Samstag, 01.09.2012

Belgien-GP: Qualifying

Button holt sich die Pole - Deutsche enttäuschen

Wider belgische Normalzustände blieb das Qualifying in Spa trocken. Mit einer überragenden Leistung sicherte sich McLaren-Pilot Jenson Button die Pole. Die deutschen Fahrer enttäuschten dagegen auf ganzer Linie.

Jenson Button sicherte sich die Pole-Position für das Rennen in Spa
© Getty
Jenson Button sicherte sich die Pole-Position für das Rennen in Spa

Button dominierte das Qualifying überraschend klar und freute sich bei der anschließenden Pressekonferenz sichtlich. "Es ist ein sehr emotionaler Moment für mich. Das Rennen ist erst morgen, aber für mich ist es fast wie ein Grand-Prix-Sieg", sagte der Brite, der zuletzt in Monaco 2009 von ersten Position ins Rennen ging.

Nur Kamui Kobayashi und mit Abstrichen Pastor Maldonando im Williams konnten die Zeit Buttons in den letzten zehn Minuten halbwegs mitgehen. Gerechnet hatte Kobayashi mit seinem Erfolg jedenfalls nicht: "Wir hatten gestern keine Ahnung, was wir da machen", sagte er mit einem leichten Grinsen über das Freitagstraining, das komplett ins Wasser fiel. "Unser Auto hat ein sehr gutes Potenzial." Er ist damit erst der zweite Japaner nach Takuma Sato, der in einem Formel-1-Rennen aus der ersten Startreihe ins Rennen geht.

Für Maldonado endete der Samstag noch mit einer Enttäuschung: Weil er Niko Hülkenberg in Q1 aufgehalten hatte, wurde der Venezolaner um drei Plätze zurückgestuft und startet damit nur als Sechster. Als er in der Pressekonferenz auf den Zwischenfall angesprochen wurde, reagierte Maldonado verwundert: "Daran kann ich mich ehrlich nicht erinnern."

Alonso startet vor WM-Rivalen

WM-Leader Fernando Alonso platzierte sich lediglich auf Rang sechs, rutscht durch die Maldonado-Strafe aber einen Platz nach vorne. Die hochgehandelten Lotus-Fahrer mussten sich mit Rang vier (Räikkönen) und acht (Grosjean) zufrieden geben. Trotz der durchschnittlichen Platzierung geht Alonso noch vor seinem derzeit ärgsten WM-Rivalen ins Rennen: Mark Webber platzierte sich auf Rang sieben, muss nach einem Getriebewechsel am Freitag allerdings noch fünf Plätze zurückweichen.

Die deutschen Fahrer enttäuschten unterdessen auf ganzer Linie: Keiner von ihnen schaffte es ins letzte Drittel der Quali. Seit dem Japan-Grand-Prix 2003 gab es kein schlechteres Ergebnis.

Sebastian Vettel, der das Rennen im vergangenen Jahr gewann, kam im Red Bull nicht über den elften Platz hinaus. "Wir waren zu langsam. Wir haben viel probiert, die Zeit kam aber nicht", sagte der 25-Jährige. Vettel rückt wegen der Webber-Strafe immerhin noch einen Platz nach vorne und startet von Position zehn.

Schumacher nur von Startplatz 13

Rekordweltmeister Schumacher steht am 300. GP-Wochenende seiner Karriere im Mercedes sogar nur auf dem 13. Rang. "Wir müssen uns mit dem abgeben, was am Auto ist. Und das ist leider das Optimum im Moment", sagte der 43-Jährige, der sich nach dem zweiten Abschnitt des Qualifyings noch aus dem Auto bei seinem Team entschuldigte. Nico Hülkenberg landete im Force India auf dem elften Platz, Timo Glock wurde im Marussia 20.

Deutsches Schlusslicht an diesem Tag war Schumachers Teamkollege Nico Rosberg, der schon im ersten Quali-Drittel scheiterte und nach einer Strafversetzung um fünf Plätze nur als 23. startet, weil er wie Webber das Getriebe tauschen musste.

LIVE-TICKER: So lief die Quali in Spa

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