Samstag, 07.07.2012

Das Qualifying zum Großbritannien-GP

Alonso sichert sich Regen-Pole von Silverstone

Fernando Alonso steht nach fast zwei Jahren wieder ganz vorne in der Startaufstellung: Beim völlig verregneten Qualifying zum Großbritannien-GP sicherte sich der Ferrari-Pilot die Pole-Position. In einer teilweise chaotischen Session verwies Alonso Mark Webber im Red Bull und Michael Schumacher im Mercedes auf die Plätze zwei und drei. Sebastian Vettel kam auf Rang vier vor Felipe Massa im Ferrari. Nico Rosberg schied bereits im zweiten Durchgang aus.

Ferrari-Pilot Fernando Alonso sicherte sich im Regen-Chaos von Silverstone die Pole
© Getty
Ferrari-Pilot Fernando Alonso sicherte sich im Regen-Chaos von Silverstone die Pole

Was für ein Chaos, was für ein Qualifying: Die verrückte Formel-1-Saison 2012 geht weiter. Nachdem das Qualifikationstraining in Silverstone zwischenzeitlich sogar unterbrochen werden musste, sicherte sich Alonso in einem spannenden Finale die Pole-Position. "Die Bedingungen waren für alle schwierig. Du musst in solchen Momenten halt die Ruhe bewahren", sagte der Spanier - und tat genau das.

Unter schwierigen Bedingungen behielt er einen kühlen Kopf und lieferte in den letzten Sekunden des Trainings eine blitzsaubere Vorstellung ab. Für Aufregung hatte er allerdings bereits in der zweiten Session gesorgt, als er sich unter Gelb mit einer schnellen Runde überhaupt noch ins Q3 rettete. Da er jedoch im betreffenden Abschnitt keine Sektorbestzeit erzielte, entging er einer Strafe. "Ich bin an der Gefahrenstelle deutlich vom Gas gegangen. Das sieht man auch an meinen Sektorzeiten", erklärte Alonso.

Regen fordert prominente Opfer

Dabei wäre Alonso nicht das erste prominente Regen-Opfer geworden. Der erste Fahrer, der den schwierigen Bedingungen zum Opfer fiel, war Jenson Button. Der Brite lieferte sich am Ende der ersten Session ein unglaublich spannendes Fernduell mit Nico Rosberg um den rettenden 17. Platz und zog - auch wegen eines Drehers von Timo Glock in der letzten Kurve - am Ende den Kürzeren. "Mittlerweile bin ich daran gewöhnt, aber langsam reicht es", sagte Button. "Es hat nicht sollen sein. Normalerweise kann ich ein Rennauto im Regen ganz gut bewegen, heute eben nicht."

Qualifying-Duelle: Button sieht kein Land - Vettel wieder in Rückstand

Während der zweiten Session musste das Qualifying sogar für rund eine Stunde unterbrochen werden. Zuvor hatten sich Michael Schumacher, Fernando Alonso und andere Piloten gleich mehrfach wegen Aquaplanings von der Strecke gedreht.

Nach dem Wiederbeginn ging es nicht minder spannend zur Sache. Mit knapp über sechs Minuten auf der Uhr versuchten alle Piloten, sich auf abtrocknender Strecke noch zu verbessern. Die Bestzeiten purzelten im Sekundentakt.

Rosberg-Aus in der zweiten Session

Leidtragender war diesmal Nico Rosberg. Obwohl sich der Mercedes-Pilot selbst noch kurz vor Ablauf der zweiten Session deutlich verbessert hatte, wurde er am Ende dennoch von Fernando Alonso aus den Top-Ten verdrängt und startet nun als Elfter. Sebastian Vettel rettete sich als letzter Fahrer in Q3.

Dort war dann am Ende kein Kraut gegen Alonso gewachsen. Mark Webber erklärte zwar, dass es eine "extrem enge Session" gewesen sei, musste sich dem Spanier am Ende aber ebenso geschlagen geben wie Schumacher und Vettel.

Der Weltmeister fuhr ein unauffälliges Qualifying und musste sich am Ende mit Rang vier begnügen. Zufrieden war er damit nicht - besonders, da er die Schuld bei sich selbst suchen muss. "Natürlich waren die Bedingungen schwierig", so Vettel. "Doch ich hatte eine freie Runde. Allerdings habe ich selbst einige Fehler gemacht. So ist das nunmal. Manchmal klappt es und manchmal nicht." Schumacher hingegen zeigte sich mit dem dritten Platz sichtlich zufrieden und freute sich über "einen Trend, der in die positive Richtung geht".

Fünfter wurde Felipe Massa im zweiten Ferrari. Nico Hülkenberg wurde Neunter - muss aber wegen eines Getriebewechsels fünf Plätze weiter nach hinten. Timo Glock kam auf Rang 21.

LIVE-TICKER: So lief das Qualifying in Silverstone

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