Ferrari fordert weitreichende Konsequenzen

Von Alexander Mey
Montag, 03.09.2012 | 09:22 Uhr
Romain Grosjean flog beim Startcrash in Spa über den Ferrari von Fernando Alonso
© spox
Advertisement
International Champions Cup
Sa21.07.
Topspiele im Livestream: FCB - PSG und BVB - Liverpool
Bucharest Open Women Single
Live
WTA Bukarest: Tag 4
MLB
Cardinals @ Cubs
Swedish Open Men Single
ATP Bastad: Viertelfinale
Bucharest Open Women Single
WTA Bukarest: Viertelfinale
Club Friendlies
Besiktas -
Krasnodar
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Viertelfinale
Club Friendlies
SV Werder Bremen -
1. FC Köln
Hall of Fame Tennis Championships Men Single
ATP Newport: Viertelfinale
MLB
Cardinals @ Cubs
Glory Kickboxing
Glory SuperFight Series: New York
MLB
Mets @ Yankees
MLB
Twins @ Royals
International Champions Cup
Man City -
Borussia Dortmund
Glory Kickboxing
Glory 55: New York
MLB
Astros @ Angels
Swedish Open Men Single
ATP Bastad: Halbfinale
CSL
Shanghai SIPG -
Guangzhou Evergrande
Bucharest Open Women Single
WTA Bukarest: Halbfinale
International Champions Cup
FC Bayern München -
PSG
Club Friendlies
TSG Hoffenheim -
QPR
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Halbfinale
Club Friendlies
Benfica -
FC Sevilla
Club Friendlies
Marseille -
Villarreal
MLB
Cardinals @ Cubs
MLB
Mets @ Yankees
World Matchplay
World Matchplay: Tag 1
Hall of Fame Tennis Championships Men Single
ATP Newport: Halbfinale
Club Friendlies
Inter Mailand -
Zenit
MLB
Red Sox @ Tigers
MLB
Astros @ Angels
J1 League
Kobe -
Shonan
J1 League
Tosu -
Sendai
Swedish Open Men Single
ATP Bastad: Finale
CSL
Hebei CFFC -
Jiangsu
World Matchplay
World Matchplay: Tag 2 -
Session 1
Allsvenskan
AIK -
Brommapojkarna
Bucharest Open Women Single
WTA Bukarest: Finale
Vegeta Croatia Open Umag Men Single
ATP Umag: Finale
MLB
Twins @ Royals
MLB
Cardinals @ Cubs
World Matchplay
World Matchplay: Tag 2 -
Session 2
Hall of Fame Tennis Championships Men Single
ATP Newport: Finale
International Champions Cup
Liverpool -
Borussia Dortmund
MLB
Astros @ Angels
MLB
Mets @ Yankees
Club Friendlies
Eibar -
Basaksehir
World Matchplay
World Matchplay: Tag 3
MLB
Twins @ Blue Jays
MLB
Yankees @ Rays
MLB
Diamondbacks @ Cubs
MLB
White Sox @ Angels
World Matchplay
World Matchplay: Tag 4
MLB
Red Sox @ Orioles
MLB
Yankees @ Rays
MLB
Diamondbacks @ Cubs
MLB
White Sox @ Angels
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: Tag 3
Club Friendlies
Leicester -
Akhisarspor
MLB
Yankees @ Rays
MLB
Dodgers @ Phillies
World Matchplay
World Matchplay: Tag 5
Club Friendlies
Huddersfield -
Lyon
Club Friendlies
Marseille -
Real Betis
MLB
Red Sox @ Orioles
International Champions Cup
Juventus -
FC Bayern München
International Champions Cup
Borussia Dortmund -
Benfica
International Champions Cup
Man City -
Liverpool
International Champions Cup
AS Rom -
Tottenham
MLB
White Sox @ Angels
International Champions Cup
AC Mailand -
Man United
Moscow Ladies Open Women Single
WTA Moskau: Tag 4
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: Tag 4
International Champions Cup
Atletico Madrid -
Arsenal
World Matchplay
World Matchplay: Tag 6
Club Friendlies
Blackburn -
Everton
MLB
White Sox @ Angels
MLB
Royals @ Yankees
MLB
Twins @ Red Sox
MLB
Athletics @ Rangers
Copa Sudamericana
San Lorenzo -
Temuco
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: Viertelfinale
Moscow Ladies Open Women Single
WTA Moskau: Viertelfinale
BB&T Atlanta Open Men Single
ATP Atlanta: Viertelfinale
Club Friendlies
Arminia Bielefeld -
SV Werder Bremen
World Matchplay
World Matchplay: Tag 7
MLB
Royals @ Yankees
MLB
Twins @ Red Sox
MLB
Blue Jays @ White Sox
MLB
Mariners @ Angels
FIVB Beach Volleyball World Tour
Tokio: Tag 4
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: Halbfinale
J1 League
Kobe -
Kashiwa
J1 League
Tosu -
Iwata
Moscow Ladies Open Women Single
WTA Moskau: Halbfinale
CSL
Jiangsu -
Shandong Luneng
International Champions Cup
Arsenal -
PSG
Club Friendlies
FC St. Pauli -
Stoke
MLB
Royals @ Yankees
International Champions Cup
Benfica -
Juventus
World Matchplay
World Matchplay: Halbfinale
International Champions Cup
Chelsea -
Inter Mailand
BB&T Atlanta Open Men Single
ATP Atlanta: Halbfinale
MLB
Cubs @ Cardinals
International Champions Cup
Man United -
Liverpool
International Champions Cup
FC Bayern München -
Man City
MLB
Twins @ Red Sox
FIVB Beach Volleyball World Tour
Tokio: Tag 5
MLB
Mariners @ Angels
International Champions Cup
FC Barcelona – Tottenham
Jiangxi Open Women Single
WTA Nanchang: Finale
CSL
Guangzhou Evergrande -
Chongqing
Moscow Ladies Open Women Single
WTA Moskau: Finale
Club Friendlies
Groningen -
SV Werder Bremen
Allsvenskan
AIK -
Kalmar
MLB
Royals @ Yankees
MLB
Twins @ Red Sox
World Matchplay
World Matchplay: Finale
IndyCar Series
Honda Indy 200
MLB
Mariners @ Angels
BB&T Atlanta Open Men Single
ATP Atlanta: Finale
MLB
Cubs @ Cardinals
International Champions Cup
PSG -
Atletico Madrid
MLB
Phillies @ Red Sox
MLB
Indians @ Twins
MLB
Blue Jays @ Athletics
MLB
Brewers @ Dodgers
Bank of the West Classic Women Single
WTA San Jose: Tag 2
Citi Open Women Single
WTA Washington: Tag 2
MLB
Orioles @ Yankees
MLB
Angels @ Rays
MLB
Phillies @ Red Sox
International Champions Cup
Man United -
Real Madrid
MLB
Indians @ Twins
International Champions Cup
Tottenham -
AC Mailand
International Champions Cup
FC Barcelona -
AS Rom
J1 League
Cerezo Osaka -
Vissel Kobe
MLB
Orioles @ Yankees
MLB
Indians @ Twins
Bank of the West Classic Women Single
WTA San Jose: Tag 3
UEFA Champions League
Graz -
Ajax
Citi Open Women Single
WTA Washington, D.C.: Tag 3
Club Friendlies
Southampton -
Celta Vigo
International Champions Cup
Arsenal -
Chelsea
International Champions Cup
Benfica -
Lyon
MLB
Angels @ Rays

Der Startcrash beim Belgien-GP in Spa und seine Folgen: Ferrari fordert weitreichende Konsequenzen, Fernando Alonso ist froh, gesund zu sein, Romain Grosjean wurde drakonisch bestraft und Sebastian Vettel freut sich über die unverhoffte Trendwende im Titelrennen.

Behinderung von Nico Hülkenberg im Qualifying: drei Startplätze Strafe. Fehlstart: fünf Startplätze Strafe für Monza. Timo Glock ins Heck gerauscht: noch mal fünf Startplätze Strafe für Monza. Pastor Maldonado hat in Spa wirklich alles gegeben, der Titel "Buhmann des Belgien-GP" ging trotzdem unumstritten an einen anderen. Romain Grosjean.

Seine rücksichtslose Fahrweise am Start des Rennens löste einen Crash aus, wie ihn die Formel 1 schon länger nicht mehr gesehen hat. Vielleicht war auch deshalb die erste Aufregung so groß.

Lauda ledert los, Kritik auch von Surer

Bei Ex-Weltmeister Niki Lauda zum Beispiel, der sich ob der Tatsache, dass Grosjean Lewis Hamilton abgedrängt und damit eine Kettenreaktion in Gang gesetzt hatte, die vier Top-Autos aus dem Rennen riss, kaum beruhigen konnte: "Ist der dumm? Der soll mal seine Marille einschalten! Was da hätte passieren können! Ich glaube, es war das sechste Mal in dieser Saison. Der gehört in meinen Augen gesperrt!"

Sein Experten-Kollege Marc Surer war ähnlicher Meinung, drückte sich bei "Sky" aber sehr viel diplomatischer aus: "Er ist sehr oft in so etwas involviert. Diesmal war es so eindeutig und unnötig. Es war nicht so, dass er eingeklemmt war. Er fuhr einfach rüber und hat den anderen gerammt."

Drakonische Strafe für "sehr ernsten Fehler"

Die Rennkommissare stimmten den Experten zu und sperrten Grosjean für das kommende Rennen in Monza. Zudem muss er 50.000 Euro Strafe zahlen. Kein Einspruch - weder von ihm noch vom Team. "Die Stewards stellen fest, dass das Team zugegeben hat, das sein Fahrer einen sehr ernsten Fehler begangen und die Situation völlig falsch eingeschätzt hat", hieß es in einem offiziellen Statement. "Weder der Fahrer noch das Team haben eine Milderung der Strafe beantragt."

Einige Stunden später folgte Grosjeans Schuldeingeständnis: "Ich habe einen Fehler gemacht und den Abstand zu Lewis falsch eingeschätzt. Ich war mir sicher, schon vor ihm zu sein. Es war bestimmt nicht meine Absicht, Lewis in die Mauer zu drängen. Es tut mir sehr, sehr leid und ich bin froh, dass niemand verletzt wurde. Ich habe in dieser Saison schon zu viele Fehler gemacht und ich bin am meisten sauer auf mich selbst."

Nach Ansicht der TV-Bilder bestand kein Zweifel an der alleinigen Schuld von Grosjean an dem heftigen Startcrash, der mit Fernando Alonso und Lewis Hamilton gleich zwei WM-Anwärter aus dem Rennen gerissen hat.

Alonso mit Schmerzen, aber generell okay

Bitter für beide. Für Alonso, weil sein Vorsprung in der Fahrerwertung von 40 auf 24 Punkte geschrumpft ist, für Hamilton, weil er gegenüber den anderen Verfolgern an Boden verloren hat.

Alonso gab zu, enttäuscht zu sein, aber am Ende überwog die Erleichterung, dass bei dem Crash nichts Ernstes passiert ist. "Ich bin froh, in fünf Tagen in Monza wieder im Auto sitzen zu können. Grosjeans Auto war so nah, da hätte ich mich auch leicht an den Händen oder sogar am Kopf verletzen können", sagte Alonso.

Er blieb direkt nach dem Crash im Auto sitzen, weil er Schmerzen im Rücken und an der Schulter hatte. Eine Untersuchung beim Rennarzt bescheinigte ihm aber wenig später gute Gesundheit.

Domenicali fordert Konsequenzen im Nachwuchs-Bereich

Eine erfreuliche Nachricht, mit der die Sache für Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali aber noch lange nicht erledigt war. Im Gegenteil, er forderte nach Grosjeans Blackout weitreichende Konsequenzen.

"Für mich ist es am wichtigsten, sich das Verhalten der Fahrer auf der Strecke vorzunehmen. Und das muss schon in den Meisterschaften unter der Formel 1 losgehen", sprach Domenicali die Schulung des Nachwuchses an. "Man sieht es in den unteren Klassen viel zu oft, dass die Fahrer zu aggressiv sind und Dinge versuchen, die eigentlich gar nicht gehen. Da muss man hart durchgreifen."

Alonso "nicht sauer auf Grosjean"

Alonso bestätigte seinen Teamchef, indem er feststellte: "Bestimmte Fahrer sollten versuchen, am Start weniger Risiken einzugehen. Dies ist im Moment so etwas wie eine Tendenz in den Junior-Formeln. Es wäre besser, wenn sie sich von Beginn ihrer Karriere an daran gewöhnen würden, sich strikter an die Regeln zu halten."

In diesem speziellen Fall gab er sich aber versöhnlich: "Ich bin auf Grosjean nicht sauer, er hat das definitiv nicht absichtlich gemacht. Es war einfach so, dass ich zur falschen Zeit am falschen Ort war."

Vettel zurück im Titelkampf

Fahrer wie Nico Hülkenberg und Michael Schumacher waren bei dem Startcrash genau am richtigen Ort und machten jede Menge Plätze gut. Sebastian Vettel fast schon kurioser Weise nicht. "Ich glaube, ich war vielleicht der einzige Fahrer, der am Start keine Plätze gut gemacht hat", sagte Vettel und scherzte: "Ich bin neben den Force India gestartet, die waren nach der ersten Kurve an Button dran, ich kämpfte mit den Caterham."

Umso furioser war seine Aufholjagd im weiteren Verlauf des Rennens. Er überholte einen Konkurrenten nach dem anderen auf grandiose Weise und erarbeitete sich dadurch letztlich Rang zwei und 18 wichtige Punkte im Titelkampf. Nun ist Vettel wieder Zweiter. 24 Zähler fehlen noch auf Alonso.

"Ich habe vor meinem Urlaub mal auf den WM-Stand geschaut. Dort sieht es jetzt natürlich wieder besser aus als vorher", sagte Vettel. "Jetzt kümmere ich mich aber nicht mehr um Punkte und Punktabstände. Ich habe in der ersten Kurve in Spa mit eigenen Augen gesehen, wie schnell es gehen kann."

Kann Vettel Alonso aus eigener Kraft einholen?

Bleibt die Frage, ob Vettel nach dem Glück von Spa in den kommenden Rennen die Lücke auf Alonso auch aus eigener Kraft schließen kann. Red Bull hatte im Qualifying in Belgien rätselhafte Schwächen, war im Rennen aber extrem stark unterwegs.

Was aber nach wie vor fehlt, ist der Top-Speed, den Vettel vor allem am kommenden Wochenende in Monza schmerzlich vermissen könnte. Ausgerechnet beim Ferrari-Heimspiel. Und dass der F2012 auch nach der Sommerpause ein sehr starkes Auto ist, hat Felipe Massa mit seinem fünften Platz gezeigt. Ein Podium für Alonso wäre bei normalem Rennverlauf sehr wahrscheinlich gewesen.

Auch deshalb sieht Surer Alonso im Titelrennen nach wie vor vorne: "Natürlich braucht Vettel weiterhin Pech von einem Alonso, dass er da wirklich wieder in den Kampf eingreifen kann. Wenn ich mir die Stärken der Autos ansehe und wie der Red Bull heute gefahren ist, ist der WM-Kampf aber wieder neu eröffnet."

Vergesst Räikkönen nicht!

Mit Ferrari, mit Red Bull, aber natürlich auch mit McLaren. Jenson Button ist trotz seines Sieges in Spa noch weit von der Spitze weg, aber er hat gezeigt, dass er und vor allem Teamkollege Lewis Hamilton mit dem bärenstarken Auto noch ins WM-Rennen eingreifen können.

Und vergessen wir Kimi Räikkönen nicht, Grosjeans Teamkollegen. Der Iceman ist schließlich schon einmal aus der Versenkung gekommen und Weltmeister geworden. 2007 war das. Und wen hat er damals im letzten Rennen noch abgefangen? Fernando Alonso und Lewis Hamilton.

Stand in der Fahrer- und Konstrukteurs-WM

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung