Formel 1

Michael Schumacher im Pech - aber schnell

Von Alexander Maack
Im 1. Training in Monza fuhr Michael Schumacher noch die Bestzeit, danach kämpfte er mit der Technik
© Getty

Rekordchampion Michael Schumacher konnte nach Bestzeit im 1. Freien Training zum Grand Prix von Italien am Nachmittag nicht mehr nachlegen, weil die Technik streikte. Trotzdem besteht Hoffnung für das Rennen in Monza. Sebastian Vettel scheint dagegen nirgendwo zu sein.

Die beiden McLaren haben bei den beiden Freien Trainings zum Großen Preis von Italien ihre Favoritenrolle erfüllt. In Monza fuhr Lewis Hamilton in 1:25,290 Minuten die schnellste Runde. Sein Teamkollege Jenson Button platzierte sich mit 0,038 Sekunden Rückstand auf Position zwei.

Auffällig war, wie nah die Zeiten der Top-Fahrer beieinander lagen. Nico Rosberg lag als Fünfter nur 0,156 Sekunden hinter Hamilton und selbst Nico Hülkenberg als Achter hatte weniger als drei Zehntel Rückstand.

Red Bull außerhalb der Top 10

Dagegen kamen die Red Bull mit der schnellen Strecke überhaupt nicht zurecht. Sebastian Vettel lag am Ende mit über einer Sekunde Rückstand auf Platz 13, Mark Webber schaffte es nur auf Platz 11. "Wir sind überall ein bisschen zu langsam. Nicht in einer bestimmten Kurve, sondern an jeder Stelle des Kurses", kritisierte Vettel. "Das ist nicht gut, aber auch noch kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken."

Das 2. Training zum Nachlesen

Auch für Fernando Alonso verliefen beide Trainings unglücklich. Im zweiten Abschnitt rief Ferrari den WM-Führenden zurück an die Box, bevor er sein Auto mit vollem Tank testen konnte. Alonso spulte die Runde im zweiten Gang ab und verschwand in den Katakomben.

Schon im ersten Training musste der Spanier seinen Ferrari mit einem Motorschaden acht Minuten vor Schluss abstellen. Das Aggregat musste anschließend gewechselt werden, Alonso wird allerdings in der Startaufstellung nicht zurückgestuft.

Schumacher mit technischen Problemen

Im Auftakt-Training hatte noch Michael Schumacher die Bestzeit aufgestellt. Der Mercedes-Pilot schaffte früh eine Runde in 1:25,422 Minuten. Am Nachmittag folgte aber zu Beginn des Trainings ein technischer Defekt: Schumacher konnte den Heckflügel nicht öffnen. Ohne das DRS war somit auch keine Topzeit mehr möglich. Dennoch zog der Rekord-Weltmeister ein positives Fazit: "Es sieht sicherlich besser aus als in den beiden vergangenen Rennen in Ungarn und Belgien."

Schumacher konnte auch am Ende der zweiten Session optimistisch sein. "Die Long-Runs waren relativ gut. Das Auto fühlte sich direkt gut an und ich hatte Selbstvertrauen", sagte Schumacher. Er fuhr als erster Fahrer mit viel Sprit an Bord konstant Rundenzeiten unter 1:30 Minuten und scheint für das Rennen ein schnelles Auto zu haben, auch wenn ihn die Top-Autos am Ende auf den überraschend schnelleren harten Reifen noch unterboten.

Zudem erlebte die Formel 1 in Monza eine Premiere: Qinghua Ma absolvierte im ersten Training 26 Runden für den HRT-Rennstall und reihte sich mit fast sechs Sekunden Rückstand am Ende des Feldes ein. Er ist der erste chinesische Pilot der Geschichte.

Steckbriefe: Alle Teams und Fahrer im Überblick

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