Formel 1

Ferrari setzt Ausrufezeichen bei Vettel-Debüt

SID
Felipe Massa stellte in seinem neuen Ferrari F138 die Wochen-Bestzeit auf
© Getty

Felipe Massa ließ am dritten Testtag aufhorchen: Der brasilianische Ferrari-Pilot zertrümmerte mit 1:17,879 Minuten die Konkurrenz. Weltmeister Sebastian Vettel hielt sich am ersten Arbeitstag noch bedeckt - Mercedes zeigte einen Aufwärtstrend.

Kurz vor zehn Uhr war es endlich soweit: Vettel stieg in den RB9 und fuhr erstmals auf den Circuit de Jerez. Bei Temperaturen im einstelligen Bereich rollte das Geschehen nur langsam an.

Die erste Schrecksekunde hatte man bereits verdaut: Nach etwa einer halbe Stunde räumte James Rossiter einen Mechaniker aus dem Weg. Glücklicherweise zog sich dieser lediglich Prellungen zu.

Trends 2013 - Evolution statt Revolution

Nachdem bei Force India weiterhin das Cockpit neben Paul di Resta offen ist, erhielt er die Chance. "Die Bremsen waren kalt und haben nicht verzögert. Es war mein Fehler", gestand Rossiter, der danach überzeugte.

1:19,303 bedeutete sogar die viertbeste Runde, bevor am Nachmittag Paul di Resta übernahm. Ihn stoppte ein gebrochener Auspuff.

Rosberg, der Kilometerfresser

Mann des Tages war Massa: Er gab in Abwesenheit von Vize-Weltmeister Fernando Alonso ein kräftiges Lebenszeichen ab und knackte die 1:18er-Schallmauer. Auf weichen Pirelli-Reifen glänzte er mit 1:17,879.

Mit Respektabstand von neun Zehntel folgte Nico Rosberg. Im Gegensatz zu den ersten beiden Tagen - Elektronik-Defekt und Bremsschaden - lief bei den Silberpfeilen alles reibungslos. Der Deutsche spulte 148 Umläufe ab und war damit der Kilometerfresser (655).

Dahinter folgte Sebastian Vettel. Für den Dreifach-Champion ging es in erster Linie darum, seinen neuen Dienstwagen und die weicheren Pirelli-Mischungen kennenzulernen.

1:19,051 war für den Heppenheimer dennoch ansprechend. Er unterbot damit Mark Webber, der bisher den Vorzug erhielt. Er drehte zudem die drittmeisten Runden (102).

Iceman mit Minimal-Aufwand

Ganz anders Kimi Räikkönen: Der Iceman kam nur auf 40 Umläufe und erreichte beim Kennenlernen mit dem Lotus E21 zwei Zehntel hinter Vettel den vierten Platz. Beide waren wohl mit deutlich mehr Benzin unterwegs als Massa. Ebenso Jenson Button.

Der Fahrplan bis zum Saisonstart

Der Brite landete mit 1:19,603 auf Rang sieben. Allerdings betonte er schon nach der Bestzeit am Dienstag, dass die Jagd um Sekunden vorerst sekundär sei.

Erstmals dabei war Esteban Gutierrez. Der mexikanische Sauber-Pilot ersetzte Nico Hülkenberg und absolvierte über 100 reibungslose Runden. Er hielt mit 1:19,995 gut mit.

Eingreifen durfte auch Valtteri Bottas: Williams schickte ihn übrigens mit dem Coanda-Auspuffsystem auf die Strecke. Damit scheint der britische Traditionsrennstall künftig darauf zu vertrauen. Das 2013er-Modell wird erst vor den Tests in Barcelona vorgestellt.

Tag 3 - 07.02.
PlatzFahrerTeamZeitRunden
1.F. Massa
Ferrari1:17,87985
2.N. Rosberg
Mercedes1:18.766148
3.S. Vettel
Red Bull
1:19.052102
4.K. Räikkönen
Lotus1:19.20040
5.J.-E. Vergne
Toro Rosso
1:19.24785
6.J. Rossiter
Force India
1:19.30342
7.J. Button
McLaren1:19.60383
8.E. Gutierrez
Sauber
1:19.934110
9.M. Chilton
Marussia
1:21.26978
10.V. BottasWilliams
1:21.57586
11.C. Pic
Caterham1:22.35257
12.P. di Resta
Force India
1:23.7297

Die Formel-1-Termine 2013

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung