahr

Unter anderem entschloss sich das Team aus Woking dazu, das Konzept der Vorderradaufhängung von Druck- auf Zugstreben umzustellen. Durch die Änderung wird die Luftströmung verbessert, allerdings ist die Abstimmungsarbeit schwieriger.

Trotz der Probleme hat Button einen Auftakterfolg in Australien nicht abgehakt. "Er wird wohl ein hartes Rennen. Nicht nur für uns, sondern für alle, weil es aktuell sehr eng ist", sagte der Brite: "Wir streben trotzdem in Melbourne den Sieg an."

Hartes Wintertraining als Erfolgsgrundlage

Auch bei sich selbst arbeitet Button dauerhaft an Verbesserungen, besonders im körperlichen Bereich. "Die Stundenzahl, die ich heute damit verbringe, hätte ich vor vier Jahren nicht geschafft", sagt er über das Wintertraining.

Erst kürzlich hat der Brite bei Temperaturen um den Gefrierpunkt einen Halbmarathon in Cannes absolviert. Button: "Das war eine der schmerzhaftesten Sachen, die ich jemals gemacht habe. Zwei Tage danach hatte ich immer noch Schmerzen."

Diese Erfahrungen sieht Button als Erfolgsgeheimnis an: "Vielleicht liegt es daran, dass das erste Rennen für uns normalerweise ziemlich gut läuft." In den letzten vier Jahren gewann Button dreimal das Rennen in Australien.

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